Heute wird gefeiert und zwar auf Teufel-komm-heraus,
im Kreise der Familie, ansonsten auch allein zu Haus,
denn heute ist der internationale "Tag der Hausmusik“,
Hausmusik, nich Housemusik. Hausmusik!
In Deutschland fällt dieser Fest- und Feiertag somit auf den sog. „Cäcilientag, benannt nach der hl. Cäcilia, der Schutzpatrone der“, na? Genau, der „Kirchenmusik“. Aha. Also alles in allem Grund genug, sich für einen Tag hier mal vom Acker zu machen.
Heilige Cäcilia, Kranken-, Haus- und Kapellenmusik mit Flöten, Tröten, Dudelsäcken; Geigen, Bratschen, Klingelglöckchen;, Zimbeln, Orgeln und Trompeten; Tingel-Tangel-Blasgeräten; Back- und Nasenpfeifen aller Art und süßen Melodeien wie „Niemals geht man so ganz“ oder „Im Märzen der Bauer“ usw. und natürlich nachhalltig, nachhalltig mit 2 ll auf jeden Fall.
Die Schnellmerker, Großassoziierer und KI-Veteranen unter Ihnen, meine Damen und Herren, werden es gleich geschnallt haben: März! Im Märzen der Bauer ... Das war der springende casus knacktus! Oder Merz. Merz mit e. Merzmerzmerz! Man wird in diesen rasenden Merz-Zeiten den Merz einfach nicht mehr los. Aber wegen dem den lieben langen Tag in den vergessenen Schädelstätten der Vergangenheit herum wühlen?
Ach, es ist eigentlich ganz simpel. Das erste Foto mit Merz drauf, an das ich mich erinnere bzw. das sich bei mir sofort als Kollateralschaden ins Resthirn fräßte, gab mir eine sachte Vorstellung vom menschengemachten globalen Elend, das durch einen Kanzler Merz auf den letzten Metern noch mal ordentlich zulegen würde.
Auf dem Foto, das in weihnachtlicher Hochstimmung im Wohnzimmer wohl entstand, stehen im andächtigen Halbkreise Vater Merz, Mutter Merz und die 3 Merz-Kinder wie die wehrlosen Orgelpfeifen vor dem mit schwerem Weihnachtskitsch und -tand beladenen Tannenbaum und blasen bei Gottzumgruß und vom Geist, der wohl durchs Zimmer schwobte, erleuchtet in ihre unbarmherzigen Blasinstrumente.
Leitkultur à la Merz: Wir warten aufs Christkind. Wollen wir so leben?
(Is jetzt nich der absolute Adventsknaller, und vielleicht auch bisschen weit hergeholt. Aber was soll’s?!)