Dass Nachrufe für berühmte Zeitgenossen meist schon Jahre vor ihrem Tod fix und fertig in den Schubladen liegen, ist ja allgemein bekannt. Und damit diese Nachrufe nicht so angegammelt riechen, schmückt die Redaktion den Nachruf bei jedem aktuellen Todesfall mit Kommentaren irgendwelcher VIPs und Promis, ob se passen oder nicht. Nur manchmal wundert man sich:
„Seine analytische Schärfe prägte weit über die Grenzen unseres Landes hinaus den demokratischen Diskurs und wirkte wie ein Leuchtfeuer in tosender See. Für unser Gemeinwesen war Habermas’ intellektuelle Eindringlichkeit und seine Liberalität unersetzlich – sein Wort war Maßstab und Herausforderung in einem.“
Und jetzt - raten se mal!
Ach was, komm, egal ...
Ich weiß nicht viel über den Mann, ich weiß nur eins, meine Lieben: Das hat der nie im Leben selber geschrieben. Zumal es ebenso unvorstellbar ist, dass der überhaupt nur 1 Satz von Habermas gelesen haben könnte. Und gänzlich nicht von dieser Welt erscheint mir der Gedanke, Merz würde seine Regierungspraxis an den Maximen der Habermas-Theorie des kommunikativen Handelns messen.
Und wenn doch? Dann lässt sich der Bundeskanzler als solcher zumindest nich mit Hilfe von Habermas erklären. Da müsste man schon Sigmund Freud oder den lieben Gott bemühen. Oder den Papst oder Merz seine Trulla.
Oder Merkel war das! Ja, das könnte natürlich sein. Eine konzertierte Aktion von Merkel und dem 'Stadtanzeiger', um Merz noch mal eine reinzuwürgen ...