Das Tagebuch

7.4.10
Husch husch husch im Hindukusch
Weil sich die Sache mit den Frauen und diesem Brunnenbohren und Brückenbauen da unten immer noch n bißchen schwierig gestaltet, fordert der niegelnagelneue Wehrbeauftragte der Bundeswehr, der Hellmuth Königshaus vonne FDP, jetzt Kampfpanzer für die Truppe in Afghanistan. Denn, so der Hellmuth:
"Wer jemals in das Kanonenrohr eines 'Leopard 2' geguckt hat,
der überlegt sich 2mal, ob er eine deutsche Patrouille angreift."
Yo! Ich glaub, das isses.
Und ich seh es auch schon vor mir:
"Tag der offenen Tür" im Feldlager der Bundeswehr ... wie da der Taliban dann Schlange steht und einer nach 'm andern tief in so 'n Kanonenrohr guckt ... und sich die ganze Angelegenheit dann ...
2mal überlegt ...
4.4.10
Ostersonntag
Gott is wieder da.
2.4.10
Karfreitag, 15 Uhr 30
Gott ist tot.
1.4.10
Auch damit hatte niemand mehr gerechnet
Anlässlich seines 80. Geburtstages hat der ehemalige Kandes­bunzler Helmut Kohl reinen Tisch mit seinen schwarzen Kassen gemacht und endlich auch die Namen der Spender bekanntgege­ben.
30.3.10
Jürgen Rüttgers (Arbeiterführer)
Dpa meldet:
"Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) möchte, dass wieder mehr Volkslieder gesungen werden."
Ja prima! Bin ich dabei! Wie wär's mit "Mexiko - Finger im Po"
oder
"Geh doch nach Hause, du alte Scheisse!"
29.3.10
Neues vom Mixa
Der Augsburger Bischof Walter Mixa wird beschuldigt, jahre­lang systematisch Heimkinder brutal vermöbelt zu haben. Dabei sollen auch Sätze gefallen sein wie:
»In dir steckt der Satan. Den werde ich dir schon austreiben.«
Also ehrlich! Kann ich mir gar nicht vorstellen! Walter Mixa? Der? Glaub ich nicht! Eher wirft der Bruder vom Papst mit Stühlen nach Domspatzen!
25.3.10
Noch mal kurz zu Kirche und Missbrauch
Es hört und hört nicht auf: Nach den Vorkommnissen aus den 50iger, 60iger, 70iger und 80iger Jahren sind nun auch einige Fälle aus ver-
schiedenen Jahrhunderten davor bekannt geworden.
23.3.10
Wetterfrosch Kachelmann verhaftet!
Hui, hui, hui! Jetzt heißt's aber: Warm anziehen!
22.3.10
Sigmar Gabriel
Was der Chef der stolzengroßendeutschen Sozialdemokratie sagt, wenn der Tag lang ist, nun ja, es ist halt egal.
Wenn's aber drauf ankommt, wenn also die enttäuschten Massen
in Zeiten des Wahlkampfes auf den Marktplätzen im Dickicht der Städte zusammenströmen und krisengeschüttelt, geschlagen und gebeutelt in großer Not lechzen nach dem Morgenrot, dem Morgen-
rot einer neuen, besseren Zeit, dann, ja, dann sagt der Sigmar:
"In der Arbeitswelt geht es verdammt unfair zu."