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1.1.21
Thema Nummer 1 in diesem Jahr?
Coro … na, is ja klar.
Aber was wird wohl das zweite werden?
Und welcher ausgebuffte Polit-Fiffi wird damit wohl als erster umme Ecke kommen?
2.1.21
3mal dürfen se raten!
Er „will keine Flüchtlinge aus griechischen und bosnischen Lagern“, schreibt die FAZ.
Und dann bricht sich das christliche Elend auch schon Bahn:
„Die gesamte Europäische Union hat vor allem die Verpflichtung, den Flüchtlingen auf dem Balkan oder auf den griechischen Inseln an Ort und Stelle zu helfen. Diese humanitäre Katastrophe lässt sich nicht dadurch lösen, dass wir sagen: Kommt alle nach Deutschland. Dieser Weg ist nicht mehr geöffnet.“
Und keiner fragt: Wer hat das eigentlich jemals gesagt?
Und weiter:
„Die klare Botschaft an die Flüchtlinge wie an die Schlepperorgani­sationen muss sein: Es ist lebensgefährlich, und es wird keinen Erfolg haben.“
Tja, wer hat's wohl gesagt.
Und wie kommt‘s, dass ich bei dem Namen Merz immer und sofort an Ausmerzen denke?
Na, egal. Jedenfalls seh ich unseren forschen Wirtschafts­freund und sauerländischen Flötenfritzen bei solchen Sätzen wie von Geister­hand stante pede splitterfasernackig mit einem seltsam verzerrten, hoffnungslosen Gesichts­ausdruck und zig ähnlichen halbtoten Ge­stalten dicht­gedrängt in einem überfüllten, kaputten Schlauchboot hocken … die verletzten Hände frommgefaltet ins Gebet versunken, die gesamte Europäische Union möge bitte vor allem der Verpflich­tung nachkommen, den Flüchtlingen auf dem Balkan oder auf den griechischen Inseln an Ort und Stelle ...
3.1.21
Zapp & weg, 1/21
Der in allen denkbaren Disziplinen (ausgenommen der der Verbrei­tung von tödicher Langeweile) moderate Fernsehmoderator Jörg Pilava hat seiner ‚MoPo‘, der Hamburger ‚MorgenPost‘ im Vertrauen erzählt, er „fühle sich in Hemd und Sakko nicht wohl.“ Hemd und Sakko würden ihn „nerven“. Das sei sein „einziges Problem.“
Ein glücklicher Mensch!
Zapp & weg.
4.1.21
Hier ist das Erste Deutsche Fernsehen mit der Tagesschau.
Im Studio heute: Susanne Daubner:
„Die Bundesregierung hat im Jahr 2020 Rüstungsexporte für mehr als eine Milliarde Euro an Länder genehmigt, die in die Konflikte im Jemen oder in Libyen verwickelt sind. Alleine für Ägypten wurden bis zum 17. Dezember Ausfuhren von Waffen und militärischer Aus­rüstung im Wert von 752 Millionen Euro erlaubt. Das geht aus einer Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Anfrage des Grünen-Bundestagsabgeordneten Omid Nouripour hervor.“
Nee, komm, ich bitte dich: Anderes Thema, Susanne Daubner!
„Krieg und Gewalt aber auch die Corona-Pandemie haben im ver­gangenen Jahr das Elend vieler Kinder im Jemen weiter verschärft. Millionen Jungen und Mädchen seien unterernährt oder hungerten, warnte das UN-Kinderhilfswerk Unicef. Wegen des anhaltenden Bürgerkriegs herrscht im Süden der arabischen Halbinsel seit län­gerem eine humanitäre Krise.
5 Millionen Kinder haben laut Un nicht genug zu essen. Im Winter dürfte sich die Situation dramatisch zu spitzen. 5 Jahre Bürgerkrieg, eine Seeblockade und wirtschaftlicher Niedergang treffen die Schwächsten am schlimmsten. Zudem wütet Corona im Land. Hilfsorganisationen sprechen von der schlimmsten Krise der Welt.“
Und jetzt zählen wir mal 1 und 1 zusammen.
Ich wünsche Ihnen eine geruhsame Nacht.
5.1.21
In eigener Sache
Ab morgen, vom 6. bis zum 28. Januar, werde ich abgetaucht sein im entschleunigten, analogen Reich eines, nein, nein, nicht eines fernabgelegenen buddhistischen Ohnesorgtheaters, auch nicht in den kryptischen Verliesen des Kölner Doms zur Vollendung des Werkes vom legendären Bomber Harris und auch nicht in den Blechlawinen eines der derzeit so beliebten Ski- und Rodelgebiete Nordrhein-Westfalens. Nein, sondern ganz banal in ein Reha-Klini­kum zur Beobachtung, Untersuchung und Behandlung meiner Fort­schritte im Bereich Morbus Parkinson.
Je nach dem, ob sich da was machen lässt, werd ich dort an dem Tagebuch weiterwerkeln, und später dann vielleicht nachtragen. Der eine oder andre Witz wird da ja wohl bei abfallen.
Bis denne