Eins muss man dem ehem. FDP-Strizzi Christian Lindner ja lassen: Probleme mit seiner eigenen Schamlosigkeit haben ihn nie gebeutelt. Noch im professionellen Abgang aus dem totgequatschten Berliner Politbetrieb hat er bewiesen, dass man ihm auch mit Moral schon mal gar nicht kommen kann. Als „Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Autoland AG“ mit der selbstgewählten Jobbeschreibung „Unternehmer, Vordenker und Bundesfinanzminister a.D., Experte für Wirtschaft, Politik und Leadership“ (m.a.W. Godfather of Alleskönner) greift er aktuell der darbenden Automobilindustrie nicht groß ins Getriebe, weil: Er weiß, die Leute ham kein Geld mehr, und wo nix ist, is auch nix zu holen; auf gut Klartext: Er ist jetzt Gebrauchtwagenhändler.
Und irgendwie ist er sich dabei sogar treu geblieben. Dass dieses überholte, todgeweihte Wirtschaftssystem (Sprich "Kapitalismus") auf Gebrauchtwagenverkäufer angewiesen ist, lässt sich nun mal nicht leugnen, macht aus einem Gebrauchtwagenverkäufer aber auch noch lange keinen Unmenschen. Die Frage ist nur, ob sich die Autoland AG mit einem ‚Stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden‘ Christian Lindner, einem mehrfach gescheiterten Neoliberalen und bekennenden Morallosen, unbedingt einen Gefallen getan hat. Einer wird es wissen. Lindner.
P.s.:
Ach, und noch was!
Hat Lindner sich in seinem Leben jemals ein Auto selbst gekauft oder verkauft? Muss man - zumindest wenn man Stellvertretender Vorstandsblablabla von Autoland werden will, nicht wenigstens jahrelang mit Playmobil--Ersatzteilen seine eigenen Spießgesellen übers Ohr gehauen haben? Solche Erfahrungen könnten doch immerhin nicht mehr schaden als Bundesfinanzminister gewesen zu sein? Oder?