Das Tagebuch

8.4.20
Manchmal kommt‘s vielleicht auch nur auf den Blickwinkel an
Man könnte durchaus zu Recht auf der Stelle durchdrehen und Amok laufen, wenn man all die normalen Leute befriedigt ausm Aldi mar­schieren sieht mit ihren 2 Zwanzigerpaketen Klopapier unterm Arm. Oder man singt halt leise „Servus“.
Dasselbe gilt für die Schlangen vorm Aldi et altera, nach deren Ende man sich lang und breit durchfragen muss, weil man‘s einfach nicht erkennen kann, weil die einzelnen Mitglieder der Schlange vor lauter Muffensausen in fünf Kilometer Abstand voneinander Position bezogen haben. Da könnt ich auch sofort mein Maschinengewehr rausholen und leise „Servus“ singen.
Andererseits:
Wenn man in einer Zeit, in der es also zum 1. Mal in der Geschich­te, wie Laschet sagt, „um Leben und Tod der gesamten Menschheit“ geht und es demnach durchaus drin ist, dass unsere letzte Stunde geschlagen hat, - wenn man dann bei ‚t-online‘ das Honigkuchen­pferd Guido Maria Kretschmer über sein ganzes Honigkuchenpferd­gesicht grinsen sieht und daselbst geschrieben steht:
„Guido Maria Kretschmer verrät die Nähanleitung für modische Mundschutzmasken“,
also Kinners, dann kann‘s ja wohl nicht gar sooo irre schlimm sein! Da hamma ja noch n bisken Zeit, oder?
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