Für Merz hätt’s eigentlich gar keine Bundestagswahlen geben müssen. Dass ihm der CDU-Chefsessel und der Kanzlerposten zustehe, nachdem er allein von seiner Parteifreundin Merkel 5 mal genial abgekanzelt worden war, stand nach der Wahl selbst für den letzten Deppen inner CDU außer Frage.
„Wir schaffen das!“ hieß damals die Handlungsmaxime ex cathedra. Oder anders formuliert:
„Auf jedem Schiff, das dampft und segelt,
gibt es eine, die die Sache regelt.
Und das bin ich.“
Das ging damals noch relativ geräuschlos über die Bühne.
Der übliche Umgang unter den netten Politikern läuft aber in der Regel etwas ruppiger ab. Und, siehe da, kaum standen die Wahlergebnisse im Ländle Ba-Wü fest, ging’s unter der Gürtellinie munter weiter.
Da passt es doch prima, dass sich der Berufs-Egomane Boris Palmer zurück ins grüne Jammertal drängelt und wieder alle auf 180 bringt. Und weil der Cem Özdemir sich seinen Ruf nicht durch überflüssige Stinkstiefeleien versauen will, holt er sich seinen Kumpel, den lupenreinen Populisten Boris ins Boot, einen Mann, der den politischen Charme und die nötige Durchsetzungskraft für einen grün-abgefederten Weltuntergang mitbringt.
Und es verspricht spannend zu werden. Die Eingeweihten ahnen schon, was da auf sie zukommt – und zwar so ne saftige Retourkutsche in dieser Art:
„Auf jedem Schiff, das dampft und segelt,
gibt es einen, der die Putzfrau vögelt.
Und das bin ich!" *)
Zugabe?
Zugabe:
Und ist das Schiff auch noch so klein –
einer muss die Putzfrau sein.“
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*)
Das Copyright dieses hübschen Poems liegt allerdings bei einem anderen Politgauner, nämlich bei Jürgen W. Möllemann, der auch stets hoch hinaus wollte, woraus aber genauso regelmäßig nix wurde.