Das Tagebuch

8.7.20
Wie sich Merz mal wieder ins eigene Knie schoss
Merz in Bild:
„Kanzler kann werden, wer Krise kann“
Ich würde sagen:
Nein. Intellektuell den Bild-Lesern das Wasser reichen zu können, reicht nicht.
7.7.20
Sachen gibt‘s, die gibt‘s …
Jetzt ist es passiert! Vermutet hatte man es immer schon selbst in seinem engsten Freundeskreis, dass es mal so kommen würde. Doch jetzt ist‘s auch noch hochamtlich: Horst Seehofer hat tatsächlich keine einzige Tasse mehr im Schrank!
Im Vorfeld hatte die EU-Kommission Deutschland wegen offenkun­diger Vorfälle aufgefordert, eine Studie zur illegalen polizeilichen Praxis des Racial Profiling durchzuführen, und die Bundesregierung war daraufhin in die Vorbereitung der Untersuchung gestartet. Da marschiert plötzlich der „Minister des Innern, für Bau und Heimat“, Vollhotte Seehofer vor die gespannte Presse mit der Erklärung:
„Ich sehe keinen Bedarf für eine Studie zu Racial Profiling. Insbe­sondere Personenkontrollen müssen grundsätzlich diskriminie­rungsfrei erfolgen. Die entsprechenden Gesetze und Vorschriften erlauben Diskriminierung ohnehin nicht.“
Es durfte gelacht werden.
Dafür hat der Innenhotte damit nun ohne große Anstrengung und ohne sinnlose Verschleuderung von Steuerpenunzen wenigstens die andere These bewiesen: Keine Tasse mehr im Schrank.
Sachen gibt‘s, die gibt‘s.
6.7.20
Internationaler Tag des Kusses
Schatzimausi!
Komma kurz!
5.7.20
Die große Merkel-Lücke
‚Focus-online‘ weiß was:
„Söder, Laschet, Röttgen, Merz und Spahn – es rappelt mächtig im Unions-Karton!“
Und ‚t-online‘ meint:
„Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans“ (Wer is dat denn schon wieder?) „hat die Union davor gewarnt, ihre aktuell guten Umfragewerte im Sommerloch mit Debatten über den Parteivorsitz zu zerreden:
‚Das Letzte, was wir jetzt brauchen, ist, dass sich die Kandidaten im parteiinternen Wahlkampf zerfleischen.‘
Ooch, Streit gehört doch zu einer lebendigen Demokratie. Und ge­stritten wird in den besten Familien. Außerdem: Was diese Zerflei­schung angeht, da kenn ich zufällig eine sehr, sehr gute Fleisch­fabrik ...
4.7.20
Die Pille wird 60
Schade, dass es die vor 2021 Jahren noch nicht gegeben hat.
3.7.20
Wie schon vermutet:
Der Tönnies läuft uns ja nicht weg!
Zumal bei dem so einiges zusammenkommt. Z.B. Zitat:
„Man sollte 20 neue Kraftwerke in Afrika finanzieren; dann würden die Afrikaner aufhören, Bäume zu fällen, und, wenn's dunkel ist, aufhören, Kinder zu produzieren.“
(Nur so pars pro toto suo spiritu – stellvertretend für seine kom­plette Runkelrübe.)
Oder auch dieser goldige Verteidigungsspruch vom Kicker-Kumpel und ganz armen Würstchen Uli Hoeneß kommt da sehr gut:
„Teilweise erinnert es mich an meine Zeit mit der Steuersache.“
Und dann war da bzw. kam da noch im Schweinsgalopp sein Kumpel Siggi Pop, der feine Herr Gabriel, in den Pfoten 'n fetter Beraterver­trag von..von..von der feinen Schweinewirtschaft des Herrn Tönnies - über „ein Pauschalhono­rar von 10.000 Euro im Monat sowie ein zu­sätz­liches vierstelliges Ho­norar für jeden Reisetag.“
Siggis saubere Erklärung: Er habe nur „das Unternehmen im Rahmen von dro­henden Exportproblemen mit China im Zusammenhang mit der Afrikanischen Schweinepest beraten.“
Dabei hatte Siggi dem Schalke-& Schweinebaron vor einigen Jahren noch in der damaligen Funktion als Bundeswirtschafts­minister be­scheinigt, mit seiner famosen Art, Tier und Mensch zu behandeln, „eine Schande für Deutschland“ zu sein. Und kurz davor hatte Siggi, das Schweinchen Schlau der deutschen Sozial­dekoration, als frisch ge­backener SPD-Boss sogar noch verkündigt:
„Wir müssen dahin, wo es laut ist, dahin, wo es brodelt, dahin, wo es manchmal riecht und gelegentlich auch stinkt.“
Naja, meine Damen und Herren, hat er dann ja auch gemacht ... Oder?
Vielleicht haben wir ihn ja auch damals alle nur falsch verstanden.
Oder sagen wir mal so:
Honi soit qui mal y pense – ein Lump, wer schlecht darüber denkt.
2.7.20
Oh heiliger Strohsack!
Ein ehemals führendes Schaf Deiner Herde ist diese Woche zu Dir heimgekehrt: Georg Ratzinger, der singende Prügelknabe aus Regensburg und Bruder Deines Stellvertreters a.D. Benedikt XVI.
P.s.:
Dass all meine Gedanken in den letzten Tagen bei ihm und seiner Familie waren, kann ich allerdings jetzt nicht gerade behaupten.
1.7.20
Soooo, da simma wieda!
Die Fakes und Fakten der vergangenen 10 Tage hier & heute an dieser Stelle nachzutragen, erspare ich uns. Denn so spannende Geschichten rund um unser aller Coronavirus oder z.B. über den Wirecard-Jongleur und umjubelten Finanzexperten Markus Braun mit seinen erfundenen 1,9 Milliarden Piepen laufen uns ja nicht weg genauso wie Existenzen vom Schlage Schweine-Eminenz Clemens "pig muss putt" Tönnies wie überhaupt das ganze Schweinesystem als solches mit dem dazu gehörigen Volk und dessen repräsentanten Systemrelevanzen. Wenn hier auf Erden irgendwas oder irgendwer alternativlos ist, dann die. Also, 10 Tage ohne Infos, meine Lieben, kein Grund zur Panik. Noch is nich Ende Gelände.
Und aufi geht‘s! Halten wir zu Anfang den Ball was flach, verbleiben wir zunächst beim Klein-klein dieser wahnsinnigen Welt und begin­nen die nächste Runde mal mit Madame Mega-Wichtig namens Anne Will, die den Sommerzirkus mit den Worten eröffnet:
„Wir haben gemerkt, dass vermeintlich witzige, wortverspielte Titel nicht zu unserem Anspruch eines sachlich-konstruktiven Dialogs passen. Anfangs haben wir uns totgefreut, wenn wir einen super­witzigen Titel gefunden hatten. Nur: Außer uns hat den niemand verstanden, geschweige denn drüber gelacht. Deshalb benennen wir lieber nüchtern und präzise,welche Frage wir klären wollen.“
So, so. Und warum grinsen Madame dann in Ihrer wöchentlichen Lall- und Quallrunde nach jedem Satz immer so penetrant und als ob?
Nee, halt, sagen se nix. Ich sag‘s Ihnen schon: Weil Sie von Ihrem heillosen Hang zu superwitzigen Wortverspielungen oder auch wortverspiel­ten Superwitzen selbst in diesem Ihrem Beitrag einfach nicht lassen können:
„Anspruch eines sachlich-konstruktiven Dialogs“!
Also wirklich. Selten so gelacht. Um nicht zu sagen „totgelacht“.
21.6.20
Tschüssi!
Habe mir erlaubt, mich bis zum 1. Juli in die verschärfte Info-Quarantäne zu schicken.