Das Tagebuch

26.7.18
Kurze Erklärung in eigener Sache
Werte LeserInnen und LeserInnen!
Hallo User, Abuser und Abundzuuser!
Werte studierenden und konsumierenden,
ab- und zufälligen, alten, neuen und künftigen,
immer noch interessierten
wie auch mittlerweile frustrierten
Verfolger und Verfolgerinnen meines Tagebuchs!
Ihr Lieben!

Seit über 25 Jahren - also seitdem ich diese website anner Hacke habe, seit 10 Jahren obendrein verschärft und sogar im Archiv mit eins, zwei Klicks aus der Versenkung ratzfatz wieder abrufbar - , mache ich hier tagtäglich (und tagtäglich heißt auch tagtäglich!) ohn' Unterlass und ohne Rücksicht auf Verluste mindestens einen kleinen Scherz über das, was anliegt, den alltäglichen Wahnsinn bzw. den wahnsinnigen Alltag in den handelsüblichen Branchen, die sich da nennen Politik, Kultur und Anverwandtes.
Mir geht es zurzeit ein bisschen wie dem Kollegen Pispers: Fleißig, fleißig, wie auch ich nun mal bin, hab' ich in den letzten 30000 Jahren also jeden Scheissdreck schon ca. 30000 mal beschrieben, kommentiert und zusammengewitzt! Mir hat's Spaß gemacht, und anderen, schätz ich, auch. Aber irgendwann wacht man morgens auf und hat das dumpfe Gefühl: Ich glaub', ich wiederhole mich! Kann ja nicht jeden Tag da hintippen: Bei dem Namen Seehofer muss ich kotzen! (Obwohl das so ist.) Irgendwann, ja, irgendwann … dann kommt der Tag, da muss die Säge sägen!
Außerdem fallen mir plötzlich – und seit der Diagnose Parkinson vor einigen Jahren immer öfter – stinknormale Wörter nicht mehr ein wie zum Beispiel äh äh, ja, wie zum Beispiel … na, grade hatt' ich's noch … zum Beispiel, ja, genau: Seehofer! Und das dazugehörende Verb äh, na … ach ja: Erbrechen! (Deswegen höngte ich auch seinerzeit meinen Job bis auf Weiteres an den äh, äh, Nagel.)
Zurück zur Zukunft:
Das Tagebuch, um welches hier ja geht, wird wohl weitergedingenst. Mache jedoch erst mal ein Päuschen. Am 28. August melde ich mich dann gehorsamst back in town. Man weiß ja nicht, was, wie , wo, wa­rum, weshalb, wieso alles noch geschieht & womöglich zusammen­hängt. Ach, da fällt mir tatsächlich ein passender, sehr guter, gut abgehangener, uralter Witz ein, der sehr logisch erklärt, dass letztlich doch alles irgendwie, na ja, zusammenhängt:

Kommt 'n armer Cowboy in'n Saloon und setzt sich an den Tresen. Sagt der Wirt:
„Hey! Wenn de 'nen Schluck aus dem Spucknapf hier nimmst, kriegste 'n Dollar von mir!“
Der arme Cowboy, arm, wie er ist, fackelt nicht lange und schlürft – gluckedigluck – den ganzen Spucknapf leer, bis auf den Grund.
„Hey! Du hätt's doch nur einen Schluck nehmen müssen“, sagt der Wirt da.
„Ja, ja, ich weiß,“ meint der Cowboy. „Aber ... aber das hat alles irgendwie so … zusammengehangen.“

Zum Abschluss ein schönes Lied von Danny Dziuk!
(Übrigens: Alle seine Liedtexte findet man auf seiner Website „Dziuks Küche“)


Zu alt

ich bin zu alt für`s Showgeschäft
ich bin zu alt für`n Comicheft
ich bin zu alt, neu anzufangen
ich bin zu alt, ich glaub, ich geh n paar Fische fangen

ich bin zu alt für diese Bühne hier
ich bin zu alt für`n Kuscheltier
ich bin zu alt für dein Taschentuch
ich bin zu alt, ich glaub,
ich leg mich hin & les` n Buch

ich bin zu alt, um noch erwachsen zu werden
ich bin zu alt für ne Farm mit Pferden
ich bin zu alt für`s Land der Elfen
ich bin zu alt, kann mir jemand über die Strasse helfen

ich bin zu alt & n bißchen spät
ich bin zu alt für die Love Parade
ich bin zu alt seit ich 17 war
ich bin zu alt für Sex im Keller vor der Kamera

ich bin zu alt für das große Geld
ich bin zu alt für`n Strassenheld
ich bin zu alt für die S-Klasse
bin zu alt, Schwester, wo iss meine Schnabeltasse

ich bin zu alt für Frankfurt am Main
ich bin zu alt ja, ich sollte jetzt woanders sein
ich bin zu alt das sagt´ ich schon
ich bin zu alt für ne 170 seitige Gebrauchsanweisung für n Telefon

ich bin zu alt...

ich bin zu alt für Heroin
ich bin zu alt für`s Dr. Sommer-Team
ich bin zu alt & gar nicht cool
ich bin zu alt & fast so niedlich wie n Pitbull

ich bin zu alt für ne Doppelschicht
ich bin zu alt, also nerv mich nicht
ich bin zu alt für den Mann im Schrank
ich bin zu alt für ne Lehre bei der Deutschen Bank

ich bin zu alt für´n Japs-Konzern
ich bin zu alt & ich seh euch fern
ich bin zu alt für jeden guten Rat
ich bin zu alt: komma Omma gemma Buttafahrt!

ich bin zu alt...

„Du bist älter als das römische Reich
deine Nächte werden kälter,
deine Haare werden bleich
du bestellst dir nur noch Selter
& dein Händedruck ist weich !

mit dir zu reden ist wie Nekrophilie
die Gesicht ist was für ARTE, aber nicht für MTV
deine Nerven produzieren nur noch Melancholie !

aus deiner Jacke rieselt leise der Putz
deine ganze Figur steht unter Denkmalschutz
mit einem Wort: Du bist ein Nichtsnutz !

du ziehst kein´ Hering mehr vom Teller
deine Kondition reicht nur noch für`n Pausenfüller
früher warst du schneller, wie Gerd Müller
jetzt herrscht nur noch gähnende Leere in deinem Partykeller
nur noch angestaubte Platten auf`m Plattenteller
nur noch alte Kamellen, früher warst du schriller
begehrt wie Rockefeller, zäher als René Weller
schön wie Cinderella,
deine Lieder war´n ein Knüller
deine Texte war´n ein Brüller, deine Tage waren heller
doch jetzt bist du stiller, still wie Glenn Miller
absoluter Stimmungskiller,
keine Tinte mehr im Füller
dein Gesicht ist echt n Thriller
früher warst du mal... wer
heute liegst du nur noch... quer
völlig antipopu... lär hier steppt echt nicht mehr der... Bär

deine Batterien... leer
deine Lungen voller... Teer
deine Beine werden... schwer
komm, ich hol dir mal n... Stuhl... her
mit einem Wort: du bist zu alt
komm, ich spendier Dir noch ein Hannen-Alt
ich sag es laut: Du bist zu alt
ich sag es laut: es wird kalt
noch nicht ganz dunkel aber bald ...“

ich bin zu alt Entschuldigung
ich bin zu alt ich wünscht, ich wär jung
ich bin zu alt mir meinen Text zu merken äh.....
ich bin zu alt jaja, voll krass
ich bin zu dies & ich bin zu das
ich bin zu alt, hier noch mitzukönnen
ich bin zu alt - mit einem Wort - für euer
Rattenrennen

(Danny Dziuk)

M.a.W.:
Streicht euch den 28. August in welcher Farbe auch immer fett an!
Habt eine schöne Zeit!
Mal gucken, vielleicht komm' ich auch früher ...
bis denne
Euer ... äh, wie hieß ich noch mal ...
28.6.18
Bin wieder da!
Aber mir ist was dazwischen gekommen. Was wichtiger ist als Welt­politik, Merkelklimbim und Wasihrwollt.
Nächste Woche geht’s dann wie gewohnt weiter mit der täglichen Suche nach dem Blödmann der Woche, dem fiesesten Sportsfreund des Tages, dem größten Arschloch des Monats ad libitum.
Bis dahin könnt ihr ja ma' ausnahmsweise 'n gutes Buch lesen.
Oder so.
7.6.18
Außergewöhnliche Zeiten erfordern außergewöhnliche Maßnahmen!
Und da darf man auch mit 'nem alten Witz anfangen:
Heute bin ich zur Abwechselung auch mal für was! Und zwar bin ich mal für 'n paar Tage kurz weg. So übern Daumen 2 Wochen. Zur Er­holung ins Ausland.
Sie können ja in der Zwischenzeit ma' 'n gutes Buch lesen.
Alles Gute!
Bis denne!
Beste Grüße
6.6.18
So geht Fernsehen heute!
Nachdem Goebbels' Meisterschüler Alexander Gauland (nomen est omen) in seiner Eigenschaft als Co-Vorsitzender der Arschlöcher für Deutschland den WK II inkl. Holocaust zum „Fliegenschiss innerhalb der 1000jährigen ruhmreichen deutschen Geschichte“ erklärt hatte, war für den Unterhaltungsjournalisten Frank Plasberg, begleitet von eigenhändig dirigierten Pauken un' Trompeten, angeblich Ende Ge­lände, also quasi der Ofen aus. So streute der Seriöse die Devise: Nie wieder Gauland und vergleichbare besorgte Quasselbürger in seine öffentlich-rechtliche Quasselquotenbude! Und setzte damit - gefickt eingeschädelt - nebenbei seine dankbaren Unterhaltungskol­legen Queerstrich Innen von Maischillner bis Böttingerwill gehörig unter Soli-Zwang und Verlaut­barungsdruck.
Dabei ist – und das ist ja der Witz solcher Runden - künstliche Auf­regung Betriebsbedingung und zugleich ihr einziger Programmpunkt, so dass der kurz­fristigen Skandalaufblaserei dann erfahrungs­gemäß das ganz lang­fristige, völlige Vergessen so sicher folgt wie das Amen in der Kirche.
Im Übrigen:
Als ob auch nur einer aus dieser großherzigen Quotenkamarilla auch nur eine Sekunde in Erwägung ziehen würde, aus lauter Ver­antwortungshalluzinationen selbst einem - wenn es denn machbar wäre - leibhaftigen Adolf Hitler den Eintritt in ihr Himmel­reich zu ver­weigern! Da lachen ja die Hühner von Heinrich Himmler!
5.6.18
„Höchste ethische, ökologische und soziale Standards, verantwortungsvolle Unternehmensführung, mit Kritikern ins Gespräch kommen“ und weiß-der-Teufel-sonst-noch
Wenn schon die politische Abteilung des 'Kölner Kir... Stadtanzei­gers' von einem studierten Theologen angeführt wird, dann ist es auch kein Wunder, dass der Wirtschaftsteil durch die Bank religiös verseucht ist. Wenn schon, denn schon.
Und so betet denn zum Thema Übernahme von Monsanto durch Bayer auch der Kölner Kommentator sinnigerweise und simpel nur den metaphysischen Mumpitz nach, den ihm der führende Unkraut­vernichter Werner Baumann in der Telefonkonferenz vorgepredigt hat.
Dabei hätten doch 4 Wörter zur Wahrheitsfindung gereicht:
Raider heißt jetzt Twix.
4.6.18
Sätze verunsicherter Bürger mit ihren Sorgen, Nöten und Verunsicherungen und bangen Fragen nach der Zukunft
Heute: Alexander Gauland
„Hitler und die Nazis sind nur ein Vogelschiss in über 1000 Jahren erfolgreicher deutscher Geschichte.“
3.6.18
Das Wort zum Sonntag
Es spricht zu Ihnen, ähm, Margot Käsman:
„Ich finde mich eigentlich ganz nett. Aber ich weiß, dass ich einige Leute nerve.“
Hm, ich würd's nicht 'nerven' nennen.
2.6.18
Ich kann mich gar nicht so recht entscheiden ...
… wo ich mitmachen sollte: Heute ist sowohl der „Internationale Hurentag“ als auch der internationale „I-love-my-dentist-day“ (Wegen Prävention und so).
Ich tendiere ja eher zum ...
1.6.18
Ach, Herr Jesus!
Fronleichen pflastern seinen Weg.