Das Tagebuch

22.5.22
Und wissen se, was ich so vorhabe?
Urlaub! Am 7. Juni bin ich abba wieder da.
21.5.22
Was machen mit Schröder?
Ach ja, das alte, leidige Thema: Was machen mit Schröder?
Einige in der SPD woll‘n ihn aus der Partei rausschmeißen, andere woll‘n ihn lieber nach Nordkorea abschieben.
Die CDU sagt: „Lasst ihn doch in Ruhe. So nachhaltig, wie der die SPD kaputtmacht, schaffen wir das nicht mal ansatzweise!“.
Die FDP sagt: „Wir wissen gar nicht, was ihr alle gegen den Mann habt! Wir wären gerne wie Schröder!"
Die Grünen sagen: „Die SPD war mal eine große, wichtige Partei im Verein mit der großen, wichtigen Arbeiterklasse, die es auch nicht mehr gibt. Heute sind wir die große, wichtige Partei mit einer gros­sen, wichti­gen Sozialarbeiterklasse.“
Und die Linken sagen – und dafür kann man sie nachts aus ihrem Koma-Bett holen: „Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!“
Mir allerdings scheint dieser Gernegroß aus den berühmten klei­nen Verhältnissen einfach nur ein wenig überbewertet zu sein. Ich würde eher sagen:
„Holt dem mal ne Flasche Bier!“
20.5.22
Was ist denn sonst noch so los?
Heute ist „Internationaler Weltbienentag“.
Na, bei dem Wetter werden wohl nicht so viele kommen.
19.5.22
War es früher wirklich besser,
als es noch Maikäfer gab?“
(Gerd Köster)
Drei irre Innovationen allein in dieser Woche:
Finnland und Schweden wollen in die Nato. (!)
Erdogan (der schon wieder!) legt dagegen sein Veto ein. (?)
Und Afrika schickt uns aus seiner umtriebigen Welt des Virus ne haarige neue Variante: die Affenpocken. (Affenpocken - Wat'n Wort!?!)
Um noch mal auf den Maikäfer zurückzukommen: War aber doch eigentlich immer recht amüsant, wenn die sich bei Dämmerung in unsern langen Haaren was verkrabbelt hatten! Oder?
Zwei kleine Hoffnungen bleiben uns jedoch: Putin macht‘s nich mehr lang und was Erdogan angeht, müssen wir halt ‘n bisschen warten, bis Bayer Pillen gegen Dämlichkeit auf den Markt bringt. (Kann dauern.)
18.5.22
Kampf dem VIP- und Katastrophentourismus!
Ausgerechnet, also wirklich, ausgerechnet Friedrich Merz meinte sich über unseren Kanzler mokieren zu müssen, weil der es abge­lehnt hatte, publikumswirksam wie er selber in Kiew seine innige Liebe zum ukrainischen Volk via praesentia zu zeigen, all den U­krainern und Ukrainerinnen, den Opfern und Kämpfern, den muti­gen Solda­ten und patriotischen Müttern, Kindern, Invaliden und Fremdenlegionären aus aller Herren Länder und was es da alles gibt, usw.usw. Und der Merz war ja nicht der einzige.
Da sah der Olaf seine Chance, endlich seinem egomanen Polit­kol­legen nachhaltig einen zu verkoffern und verkündete folgende Botschaft:
„Ich werde mich nicht einreihen in eine Gruppe von Leuten, die für ein kurzes Rein-und-Raus mit einem Fototermin was machen, son­dern wenn, dann geht es immer um ganz konkrete Dinge und die müssen so weit sein, die müssen vorbereitet sein.“
Mit anderen Worten: Nix Fotos mit Olaf drauf knipsen, Olaf keine Zeit für Kinkerlitzchen überflüssige, billige, Olaf immer besser zu­hause bleiben, Olaf arbeiten müssen.
Um den Kanzler in dieser seiner soliden humanistischen Grund­überzeugung ein für alle mal kräftig unter die Arme zu greifen, veröffentlichte die Berliner „taz“ heute auf ihrer Titelseite bei­spielhaft 6 interessante, allseits bekannte Olaf-Fotos: Olaf mit Präsident D.Trump und Gemahlin, Olaf mit Prinz Harry und Herzogin Meghan, Olaf auf Besuch in der „taz“-Redaktion, Olaf mit den Sternsingern und Olaf mit Udo. Mit Udo Lindenberg. 6 "konkrete" Fotos quasi zum Thema „Solidarisch leben in der Katastrophe“.
Ich werde mich nicht einreihen ... ja ja ja!
Wie dämlich darf man als Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland eigentlich sein?
17.5.22
Kurze NRW-Wahlnachlese
Kurz, weil‘s nix zum lesen gab: Von allen Beteiligten wie immer nur derselbe Käu, wie immer peinlich, wie immer, wie zu erwarten war, von einander ununterscheidbar und diesmal selbst für unsereins allein zum Zitieren einfach nur zu dämlich.
Nichtsdestotrotz: Eine irre „After-election-Idee“ schaffte es den­noch bis hier ins „Kritische Tagebuch". Und diese gradezu ein­malige „After-election-Idee“ hatte ausgerechnet unser Bundesfi­nanz­theo­loge Christian Lindner von der großen Verlierer-Partei Effeddpeeh, der da vor laufender Kamera sprach:
„Für uns beginnt nun eine Phase der Reflexion.“
Doch kaum war das rote Lämpchen aus, fügte er hinzu:
„Lassen se sich nicht verkackeiern! Dat is auch nur so ne hohle Phrase. Von mir.“
16.5.22
Vorläufiges amtliches Endergebnis NRW
CDU 35,7%
SPD 26,7%
Grüne 18,2%
FDP 5,9%
Linke 2,1%
AfD 5,4%
und sonstige 6,1

Da habter euch ja mal wieder ne schöne Scheisse zusammen­gewählt!
Wat 'n Horror! Die nächsten Jahre also Schwarz-Grün in NRW. Klasse! Dafür hab ich mich in Brokdorf e.a. aber nicht von den Bullen verprügeln lassen!
15.5.22
„Das Wort zum Sonntag“
Es spricht nun zu Ihnen der Bundesfinanztheologe und Fachmann für Volksverarschung und Steuersenkungslitaneien Christian Lindner:
„Wir haben eine Chance, aus diesen Krisen gestärkt hervorzugehen. Es gibt Chancen für neuen Wohlstand und neue soziale Sicherheit, wenn wir uns verändern.“
Oooh! Haltet ein, Herr Lindner, so haltet doch ein! Und beantwor­ten Sie uns nur noch die eine Frage: Was zum Teufel soll denn das jetzt schon wieder sein, dieser „neue Wohlstand?“ Und was diese „neue soziale Sicherheit?“
14.5.22
Dass ich das noch erleben durfte!
Die Presse berichtet übereinstimmend:
„Scholz telefoniert wieder mit Putin“