Das Tagebuch

21.10.21
„Mein rechter, rechter Platz ist frei ...“
Das is ja n Ding! Jetzt will auch die CDU nicht neben den Arsch­löchern für Deutschland im Parlament sitzen! Als ob die alle die Pest hätten ...
Aber ehrlich gesagt: Irgendwie kann ich‘s auch verstehen. Wer will schon seine halbe buckelige Verwandtschaft so nah aufe Pelle kle­ben haben! Wobei anzunehmen ist, dass die ja alle denselben Web­fehler in ihrer Runkelrübe haben. Wie sagte noch der gute, alte Matthias Beltz immer so schön?
„Was von vornherein genetisch versaut ist, kriegste mit nem Bambusstock aus der 3. Welt auch nicht mehr rausgeprügelt.“
20.10.21
Die Efffededdddpeeeh
Pardon, es tut mir ja auch weh. Aber die Efffededdddpeeeh muss noch mal dran glauben. Dpa ist der Auffassung, das sei eine Mel­dung, die sie melden sollte. Und so vermeldet dpa:
„Die FDP will im Bundestag nicht mehr neben der AfD sitzen.“
Punkt.
Hm.
Wat machen wa denn da?
Nun, da stellen wa uns einfach mal ganz doof und fragen nicht:
Ja, wer denn dann? Sondern: Warum?
Also, abgesehen davon, so die Efffededdddpeeeh unisono, dass sie ja wohl die Mitte seien und deswegen auch in der Mitte Platz neh­men müssten, könnten sie die „unverschämten, nationalistischen, sexis­tischen“ usw. „Zwischenrufe dieser AfD nicht mehr ertragen.“ Die seien des „Hohen Hauses nicht würdig.“
Nun, werte Effffededddddpeeeh, wo schon selbst halbgebildete Kinder­gartenkinder den Reichstag nicht mit einem Ponyhof ver­wechseln, müsste das einem durchschnittlichen Efffeddddpeeeh­-Gehirn doch auch einzutrichtern sein. Der deutsche Reichstag soll nämlich idea­liter ein Spiegelbild der deutschen Gesellschaft sein oder so ähnlich.
Da da, wo Sie wohnen, werte Efffededdddpeeeh, in Ihrem privaten Kiez da, die Arschlöcher für Deutschland wohl eher ne Minderheit sind, Sie selber privat also gar nicht in die Verlegenheit geraten, sich mal mit dieser Art von Arschlöchern zu unterhalten, Sie folglich von daher vom wahren Deutschland nicht mal die Spur einer Ahnung haben, können Sie doch froh sein, qua Sitzordnung - ohne was dafür zu tun - im Bundestag noch was dazu zu lernen.
Übrigens: Irgendwer muss nun mal neben den Arschlöchern sitzen. Adam Riese sagt jedenfalls, das ginge gar nicht anders. Und da können se sich bei Ihren netten Freunden von der CDU bedanken. Die Arschkarten kamen von denen.
19.10.21
Der Büchertipp für den Rest des Monats
Um den weltweiten, notwendigen Kampf gegen den Rassismus nicht den durchgeknallten deutschen Sprachpädagogen und heillosen *, / und großen-I-Fetischisten zu überlassen, und falls Sie, meine Damen und Herren, nach der monatelangen Zwangsbeschäftigung mit Typen wie Söder, Merz und ähnlich gestrickten Widerlingen noch Kotze und Galle übrig haben, biddeschön, bei diesem Büchlein über den ganz normalen deutschen Kolonialismus werden Sie sich wünschen, Sie hätten noch ordentlich Reste in Magen und Gedärmen:
„Das Prachtboot
Wie Deutsche die Kunstschätze der Südsee raubten“
von Götz Aly
18.10.21
Grüne Ein- und Aussichten
Heute: Robert Habeck
„Es ist tatsächlich so, dass wir gerade ein Stück weit grüne Geschichte schreiben.“
Ja, seh ich auch so. Kaum geschrieben, schon Geschichte.
17.10.21
Aus meinem Nähkästchen:
Was weg is, is weg
Kommt schon mal vor. In letzter Zeit aber immer häufiger. Stunden­lang vor nem leeren Bildschirm, die eine Idee, sie zündet nicht, es passt nicht, es stimmt nicht, es läuft überhaupt nicht. Mir fehlen quasi die Worte. Und was da ist, ist Schrott.
Gestern Nacht noch hab ich dann den irgendwie offensichtlich nicht ganz nachvollziehbaren, 40 Zeilen überlangen Buchstabensalat wegen sei­ner irgendwie offensichtlichen Nichtnachvollziehbarkeit letzt­endlich in den Orkus geschickt. Manchmal geht‘s halt nicht anders. Denn wir wissen ja: Nur Old Shatterhand ist unfehlbar. Oder kennen Sie noch jemanden?
Ja, ja. Woelki.
Ach, ich wollt jetzt gar nicht mit Ihnen rumdisputieren. Ich wollte nur noch eben hier das hin tippen, was von dem lustigen Wörter­haufen Sinniges übrig geblieben war:
Weil wohl gestern der „Internationale Tag für die Beseitigung der Armut“ irgendwo begangen wurde, hatte ich angenommen, dass unser Oberfinanzexperte und Efffe­dddddepeeeeh-Fiffi Christian Lindner extra diesen Tag dafür ausgesucht hat, sich schon mal öffentlich zum Bundesfinanzminister der künftigen Bundesähampel­regierung zu erklären.
Aber ich hab mich da vertan: Das war kein Witz. Nicht mal Zynis­mus. Und deshalb kam bisher wohl auch niemand auf die Idee zu lachen.
16.10.21
Es ist vollbracht!
„Die Katastrophe ist, dass es immer so weiter geht.“
(Walter Benjamin)
So! Die Grenzen des Machbaren sind sondiert. Und nächste Woche werden die dann extra für den Ampelvertrag „behutsam, im gegen­seitigem Respekt, aus Liebe zu Deutschland und in der ganz neuen Art, miteinander umzugehen und zu kommunizieren“ noch mal wie gehabt um einiges enger gezogen.
Und wie wenig wirklich von diesem Sondierungspapier zu halten ist, nämlich absolut nix-nada-nothing, hat am klarsten und mit seltener Offenheit und Ehrlichkeit die Oberstinkdrüse der CDU Friedrich Merz wie folgt ausgedrückt:
„Sie haben, wie ich finde, ein beachtliches Papier vorgelegt. Das ist ein Anlass zum Respekt und zur kritischen Selbstüberprüfung: Das hätten wir auch haben können.“
15.10.21
„Internationaler Hände-Wasch-Tag“
Hört sich so an, hat aber mit Corona nichts zu tun. Den hat sich die WHO ausgedacht und wurde zum 1. Mal am 15. Oktober 2008 be­gangen.
Und nicht, dass Sie denken, der „Internationale Hände-Wasch-Tag“ wäre auf dem „unschuldigen“ Mist des Vatikans entstanden. Da würde ein Tag ja gar nicht reichen.
14.10.21
Über die Mühen der Ebene
„Eine Kuh macht ‚Muh!‘ Viele Kühe machen Mühe!“ (Robert Gern­hardt)
Dass das Parlament und die Regierung kein Ponyhof ist, muss man mir nicht erzählen. Dass man überall v.a. Kompromisse machen muss, ebenso.
Nun zur Effffeddddepeeeh!
Normalerweise wäre hier für mich schon „Ende Gelände“. Weil ich aber heute einigermaßen gut drauf bin, will ich mal nicht so sein. Irgendwo heißt es bei Brechts „Mutter Courage“ - und im Wesent­lichen hatte Brecht immer Recht:
„Wer mit dem Teufel frühstücken will, braucht einen sehr langen Löffel.“
Jetzt hinken solche Vergleiche natürlich immer ein wenig. Und hier ganz besonders. Denn im Gegensatz zur Effffeddddepeeeh gibt es den Teufel gar nicht. Mehr hab ich dazu nicht zu sagen.
13.10.21
Und wenn es selbst den allerletzten Menschen auf der Erde ...
… einen Schietdreck interessieren täte, der Kölner Stadtanzei­ger schröbe immer noch nach Herzensmördergrubenlust synodalische Kampf- und Aufklärerartikel gegen Rainer Maria Woelki! Heute z.B. auf Seite 1 den hier:
„Volle Bezüge in 'Auszeit'
Der Kölner Kardinal Rainer Woelki erhält während seiner Auszeit bis Anfang März 2022 die vollen Bezüge. Nach Angaben des Erzbis­tums wird der Erzbischof nach Besoldungsstufe B10 bezahlt, in der das Grundgehalt 13.771 Euro monatlich beträgt.“
Und diese 13.771 Penunzen kaspert sich der Erzbischof nicht eigen­händig sonntags aus den kölschen Klingelbeuteln. Nee, nee, all die schönen Penunzen kriegt er - wie ein stinknormaler Beamter - in Deutschland jeden Monat schlafwandlerisch vom Staat in seine Sou­tane geschustert. Selbst in seiner Auszeit.
Und in seiner Auszeit wollte Woelki, weil er ja nicht arbeiten darf – so hat er es jedenfalls seinen Schafen erzählt – was unerhört Hoch­interessantes ausprobie­ren. Da wollte er ein langes, intensives Ge­spräch mit Gott führen. Und da denke ich doch, das soll er auch ruhig machen. Denn schaden kann‘s ja nicht. Ich finde nur 13.771 Ocken, meine lieben Herren Onkel Otto und Gesangsverein, das ist doch ganz schön happig für n bisschen Quatschen mitm lieben Gott, oder?!
Was anderes wär es natürlich, wenn Woelki die ganze Kohle nicht kriegen, sondern berappen müsste! Aber da geht bei den Brüdern doch wohl eher ein Kamel durch ein Nadelöhr ...