Das Tagebuch

24.2.26
Herrschaftszeiten für Prahlhans Küchenmeister
Der US-Präsident hat ’ne Rede gehalten. Seine erste Regierungs­erklärung nach 100 Tagen reinstem Chaos. Eine außergewöhnliche Rede in vielerlei Hinsicht.
Es war mit 1 Stunde und 47 Minuten die längste Rede seit Beginn der Aufzeichnung überhaupt. Sie war zu 100 Prozent reinste Selbst­vergottung, die zum Himmel stank. Sie strotzte nur so von Gewaltan­drohungen, Hetzkampagnen und Erpressungen gegen all seine Geg­ner. Sie protzte nur so ohn’ Unter­lass mit den besten Kriegsschiffen, die je gebaut, und mit neuen Kreuzzügen gegen den Rest der Welt. Eine Rede bestehend aus unbewiesenen Behauptungen und Lügen über Lügen und Unterstellungen aller Art.
So goebbelte sich Trump anderthalb Stunden in die Herzen seiner Anhänger. Und überall auf der Welt, vor allem aber in Deutschland fragt man sich, wie es denn geschehen kann, dass doch relativ zivilisierte äh Leute mehrheitlich ein solch asoziales Arschloch zu ihrem Präsidenten wählen konnten. Aber wahrscheinlich sagen sich die Amis:
Wieso? Was die Krauts können, können wir doch schon lange.
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