Seine 1. Auslandsreise führte unsern überraschungsarmen Löwen von Rom zum türkischen Möchtegernsultan Erdogan. Was er ausgerechnet von dem wollte … wer will’s wissen? Die Städte, wo er Halt machte, brauchen aber auch keine apokryphen Erklärungen von offizieller Seite; als Großmeister der Symbolik bevorzugt das Christentum sowieso andere schlagende Argumente.
Zum Beispiel Iznik, ein Städtchen in der Westtürkei mit ca. 44.000 Einwohnern, paar Kilometer südlich von Istanbul, bekannt geworden unter dem Namen Nicää durch den heiligen Bestsellerautor Paulus, dem von Saulus zum Paulus konvertierten Briefeschreiber und kreuz und quer durch die damalige Weltgeschichte bretternde Erfinder des antisemitischen Christentums.
In diesem kleinasiatischen Kaff fand um 320 n.u.Z. dann auch das
1. "Ökumenische Konzil" statt, in dem durch Kaiser Konstantin das Christentum zur Staatsreligion befördert und das gesamte oströmische Reich mittels einer Schenkung, der sog. "Konstantinischen Schenkung", einer faustdicken Fälschung, dem weströmischen untergejubelt wurde.*)
Ich bin ja nun mehr oder weniger der letzte, der der Hausreligion von Erdogan irgendwas Positives nachsagen kann oder Gutes will. Doch eine weitere Schenkung inkl. Fälschung in Richtung des glorreichen Westen gehört nach meinem bescheidenen Dafürhalten zur Zeit nicht auf die Tagesordnung der Weltgemeinschaft.
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