Das Tagebuch

21.6.19
„So ein Tag, so wunderschön ...“
Heute hammer hier bei uns in D-land laut „Liste der Gedenk- und Aktionstage“ den „Aktionstag des Schlafes“.
Oouh! Da reicht glaubich ein einzelner Tag nich aus.
Parallel will heute dazu auch noch der „Internationale Tag der selbstgemachten Musik“ gefeiert werden.
Und so gesehen bleiben wir doch lieber bis morgen sicherheits­halber ganz einfach zuhause.
17.6.19
17. Juni reloaded
Es spricht zu Ihnen der Theo- und Phraseologe, der pathologische Bundeswichtigtuer Jott Punkt Gauck:
„Wir brauchen eine erweiterte Toleranz in Richtung rechts.“
16.6.19
Blick über den Schweinetellerrand
Aus dem Wirtschaftsteil des Kölner Stadtanzeigers:
„Es ist die größte globale Tierseuche. Seit dem vergangenen Som­mer breitet sich in China die Afrikanische Schweinepest aus. Die Krankheit ist für Menschen ungefährlich, in China aber werden nach Schätzungen bis Jahresende rund 100 Millionen Tiere sterben, 20 Prozent des Bestandes.“
Die Überschrift zum Stadtanzeiger-Artikel lautete:
„Schweinepest läßt Fleischpreise steigen -
Deutsche Landwirte freuen sich über steigende Nachfrage aus China“
Zum allseits bekannten Schweinesystem gehört eben auch ganz natürlich und nachhaltig die Schweinewirtschaft mitsamt ihren Schweinepriestern, Schweinevölkern und sonstigen Schweinen.
Q.e.d.
15.6.19
Was war denn heute so los?
Für einen sehr, sehr kurzen Moment hörte es sich – Luftlinie ca. 4 Kilometer bis zu meinen Ohren - nach Krawall & Weltuntergang an, dann wurde aber schnell klar: Es war nur das stockkonservative, ewigblöde BumbumbumUndjetztalle-Simpelkrachmachkommando Metallica im mit 45000 Krachfanatikern vollgestopften Müngersdorfer Stadion. Passender Höhepunkt des Unsäglichen: das gecoverte „Viva Colonia“, die 100prozentige Schleimscheiße der Höhner. Wer bis dato nich wusste, was und wie eklig Mainstream ist, der weiß es jetzt.
14.6.19
Fundsachen der Weltrumpelkammer
Liebe Brüder und Schwestern in Christiana Pecunia!
„Das Erzbistum Köln muss Journalisten keine Auskunft geben, wozu sie die Kirchensteuer im Einzelnen verwendet. Mit diesem Urteil hat das Verwaltungsgericht Köln eine Klage des Recherchenetzwerks 'Correctiv' abgewiesen.Dieses hatte mit dem Informationsanspruch der Presse gegenüber Behörden argumentiert und das Erzbistum als eine solche betrachtet.
Zwar liege bei der Kirchensteuererhebung ein 'hoheitliches Handeln' wie bei Behörden vor. Die Verwendung von Steuern falle aber unter das Grundrecht auf Religionsfreiheit und das verfassungsrechtlich gewährleistete religiöse Selbstbestimmungsrecht der Kirche. Sie gehöre damit zum geschützten Bereich innerkirchlichen Handelns.“ (KStA)
Lustig?
Lustig.
Trallalla.
(aus dem dicksten Buch der Bücher, das obendrein nie das Licht der Welt erblicken wird
„Unentschuldbare Versäumnisse der Französischen Revolution“
13.6.19
SPD unter die 0,5%-Hürde gerutscht
Und so gießt der Kölner Stadtanzeiger auch noch fleißig mit einem ausführlichen Artikel schwer Öl ins Feuer:
„Schröder packt im Osten mit an -
Der ehemalige Bundeskanzler rät seiner Partei im Brandenburger Wahlkampf zu Glaubwürdigkeit“
12.6.19
Post von Wagner
Mit FranzJosef Wagner, unserm Nobbyblümesken Ganzjahresirren von Springers Gnaden, der bescheidenen Edelfeder im Gesäß von Deutschlands größter Unterhosenzeitung, ist mal wieder das eine­oderandere Literatur-Pferdchen durchgegangen:
„Lieber Robert Habeck,
Unwetter über Deutschland, Orkanböen, Hagelkörner, groß wie Golfbälle. Es gibt nicht wenige, die sich Sie als grünen Kanzler wünschen. Einen Schamanen, der den Wind zum Erliegen bringt. Dem Blitz gegenübertritt. Die Hagelgeschosse abfängt, bevor sie unsere Fensterscheiben einschlagen. Der einfühlsam auf das psychopathische Wetter einwirkt.. Als sanfter Feuerwehrmann.
Die allgemeine Stimmung in Deutschland ist so: Wer Habeck wählt, fühlt sich gerettet. Robert Habeck, Kanzler der Blitze. Herr über die Hagelkörner, Herrscher über den Dauerregen. Mit ihm, so die Hoff­nungen, würde der Himmel schweigen. Die Kälte und die Wärme nicht mehr über dem Himmel zusammenstoßen. Ach, wie schön wäre es, wenn es so wäre. Wenn man einen Kanzler hätte, der die Stürme besiegt.
Herzlichst
Ihr F. J. Wagner“
Ja, ja, is ja gut. Aber hör mal, Wagner, andererseits:
jetzt mal abgesehen von diesen ganzen Hagelkörnern, Golfbällen, Polit-Winden, Wetter-Winden und sonstigen Winden … Ist es nicht herrlich, in einem Land zu leben, in dem man mit einem dermaßen stupenden Stuss seine Brötchen verdienen kann?!-
9.6.19
Aber dann kam das Pfingstereignis 2019 über uns!
Ansonsten immer eher traditionell stinkelangweilig angelegt, so war doch diesmal, meine Fresse, so war da doch diesmal wirklich der … nein, nicht der Teufel los, sondern wohl tatsächlich der Heilige Geist persönlich! Zumindest in der Berliner Waldbühne.
Denn dort erschien er den Massen unterm Pseudonym Andi - Andi Gabalier, Andi, der sog. Alpenrocker, der Volks-Rock'n'Roller, Andi, die singende Lederhose, der erfolgreichste unter den Krachbums­blödmannshalligalligaballier!
Ja, der heilige Geist - er muss es gewesen sein. Denn gegenüber der 'Bild-Zeitung' jedenfalls verriet die österreichische redundante Runkelrübe ganz offenherzigst:
„Wenn beim Abschluss-Song tausende Feuerzeuge und Handy­lichter angehen, sind meine Konzerte wie Gottesdienste. Und meine Musik ist wie eine Religion.“
Und das ist immer noch ein typisches gabaliersartiges Understate­ment. Denn seine Konzerte sind nicht wie Gottesdienste, es SIND Gottesdienste und seine Musik IST Religion.
8.6.19
Und heute?
Heute immer noch. Jedenfalls hab ich nichts Gegenteiliges gehört.
Und alles andere interessierte mich einfach nicht.