Das Tagebuch

28.2.21
Was macht eigentlich …
Friedrich Merz?
(Das war aus unserer Reihe „Die lustigste Frage der Woche“!)
27.2.21
Apropos hohle Nuss
Was eine Nuss ist, zumal eine hohle, weiß ja jedes Kind. Aber was ist ein Nüßlein? Zumal ein hohles Nüßlein? Wer weiß denn so was? Nun, bisher gibt es nur Vermutungen von Seiten der Staatsanwalt­schaft. Und entsprechend ihres öffentlichen Auftrags berichtet die ‚Tagesschau‘:
„Unionsfraktionsvize Georg Nüßlein (51) ist Diplom-Kaufmann, Ge­schäfts­führer der Wirtschaftsberatungs-Firma Tectum Holding und soll für eine von ihm eingefädelte Corona-Masken-Lieferung 650.000 Euro Provision am Finanzamt vorbei kassiert haben. Der CSU-Politi­ker bestreitet dies - und lässt sein Amt ruhen.“
So weit ‚Wissen hoch 2‘ in der ‚Tagesschau‘. Damit dürfte zumin­dest klar geworden sein, was ein Nüßlein ist. Ob das Nüßlein aber auch hohl ist, wird wohl erst die Zukunft zeigen.
26.2.21
Und bevor der Hahn dreimal kräht ...
Drei Tage und drei Nächte hatten se sich ihre gesalbten Runkelrüben weich gequatscht und leer gelabert, während gleichzeitig gif­tigem Nebel gleich, welcher nach dem Urknall schwer über allen Wassern schwebte, auf den Häuptern der deutschen Bischöfe bedrückend ohne Unterlaß der sog. „Schatten von Köln“ lastete, diese dummen Kin­dergeschichten von Anno Pief. Infamste Anschuldigun­gen der aber wirklich infamsten Art geisterten drei Tage lang dort stumm durch den virtuellen Raum der katholischen Teleshow. Doch so sehr die hohen Herren jeder für sich ihre hohle Nuss auch marter­ten, so tief sie auch in sich gingen, so achselzuckend kamen sie alle sprach­los wieder raus: Keiner konnte sich an einen Anno Pief erinnern oder war ihm jemals nachweislich begegnet.
Und so begab es sich, dass ein teilnehmender Gottesmann, der sei­nen werten Namen um des Himmels Willen jedoch nicht preisgeben wollte, gegenüber dem ‚Kölner Stadtanzeiger‘ offen eingestand, dass „Woelkis Agieren in der Bischofskonferenz mit keinem Wort ange­sprochen worden war.“ Und wie um letzte Unklarheiten, sprich an den Sackhaaren herbeigezogenen Hoffnungen von vornherein zu besei­tigen, erklärte noch vor der großen Sitzung der liberale Vorsit­zer der heiligen Horde, der große Dr. Georg Bätzing:
„Die Annahme, dass wir über den Rücktritt von Kardinal Woelki sprechen, ist ein verkehrtes Erwartungsmanagement.“
Ein verkehrtes Erwartungsmanagement … hm. Gut, und da stellen wir uns mal ganz doof und fragen:
Itdatdenn, Onkel Bätzing?
25.2.21
Wie man sich doch vertun kann!
Ich hatte gedacht, mit seinem Abgang sei Trump Geschichte. Aber jetzt teilte Yogananda Pittman, die kommissarische Chefin der für das Parlament zuständigen Polizei, am Donnerstag mit:
„Die Good Guys“ (Trumps bewährte Sturmabteilung) „haben ihren Wunsch geäußert, dass sie das Kapitol in die Luft jagen und so viele (Kongress-)Mitglieder wie möglich umbringen wollen.“
Tja, meine Damen und Herren, so kann man sich vertun.
Es bleibt spannend. Und wir bleiben auf jeden Fall dran.
24.2.21
Und von Corona …
… und seinen Mutanten und Onkeln möchte ich auch nichts mehr …
als dass sie sich verpissen. Danke
23.2.21
Opus Dei und Woelkis Beitrag
Moment! Halt! Stop! Bevor Sie direkt wieder wegzappen!
Es tut mir ja auch leid, aber wenn man hier praktisch ganz allein im heiligen, nee, hilligen, pardon, scheinhilligen Kölle sein trostloses Dasein fristet, in diesem allzeit lustigen, weltoffenen, erzliberalen , warmherzigen, sensiblen – wat hammer sonst noch? - ja, durch und durch freundschaftlich verkumpelt & verlogenen, katholisch-krimi­nellen Kapellenkaff …
Nee. Fangen wir anders an:
Ich weiß, dass Sie, werte Leser usw., den Namen nicht mehr hören können und schon gar nicht lesen wollen. Aber springen Sie bitte noch ein einziges Mal, ein allerletztes Mal über Ihren Schatten, zeigen Sie Herz und Mitgefühl, machen Sie von mir aus auch einen auf tibetanischen Oberlama, überwinden Sie für einen kurzen Au­genblick Ihren vorurteilsbeladenen Schweinehund und nehmen Sie Abstand von allzu ver­ständlicher Rachsucht, Sinnen auf barbarische Vergeltung und Schwelgen in maßlosen Ohrfeigenphantasien oder auch Wünschen nach Züchtigung mittels mittelalterlichen Strafen wie wöchentlicher Kasteiungen mit einer 5-schwänzigen Handgeißel aus verknoteten Seilen und – dem zwei Stunden dauernden, tägli­chen (außer an Sonn- und Feiertagen) Um­legen eines schmerzhaften Bußgürtels.
Denn damit, v.a. aber mit der Handgeißel- und der Büssergürtel-Nummer können se bei Woelki gar nichts erreichen – das macht der nämlich als strammes Mitglied vom Opus Dei schon seit Jahren alles selber.
Freiwillig.
P.s.:
Aus den Statuten des heiligen Erfinders vom Opus Dei, des herzens­guten Papa Josemaría Escrivá de Balaguer y Albás, im Jahre 2002 von Johannes-Paul II. heiliggesprochen:
„Die Ebene der Heiligkeit, die der Herr von uns wünscht, ist durch diese drei Punkte bestimmt: heilige Unnachgiebigkeit, heiliger Zwang und heilige Unverschämtheit.“
Jetzt wissen se auch, warum unser Kölner Komiker nicht eine Latte mehr am Zaun und keine Tasse mehr im Tabernakel hat. Und bei dem weder Hopfen noch Malz noch sonst irgendwas zu holen ist. Geschweige denn einen halb­wegs nachvollziehbaren Gedanken von dieser Welt.
22.2.21
Und so geht‘s weiter
Der berühmte Rechtsextremismus-Forscher und Christdemokrat Bernhard Vogel (88) im ‚Spiegel‘-Interview:
„Die AfD ist ohne Frage eine rechtsradikale, nationalistische Partei, aber ihre Wähler sind nicht alle kleine Nazis, sondern zum größeren Teil Menschen, die aus Verdrossenheit, Zukunftsangst oder anderen Gründen für die AfD votieren.“ (Ja, oder weil se Zahnschmerzen haben oder fiese Pickel, die nicht weggehen. Egal.)
Jetzt hätte der 'Spiegel‘ ja schön nachfragen können: „Aber warum wählen die dann zielgenau und treffsicher immer rechtsradikale Nationa­listen?“
(Hat er aber nicht.
Wahrscheinlich war nicht genug Zeit.)
21.2.21
Kitsch as Kitsch can
Die deutsche Presse jubiliert, nicht gleichgeschaltet, doch unisono, in die Welt hinaus:
„Deutschland feiert 1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland.“
Pardon, aber irgendetwas dünkt mich an dem Satz nicht ganz echt. Ich glaub, es sind so ungefähr 5 Sachen:
- ad1) Was ist denn „jüdisches Leben“? Geht‘s nicht noch verdrucks­ter? Was soll das sein, "jüdisches Leben"? Gibt‘s denn auch „katholi­sches Leben“? Oder „evangelisches“? Oder gar - bei Gott! - „musli­misches“? Ich kenn nur „tierisches“! Yo! und da simma auch schon dem Täter auf der Spur.
- ad2) Was heißt denn hier „Deutschland“ feiert usw? Ganz Deutsch­land? Halb Deutschland? Wieviel Deutschland soll‘s denn sein? Oder sind‘s am Ende nur der oberste Kranzabwerfer Steinmeier, der liebe Augustin und seine willigen Gesundbeter?
- ad3) Und was heißt hier: Deutschland „feiert“? Was soll das für 'ne Feier sein? „1700 Jahre“ christlicher Antisemitismus? Also Diebstahl, Mord und Totschlag, Verfolgung und Vertreibung, Ghettos, Kreuz­zug und Holocaust?
- Und was meinen ad4) die Herren Geschichtsklitterer denn mit der gernegroßen Ortsangabe „in Deutschland“? Seit wann gibt's das denn? Vor 1700 Jahren herrschte in der Gegend, wo heute Deutsch­land liegt, einzig & allein die „Barbarei des Landlebens“ (K. Marx). Und noch Jahrhunderte lang danach war das Brett vorm Kopp ihr Ein & Alles. Und zivilisiert hat sich da bis dato nicht gerade viel. Dieses Deutschland ist nicht gegen Ende der Antike im Namen Gottes auf wundervolle Weise plötz­lich vom Himmel gefallen; das Deutsch­land, das man zum 1. Mal „Deutschland“ nannte, existiert erst seit 1990, und was diese „Deut­schen“ heute durchweg von den Juden halten, ergibt - freundlich ausge­drückt – eher wenig Feiertaugliches. Oder mit den Worten von Max Liebermann:
„Ich kann gar nicht so viel essen, wie ich kotzen könnt.“
So weit, so normal. Was aber unterm Strich dann doch irritiert, ist der Umstand, dass der Zentralrat der Juden nach dem und dem und alledem diese billige Verar­sche, diesen „deutsch-jüdischen Verbrü­derungskitsch“ (Eike Geisel) auch noch mitmacht.
Schade. Auch immer dasselbe.
20.2.21
Woelki, armer Woelki
Dpa teilt mit:
„Kurz nach der Freischaltung zusätzlicher Termine für Kirchenaus­tritte beim Kölner Amtsgericht ist am Freitag der Server wegen Überlastung zusammengebrochen. ‚Ich kann Ihnen sagen, dass wir mehr oder weniger zeitgleich etwa 5000 Zugriffsversuche hatten“, sagte ein Sprecher des Amtsgericht Köln.“
Nee, nee, Gott is nich tot, Woelki, er riecht nur bisschen komisch.