Das Tagebuch

19.2.26
Da dachte man, der Bonbon sei gelutscht …
… da geht der Quatsch wieder von vorne los. Zitat:
„Dass es Konsequenzen geben muss für Menschen, die unsere Kinder fressen, ist, glaube ich, jedem klar,“ erklärte dieser Tage zum wiederholten Male Meister Xavier Naidoo, unser steindoofer, erfolg­reichster „QAanon“-Verschwörungsfritze. *)
Dass so einer mit seinem Untergangs- und Erlösungsgequake es schafft, mehrmals hintereinander die Kölner Lanxess-Arena vollzu­jammern, ist nicht allein seinem unzweifelhaften musikalischen Talent anzulasten. Für die völkische Bejubelung apokalyptischer Verhältnis­se braucht es auch den geeigneten gesamtgesellschaftlichen Reso­nanzraum.
D.h., ob man will oder nicht, in solchen Fällen ist man Teil einer Be­wegung, gegen die man sich nicht mehr wehren kann. Die gesetzlich garantierte, große Freiheit ist demnach nur durch ihre Kehrseite prak­tizierbar, durch die rest-rast-& gnadenlose Verwertung von Mensch, Mann und Maus im Spätkapitalismus. Deswegen ist so was wie Xavier Naidoo in Russland und China auch gar nicht denkbar. Fürs erste zumindest.
Dem ‚Kölner Stadtanzeiger‘ nun vorzuwerfen, mit pseudokritischem Rumsalbadern die Karre simpel in den Dreck laufen zu lassen, macht zwar Spaß, würde aber auch nichts ändern. Die Kids woll’n nun mal Hits, und so ne Zeitung wie der ‚Kölner Stadtanzeiger‘ schießt sich ja auch nicht selbst ins Knie. Und die, die es angeht, die 'Jugend von heute', ist eh schon auf nem ganz an­dern Dampfer. Petri heil!

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*)
Dieses kurze Zitat muss für heute reichen. Das, was solche Leute ständig von sich geben, und Sie wahrscheinlich eh kennen, und
das dann noch lang & breit hier zu wiederholen, stimuliert nur meinen Brechreiz. Und wer will das schon. Außer X.Naidoo.
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