Das Tagebuch

16.10.18
Wichtige Stimmen im bundesdeutschen Betriebsnudelsalat -
heute: Moritz Bleibtreu
„Schafft das Internet ab! Dafür würde ich sogar auf die Straße gehen.“
Ach, der Moritz … der Moritz, der Moritz …
Weißt du was, Moritz? Du kannst dich noch so sehr angestrengt ins Zeug legen, aber mit deinen stupend wiederkehrenden, megakrass kritischen Super-Statements zum allgemeinen Zeitgeschehen bist du in unserem heißgeliebten Betriebsnudel- und Quatschkoppsalat auch nur eine. Eine von diesen vielen, massenhaften, stolzen, ganz normalen Betriebsnudeln. Und ein großer Quatschkopp obendrein.
15.10.18
„Schafe, Monster und Mäuse“
Neue Platte von 'Element of crime'.
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14.10.18
Wahlen, Würmer, Rinderwahn
Kurz eben die sog. „historischen Wahlergebnisse“ in Bayern. Die Pflicht des Chronisten ist halt die Chronistenpflicht. Bidde schön:
CSU 37,3 (47,7)
Grüne 17,7 (8,6)
FW 11,6 (9,0)
AfD 10,2 (-)
SPD 9,6 (20,6)
FDP 5,0 (3,3)
Linke 3,2 (2,1)

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Wesentlich interessanter fand ich vielmehr folgende Meldung der 'BILD-Zeitung':
„Mann isst Eichhörnchen-Hirn – und stirbt an Rinderwahn“
Und die „Gesundheits-News“ aus „Heilpraxis.net de“:
„Seltener Infekt: Fast 15 Zentimeter langer lebendiger Wurm aus dem Auge eines Mannes entnommen“
Und ich weiß mittlerweile wirklich nicht mehr, was da jetzt wichtiger wäre.
13.10.18
Wie das denn?
Dpa:
„Zwischen Köln und Frankfurt brach gestern morgen ein Feuer in einem ICE-Waggon aus, Besatzung und 510 Fahrgäste mussten den Zug verlassen. Auch die A3 wurde gesperrt.“
Ähm, was wollt' ich sagen?
Ach ja. Thank you for travelling with Deutsche Bahn.
12.10.18
Es geht dem Ende entgegen
'Merkur.de' twittert:
„Angst vor Debakel? CSU streicht Party am Wahlabend“
Es ist vollbracht. Söder und Seehofer sind auf ihrer Heimatscholle unbeliebter denn je. Ein wahrhaft historischer Tiefpunkt ist erreicht. Bei einer solch rasanten Talfahrt hüpft doch das Herz vor Freude.
Nur eines möcht ich gar nicht wissen: Wo die ehemaligen CSU-Wahlautomaten mit ihrem Kreuz am Sonntag dann hin marschieren.
11.10.18
Neues vom Vater der Reformen und Bescheidenheit
Trotz seiner unvorstellbaren, beispiellosen, jesuanischen Beschei­denheit pflegt Papa Franzi, aktueller Stellvertreter des Allmächtigen und Heiliger Strohsack vom Vatikan, doch ganz hübsch Wind zu machen. Und so geht die famose fama, seit er diesen Blowjob hat, unser Sportsfreund hätte irgendwas mit Reformen anna Tiara. Aber fama hin, fama her; fama is halt fama.
Und gestern war es wieder so weit. Da kam's wieder über ihn, bei seiner regulären Plauderstunde aufm Petersplatz. Und die Welt­presse tickert verwundert:
„Der Papst vergleicht Abtreibung mit einem Auftragsmord.“
Oha! Der große Famazeut war wie handelsüblich vom schriftlichen Manuskriptum abgewichen und hatte der Runde, 10 Tausenden, die alles schlucken, was von oben kommt, erzählt:
„Eine Schwangerschaft abzubrechen, ist wie jemanden zu beseiti­gen. Ist es denn richtig, ein menschliches Leben zu beseitigen, um ein Problem zu lösen?"
Tja, liebe Endverbraucher, ich würde einfach sagen – wie immer in Fällen von akutem Aberglauben und anderen heillosen Krankheiten: Lesen Sie die Packungsbeilage oder fragen Sie Ihren Arzt oder Apo­theker!
8.10.18
Schröders Roadshow
Dpa meldet:
„Hochzeitsparty im Adlon“
„Alr-Kanzler Schröder feiert seine 5. Eheschließung im Adlon nach“
Interessiert mich irgendwie nicht. Wegen mir könnte die Pfeife auch sonstwo feiern oder im Kreml oder Hotel Lux und dann für den Rest seiner Zeit hier auf Erden stille schweigen. Aber fünf mal hinterein­ander dieselbe Nummer? Was ist das für 'ne Type?
Und sein Freund Putin war nicht eingeladen:
„Putin als Gast hätte zu viel Buhei bedeutet.“ Sagt er.
Seit wann kann es für diesen „Boss der Bosse“ „aus ärmlichen Ver­hältnissen“ usw. zu viel Buhei geben?
Ach, SPD ...
7.10.18
Aus dem Leben der besorgten Arschlöcher
Der 'Merkur.de' berichtet in seinem Artikel über den Wahlkampf in bayerischen ländlichen Gefilden auch von den Veranstaltungen, auf denen die Afd ihre Notdurft verrichtet. Und so heißt es da dann irgendwann:
„Danach nimmt sich Andreas Winhart, ein Landtagskandidat der Ro­senheimer AfD, die Asylbewerber vor. Er habe vom Gesundheitsamt Rosenheim 'nachrecherchieren lassen', dass es durch die Flüchtlin­ge zu weitaus mehr HIV-, Krätze- und TBC-Fällen im Landkreis ge­kommen sei. Dann benutzt er in seiner öffentlichen Rede das Wort 'Neger':
'Ich möchte wissen, wenn mich in der Nachbarschaft ein Neger anküsst oder anhustet, dann muss ich wissen, ist er krank oder ist er nicht krank'', fordert der AfD-Politiker und erntet Applaus dafür.“
Ja, nee, das geht ja gar nicht! 'Neger' kann man heute nun wirklich nicht mehr sagen!
6.10.18
„Ähm, fiel mir grad so ein …“
(Neue Witze-Rubrik)
Im Zusammenhang mit der sog. Neuen Weltordnung USA (1. Platz), China (2. Platz) und EU (3. bzw jwd) und der Heidenangst, bald beim großen Rattenrennen nur noch unterfernerliefen zu laufen, heißt es hier immer unisono:
„Jaaaah, is' ja auch kein Wunder! Die Chinesen achten ja auch im Ausland dort, wo sie sich engagieren, nicht auf die Menschenrechte! Die sind denen doch – auf gut Deutsch – scheißegal! Die gucken doch nur auf die Kohle! Die woll'n doch nur den Profit!“
Wie gesagt: Fiel mir grad so ein.
Aber … wo war noch mal der Witz?