Das Tagebuch

12.1.20
Menschen mit schweren Meisen, Macken und Marotten -
heute: Thilo Sarrazin
Die SPD mag ihn einfach nicht mehr. Und das Ausschlussverfahren läuft und läuft und läuft von einer Instanz zur nächsten; geht gleich­sam seinen sozialdemokratischen Gang. Und was flüstert man so hinter vorgehaltener Hand? Wird er nu ausgeschlossen oder wird er nicht ausgeschlossen? Auf jeden Fall zieht sich die Sache noch was hin und nicht ausgeschlossen ist, dass er die Menschheit noch aus seinem Sarg heraus weiter belästigen wird.
Dabei geht’s schon lang' nicht mehr um die Frage, ob dieser typisch deut­sche Blöd- und Büroklammermann ein Rassist ist. Dass er einer ist, hat er ja selber in akribischer Korinthenkackermanier und bislang 3 Werken auf ins­gesamt übern Daumen 750 bräsigen Seiten luzide, lang und breit nach­gewiesen.
Darum geht’s gar nicht. Die SPD muss sich als Partei der sozialen Dingsbums, äh, Gerächtigkeit im Falle der Trennung von diesem komischen Vogel darüber im Klaren sein, will sie denn nur ein klein wenig Gerechtigkeit walten lassen, dass sie sich auch von allen andern Rassisten in der SPD wird verabschieden müsste. Lange Rede, kurzer Sinn: Mangels Mitglieder und Wähler käm se dann nach Adam Riese ja erst gar nicht mehr über die 5 Prozent und in den Bundestag!
Tja, dumm gelaufen mit Meise Sarrazin.
Aber vielleicht geht’s ja auch anders. Fragt den Mann doch einfach mal, warum er überhaupt in der SPD bleiben will. Und wenn er da keinen triftigen Grund für angeben kann, dann hat er bei euch doch nun wirklich nix zu suchen.
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