„Die Union wird künftig zeigen, dass sie eine 'Alternative für Deutschland mit Substanz' ist.“
Hätte diesen Spruch irgendein vorwitziger Knallfrosch der Berliner Hampelmannregierung von sich gegeben, um dem Merz eine reinzuwürgen, hätte die CDU bundesweit einen Beleidigungsklagentsunami losgetreten, von dem sich der regierende Heimatverein nie mehr erholt hätte. Doch so war es nicht. (Hätte, hätte - hätte, hätte, Fahrradkette.) Sondern so:
Der ungeheure Vorteil von Friedrich, dem größten Sch...Merz aller Zeiten, ist eben ohne Zweifel seine bravouröse Fähigkeit, sich selber irreparabel ins Knie zu schießen. Als er am letzten Mittwoch auf der Klausurtagung der CSU im Kloster Andechs sich selbst also als „Arschloch für Deutschland mit Substanz“ bezeichnete, entrüstete sich keiner der versammelten CSU-Figuren. Entweder ging es ihnen simpel am bräsigen Hinterteil vorbei, da sie, wenn sie als Horde auftreten, ja noch schwerer von Kapee sind als der Herr Merz. Oder weil sie sowieso mit ihm auf der gleichen geistreichen Wellenlänge liegen. Wer will‘s wissen.
Dank Twitter (Ja, der Scheissladen hat auch seine positiven Seiten!) aber donnert nun ein Hohn-Getwitter über Merz zusammen, das ihn abermals wohl wieder ein paar Schritte flotter ins verdiente Sauerländische Aus zurückschicken wird. Und von der CDU hörte man bis dato dazu – alle andern sprechen von unvorstellbarer Entgleisung - keinen Mucks. Wir wünschen gute Reise.
(Das Dumme ist nur – und so sieht‘s aus: ohne Merz wird uns die CDU mit Sicherheit den nächsten Kanzler bescheren.)