Das Tagebuch

20.10.19
Aber der Brexit ….
Neinneinnein und Scheisse noch mal!
Ich kann's auch nicht mehr LESEN!
19.10.19
Brexit
Neinneinnein! Ich kann es nicht mehr hören!
18.10.19
Neues aus außer- + überirdischen Parallelgesellschaften -
heute: Polen
Die alleinerigierende PIS-Partei „Recht und Gerechtigkeit“, die so ist, wie der Name vermuten läßt, hat das dringende Bedürfnis, den Sex­ualkundeunterricht an Schulen zackig auf Vordermann zu bringen. Initiiert und vorformuliert wurde die geplante Rechtsänderung durch ein Bündnis von Abtrei­bungsgegnern, das sich den "Schutz von Kin­dern und Jugendlichen vor sexueller Verdorbenheit" auf die Fahnen geschrieben hat. Der Gesetzentwurf sieht u.a. drei Jahre Haft vor für Lehrerinnen und Lehrer, die dann trotzdem noch Sexualkundeunter­richt anbieten.

Anmerk. d. Redaktion:
Polen gehört nicht nur schon seit geraumer Zeit zu den von mir so genannten außer- und überirdischen Parallelgesellschaften, sondern war schon mehrmals sogar ständiges Vollmitglied in diesen erlauch­ten Kreisen. Und wird diese Sexnummer dergestalt mit Erfolg durch die Gremien gepriestert, wird Polen endgültig aufsteigen in die etwas andere EU, in die Ewigen Unterirdischen.
Allerdings, wie man hört, ist Polen noch nicht verloren.
Sagt man so.
17.10.19
Endlich, endlich tun die mal was
Die Überschrift von t-online lautet:
„Bundesfamilienministerin Franziska Giffey verlangt Gesetz gegen Extremismus“
Toll, Superidee! Da werden sich die Extremisten aber umgucken und sagen: „Au weia! Dürfen wir dann bald gar nix Extremistisches mehr tun? Kriegen wir dann ne Strafe aufgebrummt?“
Ja, das wird wohl – nach allem, was man sich so denken kann - so wahrscheinlich auch kommen. Egal. T-online schreibt weiter:
„Nach dem Terror von Halle hat Bundesfamilienministerin Franziska Giffey ein Anti-Extremismus-Gesetz gefordert“, und zitiert die Bun­desfamilienministerin Franziska Giffey mit den Worten:
„Es gab Chemnitz. Es gab den Mord an Walter Lübke. Und jetzt ein weiteres katastrophales Ereignis. Halle muss der allerletzte Weckruf gewesen sein. Wir können nicht länger abwarten."
Is ja interessant! Jetzt sind also gezielte Ermordungen, wahl­lose Er­schießungen und versuchte Massaker aus der Sicht einer sozialde­mokratischen Familienministerin keine Verbrechen mehr, sondern nur noch „Weckrufe“! Is ja allerhand! Wer soll denn da geweckt wer­den? Die Hunde? Die Mörder? Dorn­röschen? Das Volk? Dies Volk? Und vor allem: Wenn die, die da geweckt werden sollen, zur Zeit ja wohl nicht mal schlafen, sondern – wie Frau Giffey auch noch meint – nur „abwarten“, also irgendwie wohl in irgendeinem Warte-Modus verweilen oder was?…
Also, ich weiß nicht, ich komm da nich mehr mit.
Ich denke nur: Auf diese Frau könnte die SPD jedenfalls auch gut und gerne verzichten.
16.10.19
Nazis in Döbeln
Vorbemerkung:
Zwei Sachen. Es geht um die Dorfgemeinschaft namens Döbeln im sächsischen Sachsenlande und um einen zusammengedöbelten Artikel von der Mandy vonne B.Z.. Und weil mir da einfach zu viele Zwischenkommentare eingefallen wären und diese den schönen Text von der Mandy kaputt gemacht hätten und ich auch noch an­deres vorhatte, hab ich mich mit meinen Bemerkungen zurückgehal­ten und stattdessen an den möglichen Stellen nur eine Klammer mit Aus­rufezeichen postiert. Im Folgenden also nun der komplette Artikel von der Mandy aus der B.Z. mit diversen (!). Biddeschön:

„Sie ziehen (!)uniformiert durch die Straßen, verteilen Geschenke (!) an Schulkinder, patrouillieren (!) in Kleingärten und nennen sich großspurig (!) 'Auge und Ohr der Polizei'.
Von Mandy Kynast
Doch hinter der selbsternannten (!) Bürgerwehr 'Schutzzone' stecken straff organisierte Rechtsextreme – die jetzt sogar (!) Jagd auf Ausländer machten. Die Polizei stoppte (!) am Dienstagabend gegen 20.30 Uhr in Döbeln drei Männer, die in roten Westen durch die Stadt patrouillierten. Nach eigener Aussage (!) hatte das Trio (!) gerade 'nach Cannabis riechende Ausländer verjagt'! Bereits am Abend zuvor hatten die Beamten vier Mitglieder der Bürgerwehr „auf Streife“ am Obermarkt erwischt (!). Die Polizei ordnet die Gruppie­rung eindeutig (!) der Neonazi-Szene zu. 'Diese Aktivitäten der offenkundig (!) rechtsextremen Personen befremden (!) mich', erklärt Polizeipräsidentin Sonja Penzel. 'Gerade weil sie vorgeben, als Streetworker Sozialarbeit zu betreiben.' (Der ganze Satz). Und den Eindruck erwecken (!), mit der Polizei zusammenzuarbeiten.
Mehrere Abende waren die Rechtsextremen in ihren 'Schutzzone'-Westen bereits durch die mittelsächsische Stadt marschiert, brüsteten (!) sich zuletzt als 'Schulwegwache'. Dabei hatten sie Eltern und deren Kindern in die Schule begleitet (Der ganze Satz), Taschenalarm-Geräte als Geschenke verteilt.
'In Döbeln waren unsere Leute mit einem gezielten Spaziergang unterwegs, um unsere Heimat präventiv (!) etwas sicherer zu machen', heißt es bei Facebook. 'Diesmal führte uns der Weg Richtung Asylbewerberheim, vorbei am Polizeirevier.'.
Wer wirklich (!) hinter der 'Schutzzone' steckt, verrät ein Blick ins Impressum der Internetseite: Es ist die Neonazi-Partei NPD.
Polizeichefin Penzel will nun 'alle rechtlichen Möglichkeiten konsequent ausschöpfen', um das Treiben (!) der Neonazi-Bürgerwehr zu unterbinden. Wer die 'Schutzzonen-Streife' sieht, soll sich umgehend bei der Polizei melden(!).“

Nachbemerkung:
Okay, ich geb zu: War jetzt nicht besonders witzig.
Aber in Döbeln hat ja auch keiner gelacht.
15.10.19
Man könnte es Erpressung nennen ...
Der SPIEGEL schreibt:
„Erdogan droht EU mit Grenzöffnung für syrische Flüchtlinge -
EU-Staaten kritisieren die türkische Offensive in Nordsyrien. Staatschef Erdogan reagiert mit einer Drohung: Sollte Europa den Einsatz Invasion nennen, werde er die Türen für Millionen Flücht­linge öffnen.“
Nein, man könnte nicht, man müsste es Erpressung nennen, wenn … wenn man sich als Europäer die schmierige Denkungsart dieses türkischen Staatsoberarschlochs zu eigen machte; wenn man sich auf das bewährte primitive Niveau dieses feinen ... Herren (hier bitte die schönste Verbalinjurie einsetzen, die Sie parat haben) begäb; und wenn jeder Dorfidiot davon ausgehen kann, dass man auch als Ver­teidiger der europäischen Aufklärung und einer mög­lichst huma­nen Politik, als den Sie sich in diesen Tagen doch gerne mal gerie­ren, in höchster Not bzw. 'alternativlos' noch seinen kümmerlichen Rest­bestand an Menschlichkeit den Ersaufenden im 'mare mons­trum' hinterher werfen würde, Frau Merkel. Oder etwa nich'? Und mit einem Nein könnten Sie sich sogar noch irgendwo irgendeine kleine Ehrenwürde abholen!
Weil Sie jedoch bisher – mit Ausnahme Ihrer einsamen Entschei­dung zur Maueröffnung anno 2015 – bei wahrlich jedem Dreck vorneweg mitmarschiert sind, wär so ne Ehrenwürde aber vielleicht doch ein Nüm­merchen zu viel des Guten. Oder anders ausgedrückt: simpel nur geschmack­los.
Apropos: Mir is et zwar grundsätzlich völlig wuppdich, welche Pfeife Ihren Verein künftig zusammenpfeift, aber wenn dieser sauerländi­sche Flötenfritze Merz doch noch den Kanzler gibt, sage ich "Good­bye, Deutschland" und ziehe nach Ouagadougou. Oder grabe mich durch die Erde bis ans andere Ende der Welt.
14.10.19
Der Knallfrosch der Woche
heute: Hubert Aiwanger
Gut, dass es die 'n-tv-Nachrichten' gibt. Sonst hätten wir auch in diesem Fall wieder mal den Schuss nicht gehört:
„Der bayerische Vizeministerpräsident Hubert Aiwanger hat sich auf einer öffentlichen Veranstaltung in Neuburg an der Donau für die Selbstbewaffnung von Bürgern ausgesprochen.
'Ich bin überzeugt, Bayern und Deutschland wären sicherer, wenn jeder anständige Mann und jede anständige Frau ein Messer in der Tasche haben dürfte und wir würden die Schwerkriminellen ein­sperren. Das wäre der richtige Weg', sagte Aiwanger bei den Inter­nationalen Jagd- und Schützentagen.“
Dass der gute Hubi geistig nicht ganz kontinent ist, ist da unten allgemein bekannt und nicht der Rede wert, weil das grade bei den immerfeuchten freien Wählern fraglos Teil ihrer identitären Grund­ausrüstung ist (wenn nicht sogar bei allen Biobayern), seit sie von den Bäumen hopsten. Mit dem heutigen Tag und seinem Vorschlag zu einer anständigen Volkbewaffnung aber hat der Aiwanger-Hubi sich noch eine allgemeinge­fährliche, heillose Vollmeise oben­drein eingehandelt.
Wir werden wohl aufpassen müssen. Wir bleiben dran.
13.10.19
Durchs wilde Kurdistan
Mit der Unterstützung Kara Ben Nemsis und seiner Reisegefährten Hadschi Halef Omar, David Lindsay und Mohammed Emin besiegen die Jesiden die Türken. Auf der Weiterreise bekommt Kara in einem kurdischen Dorf als Gastgeschenk den Hund Dojan. In Amedive, der türkischen Festung, in der Amad el Ghandur eingesperrt ist, können sie diesen entführen und fliehen mit ihm in den Norden nach Kur­distan. Dort bestehen sie einige Abenteuer mit feindlichen Kurden und Nestorianern. Mit Hilfe der geheimnisvollen Marah Durimeh stiften sie Frieden zwischen den verfeindeten Stämmen. Marah Durimeh schenkt Kara ein Amulett, das ihn beschützen soll und später wertvolle Dienste leistet. Schreibt Wikipedia.

(Eigentlich sollte es hier um Trump, Erdogan, Putin, Assad und Europa geh'n. Hab mich wohl in dieser Wüstenei a little bit verlaufen. In Kürze - wenn mir was einfällt - tipp ich noch n paar sinngebende Erläuterungen dazwischen.)

Was ich damit sagen wollte:
Kommt mir irgendwie bekannt vor. Als bekennender Apatschen-, Sioux- und Komantschenfreund ging mir diese ganze Ge­gend dort inkl. ihrer Kameltreiber schon vor 50 Jahren generalstabmäßig aufn Sack inkl. Eier. Und da hat sich bis heute auch nix dran geändert. Unabhängig davon, dass unser schönes Europa an der abenteuer­lichen Vertrottelung der arabischen Welt nicht ganz unschuldig ist (wenn nicht sogar primär), können die mir mit ihrem Leben nach den 3 heiligen Prinzipien „Willst du nicht mein Bruder sein, so schlag ich dir den Schädel ein“, „Er ist zwar ein Huren­sohn, aber er ist unser Hurensohn“ und 3. „Den Rest gibt uns Allah im Jenseits“ alle mal im Mondschein begegnen und heute noch wegen mir frohgemut die Reise in ihre hochverehrte Dschehenna antreten.
P.s.:
Und so gesehen: In einer kurdischen Familie wollte ich jetzt auch nicht unbedingt aufgewachsen sein.