Die Süddeutsche’ berichtet wie alle andern auch:
„Ab 2027 soll laut Dobrindt kein Geld mehr gezahlt werden, um Asylsuchenden eine Beratung unabhängig von Behörden zu ermöglichen.“
Der Typ hätte damals auch die Züge nach Auschwitz gefahren. *)
---------------------------------
*)
„Das kannste ja wohl so nicht stehen lassen! Das ist ja mehr als unmöglich! Mach das weg!“
Meinte mein aufmerksamer Freund und verlässlicher Korrektor am Telefon. „Ich mag den Dobrindt auch nicht. Aber Auschwitz … das geht nicht. Wenn du dir nen Gefallen tun willst, such dir ne andere Pointe.“
„Ich weiß, ich weiß. Mein Gott! Mir ging’s dabei doch gar nicht um ne billige Provokation. Diejenigen, also die Millionen Deutschen, die an allen Verbrechen der Deutschen beteiligt waren, waren ja keine studierten Ausnahme-Spezialisten mit einer Spezialausbildung in Sachen Völkermord & Totschlag, Pogrome, Kriege & Vertreibung, Ausgrenzung, Hass & Hetze, sondern ganz normale Zeitgenossen, eigentlich ganz banale Figuren, die man mit jeder denkbaren Aufgabe betrauen konnte. Sie hatten und hätten alles getan, so wie die vielen unbekannten Lokführer nach Auschwitz. Und damit jetzt zu Papa Dobrindt.
Also, auf der einen Seite das Millionenheer von Tätern, Mitglieder aller gesellschaftlicher Schichten, als Mitläufer beizeiten sich selbst entschuldigt und auf der anderen Seite unser kleiner, armer Dodo … wenn wir allein das nehmen, was wir an menschenverachtenden Äußerungen aus dem Munde Dobrindts kennen... meinst du im Ernst, Meister, dass ausgerechnet Dobrindt nicht in das o.g. Millionenheer reingepasst hätte?
Unser Disput war mit diesen Sätzen zwar nicht ausdisputiert. Aber vielleicht könnte man ja auch mal alle fünfe grade sein und einfach alles stehen und liegen lassen, so dachte ich bei mir.
Nein, kann man nicht, kam's aus dem Hörer. ...
und weiter ging’s ad infinitum et ad libitum.