Das Tagebuch

23.8.19
Wär' es schade um …
...die SPD?
Denn so isse und nicht anders
Der Olaf, der amtierende Vize-Olaf ist ein ganz ein netter. Nehm ich jedenfalls mal an. Und obendrein ein stinknormaler Sozialdemokrat und starker Meinungsmann. und als solcher meinte er dieser Tage zum Beispiel:
„Ich finde es keine gute Idee, wenn Banken Strafzinsen erheben für Guthaben auf Girokonten oder Tagesgeldkonten. Am besten wäre es, wenn die Banken das einfach lassen.“
So jetzt könnte man natürlich sagen: Mensch Olaf, gib ma' Gummi! Hau ma' bisschen aufe Kacke! Auf in den Kampf! AN die Wurzel! Sei ein stück weit Radikaler! Mach ma' hinne, Alter!
Aber der Sozialdemokrat Olaf tut so was nicht. Weil er weiß, dass der Schwanz nicht mit dem Hund wackeln kann.
So , und jetzt zurück zur eEingangsfrage....usgan
22.8.19
Ohne rot zu werden
Die 'Süddeutsche' schröbt:
„Justizministerin kündigt härtere Strafen für Konzerne an“
Du lieber Himmel! Nee, nee, nee! Wen soll das denn interessieren, du, Süddeutsche du? Wär' es momentan nicht vielleicht besser, noch n Artikel über die Greta … ich mein', damit das Thema Umwelt nich …
Pardon, mir kommt grad die Kotze hoch.
21.8.19
Die Platte läuft immer noch
Das reicht auch zur Zeit.
Den Rest besorgt ja Greta Thunberg.
20.8.19
Warum sein Resthirn zermartern ...
… wenn's zum Thema schon längst einen guten Text gibt?
Danny Dziuk schenkte der Welt 1996 die Platte „Kairomond“, auf der das folgende etwas aus der Rolle fallende Rockstückchen zu hören ist. Hier der Text (wobei die ganze Klasse des Liedes, wie es sich bei Liedern so gehört, eben auch nur über die Ohren in den Kopf geht). Biddeschön, zwo-drei-viertelvorvier:

bei meinem Indonesen
neulich saß ich wieder mal allein bei meinem Indonesen
da kann man billig essen & dazu auch noch was lesen
ich drehte mir grad eine, als ein netter junger Mann
mich fragt, ob er den Stuhl an meinem Tisch noch haben kann
„bedien er sich“ so sprach ich, da griff er sich das Teil
& setzte sich, sein Kumpel vorne wartete derweil

es dauerte nicht lang, da war sein Freund nicht mehr allein
die Tür ging auf, da draußen muss ein Nest gewesen sein
auf einmal gab es nämlich junge Leute überall
der Run auf meinen Tisch war jetzt schon eher ein Überfall
man rückte um mich rum, auch ohne groß zu fragen,
denn leider war der Tisch der einzig leere in dem Laden

ich bin nun mal eher schüchtern, halt mich gern zurück
besonders, wenn so viele & im selben Augenblick
so munter durcheinander, so wie es diese Runde tat
sich gegenseitig austauschen wie Hühner im Salat
das saß ich also nun, mein Curry war bestellt
und neben mir ging’s gerade um den Zustand dieser Welt

„besonders in Australien zum Beispiel“ sagte einer
„da wird die Chance gegen das Ozonloch immer kleiner
doch das ist nur der Anfang, das Bröckeln im Beton
es ist bereits so weit, das keiner mehr es stoppen kann
die Pole werden schmelzen, die Meere überfließen
Hamburg wird Meeresboden sein, das ist bereits erwiesen

ganz zu schweigen vom Himalaya, da fällt der schwarze Schnee
& nicht nur Reinhold Messner fischte Öl aus seinem Tee
das wird bald wieder brennen, da unten im Irak
& auch in Jugoslawien wird’s schlimmer jeden Tag
im Osten zählt der Glaube, im Westen nur das Geld
& warum bringt man überhaupt noch Kinder auf die Welt

als wär das nicht genug, ja, es ging vielleicht noch schneller
und irgendso´n Ayatolla hat die Bombe schon im Keller
blieb eigentlich nur zu wünschen, am Tage, wenn sie fällt
so nah wie möglich dran zu sein, und ab aus dieser Welt
ich denk, die Bibel weiß, wovon sie spricht, wenn hier auf Erden
die Lebenden die Toten noch beneiden werden.”

ich dachte mir so meinen Teil, der Junge hatte Recht
der Blick war unbestechlich, die Fakten waren echt
ich dachte an mein Leben & wie ich bereits bezahlt
& was der vielleicht noch vor sich hatte, bis es denn knallt
denn eigentlich war das alles auch so schon hart genug
vor allem, wenn man quasi Secondhand-Klamotten trug

in dieser Art ging’s weiter, so weiter & so fort
& außerdem kam auch ne Menge andres noch zu Wort
all dieses zu erwähnen, wär hier jedoch zuviel
daher eine Bemerkung noch, die gegen Ende fiel
´s ging irgendwie um Urlaub & wohin denn jeder fährt
& im Sommer sei in Mexico `n Riesenrockkonzert

da könnt man sich doch treffen & von dort aus weiterziehn
der erste Vorschlag war „warum nicht Columbien
da haben meine Eltern ne obergeile Farm
ich kann mir kaum vorstellen, dass die was dagegen haben“
„das trifft sich aber gut“ sagt ein anderer, „meine Oma
bezahlt mir grad um diese Zeit ein halbes Jahr Jamaica“

„ich glaub“ sagte ein dritter, „ich bleib diesen Sommer hier
wir ha’m da noch so’n Haus in der Toscana, das steht leer“
nun gönn ich eigentlich jedem die Butter auf dem Brot
da fing jemand `n Vortrag an zum Thema Wohnungsnot
um diese Zeit in etwa bezahlte ich & ging
& dachte, vielleicht ist ja alles doch gar nicht so schlimm


Von wegen Greta Thunberg.
19.8.19
Kurz zum Großen Zapfenstreich für vdL
So wie schon vor längerer Zeit bei Merkel muss ich nun tatsächlich ehrlicherweise auch bei unserer karrieregeilen Truppen-Trulla Ab­bitte, ja, Abitte leisten. Zumindest was ihre effektiven, unbestrittenen Leistungen in Sachen Abschaffung der Bundeswehr betreffen.
Rund um die Uhr, jahrein, jahraus hat sie sich geopfert für das Va… nee ihre Karriere, hat sich den Popo aufgerissen, hat wie besessen gerödelt und gedödelt, bis sie einen bisher unbekannten Riesen­haufen an sog. Pleiten, Pech und Pannen beisammen hatte:
Interessante Übergriffe und Schindereien unter Kameraden ohne Ende, unbemerkt entstandene straff organisierte Fortbildungszen­tren für Nazifressen aller Art, radikale Sparmaßnahmen bei Wartung und Pflege der hauseigenen Mordmaschinen, völlig unkontrollierte, überbezahlte Mordmaschinenberater, unbrauchbare Totschieß- bzw. um die Ecke-Schießgewehre in Massen, alle Marder, Tiger, Leos und watweißich mit kleinen Fehlern und zum Beispiel – ich glaube -sämt­liche Hubschchrappschrapps zur Zeit wegenweil am Boden, dafür aber Kasernen-Kitas und 1A-Modelfotos von unserer Supertruppen-Trulla vdL mit ihrer Helmfrisur aus Stahlbeton überall vom Arsch der Welt.(Die Liste hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit.)
Als alter, altgedienter, antimilitaristischer Angsthase & Kriegsdienst­verweigerer zieh ich alle meine Hüte + und sage: „Danke, Uschi, danke! Das nenn ich 'Praktizierter Pazifismus'. Andere aber sagen 'Bedingt abwehr­bereit'. Oder Ticket nach Brüssel:
„Ich werde nun mit aller Kraft für Europa kämpfen. Für seine Werte Frieden, Menschenrechte, starke Demokratien und einen gesunden Planeten.“
Ja, vor allem einen gesunden Planeten.
Man darf gespannt sein. Wie das MG36.
18.8.19
Hochzeit in Afghanistan
Dpa meldet:
„Mehr als 60 Tote bei Anschlag auf Hochzeit in Kabul“
17.8.19
Wer nix wird, wird ...
... ja vielleicht Sommerlochstopfer beim Kölner Stadtanzeiger.
Kölner Stadtanzeiger, Wochenendausgabe, 1. Seite, Aufmacher mit Bild:
„'In Köln war mir zu viel Krieg und Streit'
Die Moderatorin und Schriftstellerin Charlotte Roche über aggressive Auto- und Radfahrer, ihren Umzug an den Stadtrand und ihr Liebes­leben
Seite 26/27“
Und soll ich Ihnen mal was sagen, Herr&Frau Kölner Stadtanzeiger? Es interessiert mich einen Scheißdreck!
(Siehe auch meine Rezension hier auf der Website unter „Best of Bestsellerfressen“:
„Kommt 'ne Frau beim Arzt“ über „Feuchtgebiete“ von Charlotte Roche)
16.8.19
Was macht eigentlich …
Greta Thunberg?
Gute Frage?
Ja, gute Frage.
15.8.19
Die 5-Minuten-Andacht -
heute: Mariä Himmelfahrt
Is' ja immer noch Sommerloch. Außerdem quasi überall Ferienzeit. Machen wa also flotti mal einen auf halblang, lassen die Seele baumeln oder wie das heißt (wenn man denn eine hat) und für 'n Augenblick die Zukunft Zukunft sein. Nutzen wir doch die herrliche Ruhe zur Entspannung im Hier & Jetzt, atmen tief durch, tief durch­atmen! hab' ich gesagt! Soooo, und werfen kurzentschlossen einen Blick auf den Müllhaufen der Geschichte …
Was feiern wa denn heute so? 15. August, hm?
Richtig, (muss man erst mal nachgucken).
Ah ja, da hammas: Mariä Himmelfahrt!
Mariä Himmelfahrt. Wat soll dat denn?! Das Fest Mariä Himmelfahrt (Für die Volksschüler: Das ä ist der lateinische Genitiv) soll uns daran erinnern, dass die Mutter Gottes, nachdem sie ihren Sohne­mann auf bis dato unerklärliche Weise … is auch egal und später dann irgendwann das Zeitliche gesegnet hatte, als erste mit Haut & Haaren wohl in den Himmel verduftet - andere sagen: aufgefahren - sein soll.
Na, wie auch immer. Jedenfalls ist seit dem 6. Jahrhundert urbietorbi Feiertag. Is doch auch schön. Und weil das eine so schöne unglaub­liche Geschichte ist, hat Papst Pius XII. die Nummer mit der Himmel­fahrt im Jahre 1950 zum Dogma erklärt, Pius XII., der kranke Kom­munistenfresser und Deutschlandfan(antiker), Hitler-Hinterherrenner und einfühlsamster Holo­caust-Verschweiger vor dem Herrn. Bleibt vielleicht nachzutragen: Für seine Seligsprechung, von Bruder Ratze Benedikt XVI. mit Karacho, dem Heiligen, in die Wege geleitet, aber „braucht es noch“, wie selbst Wikipedia erklärt, „den Nachweis einer Wunderheilung.“
Und ich finde, wenn ich meinen unchristlichen Senf noch dazugeben dürfte: Noch 'n Wunder is nu wirklich nich nötig. Mit dem wunder­samen Verschwinden hunderter deutscher Wehrmachts- und SS-Kriegsverbrecher über die vatikanische Rattenlinie hat der selige Papa sich die katholische Goldmedaille doch schon längst selber um den Hals gehängt.
AMEN.