Bei „Deutschen im Ausland“ hat man immer irgendwie ein komisches Gefühl. Nehmen wir nur die letzten 25 Jahre.
Ausgerechnet Rot/Grün unter Führung von Straßenkampf-Hero Generalfeldmarschall Joschka Fischer erklärten 1999 Serbien den Krieg. (Als ob man den Serben den Krieg erklären müsste ...) Den ersten seit ‘45. Rudolf Scharping war zwar der Erfinder des sog.„serbischen Hufeisenplans“, plantschte als Verteidigungsminister aber im Zweifelsfalle lieber mit Gräfin Pilati im spanischen Schwimmingpool herum - nach seinem Motto „In meiner Badewanne bin ICH der Kapitän!“.
In den langen Jahren der Merkel-Agonie war auch mit den ständigen Deutschen im Ausland nix los, jedenfalls ist da nichts groß überliefert. Gut, Peter Struck soll mal gesagt haben „Deutschlands Freiheit wird auch am Hindukusch verteidigt.“ Das war’s aber auch schon. Weiter.
In der folgenden Zeit versank Groß-Deutschland dann in den gewohnten Tiefschlaf der Gerechten.
Aber mit der Ampel kam wieder Schwung in den Laden, besonders, als Frollein Annalena den muselmanischen Teil der Weltbevölkerung feministisch auf Vordermann bringen wollte und damit gnadenlose Erfolge feiern konnte.
Der friedfertige Frauen-Bonbon war damit dann auch gelutscht.
Jetzt sah sich Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) in der Pflicht und nahm sich noch China zur Brust. Doch kurz vor dem Abflug nach Peking gab’s eine ungeklärte Verstimmung und Wadephul sagte spontan … ja, was sagte Bundesaußenminister Wadephul da? Da sagte er die Reise beleidigt ab.
Das Problem mit den Chinesen ist u.a., dass nicht nur sehr schnell schlechte Stimmung aufkommt, wenn man nicht weiß, wie man sich als Deutscher im Ausland zu benehmen hat, sondern auch, dass der Chines’ ein besonders gutes Gedächtnis besitzt. Die Chinesen können zum Beispiel heute noch alle den Kolonialladenspruch von Onkel Wilhelm II. rückwärts pfeifen - und das ist über 100 Jahre her:
„Pardon wird nicht gegeben. Gefangene werden nicht gemacht. Führt eure Waffen so, dass auf tausend Jahre hinaus kein Chinese mehr es wagt, einen Deutschen scheel anzusehen.“
Nun war der Bundesfinanzminister Lars Klingbeil an der Reihe, ein bilaterales Tänzchen zu wagen - nach seiner vorsichtigen Devise
„Mit Klingbeil im Gepäck und in 80 Phrasen um die Welt“ *).
Und so sprach Genosse Klingbeil noch auf deutschem Boden:
„Wir pochen auf fairen Wettbewerb mit China!“
Ein Satz mit allein 6 ausgewachsenen Größenphantasien, die sich auch irgendwann gewaltig rächen werden. Was bin ich froh, dass ich das nicht mehr miterleben muss.
------------------------------------------------
*)
„In 80 Phrasen um die Welt“
ein feines Büchlein von Wiglaf Droste