Das Tagebuch

20.11.22
Der ägyptische Weltklimagipfel ist Geschichte
Und abermals ist nix bei rum gekommen und gewesen.
Außer systematisch totgeschlagener Zeit und Spesen.
Doch wen wundert‘s, dass sich gar nix mehr bewegt,
wenn‘s Wasser der halben Welt bis Unterkante Oberlippe steht,
Viele Menschen glauben jetzt, die Katastrophe ist bald nah.
Doch selbst dabei ham die Antiquierten sich verrechnet,
denn die Katas­trophe ist längst da:
»Dass es so weitergeht,
das ist die Katastrophe«,
so Walter Benjamin
schon Mitte der
dreißiger Jahr.
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Und noch was geht dem Ende entgegen: Der großartige „Synodale Weg“. Der barmherzige Papa der Barmherzigkeit hat den großarti­gen deutschen Bischöfen beim „Ad limina“-Gelaber im Vatikan (Was es alles gibt!) bescheinigt, dass sie wohl mit ihren neumodischen Synodalen falsch herum in eine Einbahnstraße gelatscht sind. Aber so sind se halt, die typisch deutschen Sonderwegpilger.
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Und auch die großartigen Evangelen sind nicht untätig geblieben. Frau Käsmann jubelt in ihrer hirnreichen „BamS“-Predigt:
„Beschäftigte der evangelischen Kirche sollen ab sofort freiwillig 100 auf Autobahnen und 80 auf Landstraßen fahren.“ Das hätte grade das oberste Kirchenparlament, die Synode, beschlossen.
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Und der feinsinnige Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden, der Deutschland nur noch „Satan“ nennt, heißt - halten se sich fest - der heißt tatsächlich so: Salami!
Großartig, oder?

P.s.:
Und ehrlich gesagt: Die letzte Platte "Love Earth" hätte sich der gute, alte Onkel Neil auch sparen können. Ich konnt damit jeden­falls nicht viel anfangen. Und da bin ich mir leider absolut sicher:
Die Welt wird dadurch auch keine Umdrehung besser.
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