Das Tagebuch

16.1.19
Das „Unwort des Jahres 2018“
Die Jury hat entschieden:
„Anti-Abschiebe-Industrie“
And the winner is
Alexander Dobrindt
Und so ist man – und so irre ist die Welt heute - versucht, Herrn Dobrindt für 'nen kreativen Kopf zu halten. Würde damit allerdings unverzeihlich das hübsche Wort „kreativ“ in den Dreck ziehen. Und höchstwahrscheinlich täte man dieser christ-sozialen Politkanaille sogar auch Unrecht, weil der Mann gar nicht der Erfinder der „Anti-Abschiebe-Industrie“ sein kann sondern nur sein christ-sozialer Ghostwriter. Denn selbst dafür ist dieser Dobrindt noch zu ober­dämlich.
15.1.19
Volkspartei SPD
Der 'Merkur' schlagzeilt:
„Todesfall erschüttert die SPD:
Maas und Gabriel trauern um frühere Putzfrau und Medien-Berühmtheit Susi Neumann“
Ich glaub's ja nich'.
14.1.19
Horst, der Schneemann kommt
Dpa meldet:
„Seehofer besucht Katastrophengebiet in Berchtesgaden“
Aber … ist das nicht schon wieder dieser Katastrophentourismus?
13.1.19
Es geht im Folgenden
um das vielleicht größte politische Problem
in unserem Land in diesem Jahr
'Die Zeit' berichtet von dem vielleicht größten politischen Problem in unserem Land in diesem Jahr:
„Tübingens grüner Oberbürgermeister Boris Palmer hat seine Partei aufgefordert, auf AfD-Wählerinnen und -Wähler zuzugehen:
'Die Sprachlosigkeit zwischen der AfD und den Grünen ist vielleicht das größte politische Problem in unserem Land in diesem Jahr. Wir als Partei mit staatspolitischer Verantwortung müssten uns überwin­den und einen integrativen Ansatz versuchen, der auch im AfD-Wähler erst mal den Demokraten sieht und nicht den Nazi', sagte Palmer der Bild am Sonntag.“ So 'Die Zeit'.
Und ich denke auch – genau so wie 'Die Zeit', die 'BamS' und der Boris, dass die Sprachlosigkeit zwischen der AfD und den Grünen vielleicht das größte politische Problem in unserem Land in diesem Jahr ...
12.1.19
Die deutsche Geschichte geht weiter
Der „Fliegenschiss in der 1000-jährigen Geschichte der Deutschen“ hat zu einer weiteren Lockerungsübung bei den „Arschlöcher für Deutschland“ geführt. Nachdem sie ihren sächsisch-anhaltinischen Obergruppenrottenführer André Poggenburg wegen parteiinterner Pippifaxe gefeuert hatten, hob der ulkige Proto-Arier unverzüglich eine neue Schutzstaffel aus der Taufe mit der überraschenden Bezeichnung „Aufbruch deutscher Patrioten“. Als Kennzeichen ihrer Sippschaft dient ihnen die blaue Kornblume, die die österreichischen Nazikollegen in der Verbotszeit Anfang der 30er Jahre gern im Jacket trugen.
Poggenburg möchte gern Adi II. werden. Die Haartolle ist schon in der Mache. Fehlt nur noch die viereckige Nasenschnötterbremse. Und ein kleiner Tipp von mir, oh mein Führer Poggenburg:
Die Schnötterbremse vielleicht 1 Zentimeter links oder rechts von der Mitte wachsen lassen. Wär mal was Neues.
11.1.19
13
Bundessozialminister Hubertus Waidmanns-Heil von der SPD, der großen, alten, ehrwürdigen Partei der Aufklärung, möchte bei der Nummerierung der Paragraphen des geplanten neuen Sozialgesetz­buches eine Zahl überspringen – und zwar die Zahl 13.
Ähm.
Noch mal:
Bundessozialminister Hubertus Waidmanns-Heil von der SPD, der großen, alten, ehrwürdigen Partei der Aufklärung, möchte ...

P.s.:
Wenn nun in Bälde das neue Sozialgesetzbuch erscheint und aaO und ebenda von Paragraph 12 zum Paragraphen 14 gehoppst wird, kann es ja bei dem einen Leser oder der anderen Leserin zu leich­ten Irritationen kommen, verbunden mit dem Ausruf bspw. : „Oh, it dat denn? Ein Dreckfuhler!“
Also wäre dann an der Stelle da ein Kommentar wohl unabdingbar, oder? Und diesen Kommentar, werter Jägermeister Hubertus, den würd' ich denn doch gern mal lesen.
10.1.19
Do re mi fa so la ti do
„Internationaler Tag der Blockflöte“
Na, dann flötet man schön.
9.1.19
Lalala, nee noch ma, aladys änd dschäntelmän ...
Dpa meldet:
„Mit 2,5 Promille rauscht ein ICE-Lokführer an Wittenberg vorbei“
Thank you for travelling with Deutsche Bahn.
8.1.19
Der Witz der Woche
13 Jahre lang bis 2007 saß der grüne Matthias Berninger für die Grünen im Bundestag und u.a. von 2001 bis 2005 als Parlament­arischer Staatssekretär unter Veggie-Ma'am Renate Künast im Ministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft. Seit der Ausscheidung aus der Politik '007 arbeitete er dann aus Erfahrung gut als Lobbyist für den amerikanischen Nah­rungsmittel- & Süßwarenkonzern Mars („Mars bringt verbrauchte Energie sofort zurück!“).
Was ich sagen wollte:
Am 1. Januar 2019 hat der 47-jährige Grüne Matthias Berninger nun 'nen neuen Job angetreten – als Cheflobbyist des deutschen Multis Bayer/Monsanto. Die Presseabteilung von Bayer/Monsanto twitterte vor 3 Wochen:
„Drei Stunden haben wir jetzt gegrübelt, welcher originelle Tweet uns zu dieser Personalie einfällt – und dann doch entschieden: Besser sachlich machen. Deshalb nur: Der richtige Mann zur richtigen Zeit am richtigen Ort! Herzlich willkommen, Matthias Berninger!“
Offiziell gab's vom lieben Matthias zu seiner 'Personalie' keine Er­klärung. In Privat-Mails hat er allerdings – laut 'Welt.de' – der Welt verkün­digt:
„Wie die Welt innerhalb ihrer planetaren Grenzen im Jahre 2050 fast zehn Milliarden Menschen ernähren kann, ist eine Frage, die mir Sorgen bereitet. In meiner neuen Rolle hoffe ich, einen bescheide­nen Beitrag leisten zu können, diese Herausforderung anzugehen.“
So, Herrschaften!
Der war jetzt zugegebenermaßen reichlich länger als beabsichtigt; aber dafür ist er ja auch:
„Der Witz der Woche“.