Das Tagebuch

24.2.19
Manchmal braucht der Mensch auch Vorbilder
Heute wurden dankenswerterweise 2 neue Studien über die „herr­schaftsfreien“ Zeiten an der Odenwald-Schule der Öffentlichkeit präsentiert - quasi als wunderbar passendes Begleitmaterial zum aktuellen Piephahn-Theater im Vatikan (Leider gibt’s die Papers noch nicht auf Latein). 'Spiegel online' schreibt:
„An der hessischen Odenwaldschule sind mehr Schülerinnen und Schüler sexuell missbraucht worden als bisher angenommen. Das geht aus 2 Studien hervor, die nun in Wiesbaden vorgestellt wur­den. Bis zu 900 Jugendliche wurden demnach am ehemali­gen Eliteinter­nat im hessischen Heppenheim zwischen 1966 und 1989 sexuell missbraucht. Bislang war von mehr als 130 miss­brauchten Schülern und Schülerinnen die Rede.“
Weiter heißt es u.a.:
„Von den erst vor wenigen Jahren aufgedeckten Skandalen erholte sich die Odenwaldschule bei Heppenheim, einst führend in der Re­formpädagogik, nicht mehr. Sie musste Insolvenz anmelden und wurde abgewickelt.“
Ähm, was wollt' ich noch damit sagen? Ach ja:
Zwar heißt es bei Matthäus 16, 18-19:
„Ich aber sage dir: Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen. Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst“ usw.
Aber nu weiß ja jedes Kind, dass das nur so 'n Bibelspruch ist aus der Serie „Papperlapapp für phantasielose Erwachsene“. Und damit zurück zum römischen Zipfel-Theater: So wie es für den Anfang er­folgreicher Projekte hinreichend gute Vorbilder existieren, so gibt es also nun mit der Odenwald-Nummer – siehe da! - auch für die er­folgreiche Beendigung ein schönes Vorbild. Was meinen Sie?
Oder hab ich da womöglich wieder was Wichtiges übersehen?
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