Das Tagebuch

19.4.19
Ich bin dann mal wieder weg!
Die nächsten 10 Tage müsst ihr ohne mich auskommen. Der Junge muss mal an die frische Luft.
P.s.:
'Sie nennen es hier Karfreitag ... Gott is' zwar tot. Aber, fürchtet euch nicht, (oder vielleicht doch) die kriegen das schon wieder hin.
Bis denne.
W
18.4.19
Frohe Ostern, fröhliche Western!
Liebe Bücherwürmer und -würmerinnen!
Wenn Sie über die sog. „österlichen Feiertage“ nichts Besseres zu tun haben – und – Floskel hin, Floskel her - ehrlich gesagt (das war jetzt die Floskel): auch ich wüsste für Sie und zur Zeit in der Tat nix Besseres -, mein Buchtipp für den Fall, dass Sie als sog. „guter Eu­ropäer“ nicht mehr so ganz parat haben, wie Sie das wurden, was Sie angeblich sind:
„Warum ich nicht länger mit Weissen über Hautfarbe spreche“
von Reni Eddo-Lodge
„Viel zu lange wurde Rassismus als reines Problem rechter Extre­misten definiert. Doch die subtileren, nicht weniger gefährlichen Vorurteile finden sich dort, wo man am wenigsten mit ihnen rechnen würde – im Herzen der achtbaren Gesellschaft.“
(aus dem Klappentext)
17.4.19
Sätze, die einem das Herz erwärmen
(Und da is et mir sogar völlig schnuppi, wer das dann wann, wie, wo, warum, weshalb und wieso auch immer von sich gegeben hat. Also,) Daniel Günther (so viel ich weiß, ist CDU und Ministerpräsident von Schleswig-Holstein), der also sprach:
„Ich gehöre nicht zu denen, denen besonders wichtig ist, was aus Friedrich Merz wird.“
Danke.
16.4.19
Oh, Notre Dame!
Kaum hatte ich gestern dem Vatikan und seinen Sympathisanten gute Fahrt in die Hölle gewünscht, bricht sie im Dachstüble der Notre Dame von Paris aus.
Nee, nee, mon cher Dieu, so haben wir nicht gewettet! Mann, Mann, Mann, da sausen einem ja die Muffen! Von Deinem verkommenen Bodenpersonal war die Rede; nicht von Meisterwerken aus Menschenhand!
15.4.19
Urbi et orbi
Für alle, die immer noch nicht so genau wissen, wo es in Rom lang­geht, biddeschön. Gestern gab es der von Fränzchen I. in die Wüste geschickte Ex-Ajatollah der Inquisition, die 2. Arschgeige des Vati­kans, der deutsche Kardinal Gerhard Ludwig Müller, der deutschen Presseagentur schriftlich:
„Der frühere Papst Benedikt XVI. hat mit seinem Schreiben als Ein­ziger etwas Sinnvolles zu dieser Debatte beigetragen. Benedikt hat in seinem Schreiben die Eiterbeule aufgestochen. Mit seinen 92 Jahren hat Benedikt XVI. einen Text verfasst, der intelligenter ist als alle Beiträge auf dem römischen 'Missbrauchsgipfel' und der neun­malklugen Moral-Experten bei der Deutschen Bischofskonferenz zusammen."
Es tut mir Leid, liebe Leute, aber es wird wohl so sein: Eher geht ein Kamel durchs Nadelöhr, als dieser Verein in die wohlverdiente Hölle.
14.4.19
Der Horror auf Socken
In der CDU jagt zur Zeit eine Offenbarung die nächste. Erst zeigt die eine Schreckschraube ihr wahres Gesicht als Lappenclown im Kar­neval, dann quengelt dieser Friedolin Merz, der Sauerländer Tropf und king of the Karrieregeilheit from the Land of Neoliberallala aus verdienter Versenkung, und folgerichtig zeigt sich die 'Tagesschau' ob der Karrenbauer-Merz-Wahlkampf-Kollaboration verwundert bis irritiert:
„Kramp-Karrenbauer & Merz - Seit' an Seit' im Sauerland“
Dabei ist das ein mehr als üblicher Vorgang, den alle Welt aus dem wahren Leben solcher Figuren kennt:
Pack schlägt sich, Pack verträgt sich.
13.4.19
Bleiben wir noch ein Weilchen bei unsern lustigen Paradiesvögeln!
Zum Beispiel bei einem gewissen Heiner Koch, seines Zeichens Bischof von Berlin. Der sieht – auch eine mehr als eigenwillige Realitätsvorstellung - in der 16-jährigen Umweltautistin Greta Thunberg aus Schweden jetzt nicht, was ja im Prinzip auch ganz normal und ok wäre, eine 16-jährige Umweltautistin namens Greta Thunberg aus Schweden, sondern eine Neuausgabe von Jesus Christus von Nazareth, diesem angeblichen Sohn Gottes. Und so verformulierte es die oberste Berliner Orgelpfeife:
„Mich erinnern die Freitagsdemos an die biblische Szene vom Einzug Jesu.“
Alles klar? Oder hab ich zu viel versprochen?
Nee ne. Na, jedenfalls ganz dicht kann der Bursche auch nicht sein.
12.4.19
… und die Pforten der Hölle werden sie nicht …
„Neues“ von Papa Ratze! Kurz vor Toresschluss bzw. seiner Him­melfahrt meldet der Professor für Metaphysik sich noch mal zurück – nach längerer Versenkung in geistiger Umnachtung.
Bevor ich wieder werde zu dem, was ich in Wirklichkeit bin, zu 'ner Handvoll sinnlosen Staubes im Wind, hat er sich wohl gedacht, geb ich noch flotti eine Kostprobe meiner göttlichen Intellenz und dazu in Sachen angewandter Sexualtheologie meinen ganz eigenen Senf. Der liegt uns nun in Schriftform vor:
ad1)
„Die Revolution von 1968 hat die völlige sexuelle Freiheit erkämpfen wollen, die keine Normen mehr zuließ. Zu der Physiognomie der 68er Revolution gehörte, dass nun auch Pädophilie als erlaubt und als angemessen diagnostiziert wurde.“
ad2)
„In den Jahren von 1960 bis 1980 sind die bisher geltenden Maß­stäbe in Fragen der Sexualität vollkommen weggebrochen und eine Normlosigkeit entstanden.“
Und ad3)
„Unabhängig davon hat sich zeitgleich ein Zusammenbruch der katholischen Moraltheologie ereignet, der die Kirche wehrlos gegen­über den Vorgängen in der Gesellschaft machte.“
Obwohl's mir in den Fingern juckt, erlaube ich mir, auf einen persön­lichen Kommentar zu verzichten. Deshalb an dieser Stelle nur kurz das objektive Fazit meiner wissenschaftlichen Forschung:
Der Papst ist eine hohle Nuss.
q.e.d.
11.4.19
Hallo, ntv!
Kleine, bescheidene Anfrage! Ihr schreibt:
„Migrationspolitik am Pranger
Der ehemalige Verfassungsschutzpräsident Maaßen rechnet mit Merkels Migrationspolitik ab“
Und jetzt meine, kleine, bescheidene Anfrage:
Sitzen die Arschlöcher für Deutschland schon in euren Tipp- und Schaltzentralen, ihr Nachrichten-Klitterer?