Als ich in der ‚Tagesschau‘ bei der Regierungserklärung das sprechende Gesicht vom Bundeskanzler Merz sah, und das von seinem nichts-sagenden Klingbeil, musst ich an die zwei phänomenalen apokalyptischen Schwarten des Phänomenologen Günther Anders denken „Die Antiquiertheit des Menschen“, Band I „Über die Seele im Zeitalter der zweiten industriellen Revolution“ und Band II „Über die Zerstörung des Lebens im Zeitalter der dritten industriellen Revolution“, beide aus dem Jahre 1987, veröffentlicht ein paar Monate nach Tschernobyl.
Heute, im Jahre 2026 und angesichts der aktuellen Regierung, braucht es keinen akribischen Forschergeist wie Günther Anders mehr, weil sich ein dritter Band von selber schrübe „Über die Dummheit im Zeitalter der weiß-der-Geier-wie-vielten industriellen Revolution“.
Pardon. Eigentlich sollte dies der Buchtipp für den Monat Mai sein. Aber wer liest heute schon noch so dicke, schwierige Schinken. (Merz bestimmt nicht.) Zumal se ja auch seit Jahrzehnten vergriffen sind.