Das Tagebuch

27.5.26
Der Anfang ohne Ende (Teil soundso)
Für all die Stars und Superstars und Supersternchen, die ihren 80. Geburtstag noch begießen können, wird’s eng. Die fast schon tattrigen alten Boomer werden von ihrer Kulturindustrie vom Hof gejagt. Schließlich lechzen die Massen nach Frischfleisch und Nachwuchs. Und die kids wolln Hits.
Aktuell wird gerade eine unerträgliche Tusse endabgefeiert, weil sie freiwillig nicht Platz machen möchte und sich standhaft weigert, älter zu werden. Von Würde spricht schon lange keiner mehr. Parallel zu den Schaustellern laufen auch die altgedienten Musikanten vom Band. Von denen will ich mir nur einen rauspicken, dem ich das immer schon mal beibiegen wollte:
Werter Campino,
spätestens vor über 40 Jahren in den frühen Achzigern, als du (!) mit deiner Mutter (!) bei Biolek (!) auf dem Sofa (!) schaulümmeltest, sah man das dicke Ende schon kommen. Das war alles andere als Punk. Eher armes unterbezahltes Juso-Theater aus der Provinz. Auch von Motiven und Inhalten mehr bei Andrè Rieu oder Wolle Petri. Pardon, aber mehr fällt mir zu euch auch nach 40 Jahren nicht ein. Bye-bye.
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