Das Tagebuch

4.1.18
Alexander der Große
Dobrindt fordert - hört, hört, oh, all ihr Arschlöcher für Deutschland! - eine „konservative Revolution der Bürger, einen konservativen Auf­bruch“. Und so wünschen wir auch ihm alles mögliche und Hals- und Beinbruch und stimmen an das schöne Schunkellied aus der Feder von Rio Reiser
„Jenseits von Eden“

„Heiß, heiß, kochend heiß,
heiß, heiß, hundert Grad,
heiß, heiß, glühend heiß,
heiß, heiß, blühend weiß.
Jenseits von Eden.
Euphrat und Tigris
Allah wollte es - so
Sechshundertsechsundsechzig
schütze uns vor Gestern
Eins neun dreiunddreißig
In 3D und Farbe
Dann ist Sendepause.
Das war der Wilde Westen.

Hält Gott die Zehn Gebote?
Ich will nicht,
daß du in schwarz gehst
weil ich tot bin.
Wo warst du im Krieg?
Weißt du, was ich meine?
Du warst auf der Suche,
ich war auf der Flucht.
Hörst du die Räder rollen?

Durchsichtig und klar
Irgendwann in der Nacht
In Musik gebadet
Jede Blume hat ihren Schatten
Zweitausend Lieder
Zweitausend Tode
Mamamama,
warum hast du mich gebor'n
oder hat mich der Esel
im Galopp verloren?

Ach, ich spring ins Leere.
Halleluja, Schwestern
Ich hab den Text vergessen,
ich bin mein Fragezeichen.
Doch ich komm morgen wieder,
gib mir deinen Segen.

Liebe, was ist das?
Das ist das Leben in der Stadt,
was soll daran schlecht sein?
Liebe kommt von unten.
Liebe hat schwache Worte.
Ach ich bin so müde.

Ich geh hier nicht weg,
geh zurück ins Meer,
such mir meinen Engel.
Wer ist hinterm Spiegel?“

(aus: „IV – Die Schwarze“ von Rio Reiser / Ton Steine Scherben)
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