Das Tagebuch

22.6.17
Liberal, liberaler, liberallala
Chrissy Lindner, der 3-Tage-bärtige One-Man-Show-Gigant vonne FDP und GröKnallfaZ, größte Knallfrosch aller Zeiten, mit offenem Hemd zur Weltpresse:
„Sollte die FDP nach der Bundestagswahl in die Regierung einzie­hen, soll die Basis über den Koalitionsvertrag abstimmen.“
Ooooh, la la, wie generös, modern-art und funky, der feine Herr!
Als ob auch nur ein einziger aus seinem abgeschmackten Basisvolk eine winzige Spur weniger opportunistisch wär wie ihr GröKnallfaZ!
Und mit so was müssen wir uns demnächst wieder rumschlagen!
21.6.17
Für einen friedlichen G-20-Gipfel, Teil 1
Angela Merkel gibt wieder etwas von sich, was sich auch von selbst versteht:
„Ich finde es gut, dass es Kritiker gibt. Aber es versteht sich von selbst, dass solche Kritik friedlich sein muss.“
Ja, find ich auch. Und zwar genauso friedlich, wie die Praxis, mit der die G-20 den Rest der Welt behandelt.
Na, det jibt aba 'ne Holzerei!
20.6.17
Nachtrag zum Eintrag vom 13. Juni
Friedrich Küppersbusch in seiner taz-Kolumne:
„Der Film schafft es binnen der ersten 16 Minuten – länger habe
ich es nicht geschafft, sorry – Judenhass und Kritik an der Politik Israels nebensatzweise suggestiv zu einer hässlichen Pampe zu vermischen. In Summe wirkt das Werk so tütendoof wie sein Gegenstand.“
16 Minuten von insgesamt 90 hast du dir, oh, du großer Medien­kritiker, also angetan! Donnerwetter!
Is' aber trotzdem in Summe 'ne ganze Menge! Für 'nen linken Antisemiten.
Nur, was ich nicht recht verstehe, ist dieses „sorry“. Bei wem entschuldigst du dich da denn?
Darf ich raten, Knalltüte?
19.6.17
Lügenpresse? Lügenpresse!
Anlässlich des wohl gottgewollten Abgangs unseres alten Kandes­bunzlers Helmut Kohl hat dessen Leib- und Saumagen-Zeitung BILD sich eine 4-teilige Wixgriffel-Serie zusammenschmozettet mit dem Titel „Mythos Kohl“.
Man ist ja nun vom Hause Springer so einiges in puncto Lug & Trug gewöhnt, aber diesmal stimmt wenigstens die Überschrift. Der Fremdwörter-Duden umschreibt den Begriff Mythos nämlich wie folgt:
„Mythos: 1. überlieferte Dichtung, Sage, Erzählung aus der Vorzeit eines Volkes. 2. Person, Sache Begebenheit, die (aus meist ver­schwommenen, irrationalen Vorstellungen heraus) glorifiziert wird, legendären Charakter hat. 3. falsche Vorstellung, Ammenmärchen.“
18.6.17
Martin Schulz, der Unersättliche
„Ich bin für die Ehe mit allen.“
(Anmerk.:
Weil bereits 2 Tage nach der Bundestagswahl im September 2017 niemand mehr wird wissen können, wer denn nun schon wieder dieser ominöse Martin Schulz gewesen ist, hier die nötigen Infos für alle, die irgendwann später vielleicht mal zufällig auf diesen ver­gessenen Tagebuch-Eintrag stoßen sollten:
Martin Schulz, in jungen Jahren 'ne Zeitlang Bürgermeister von äh Aachen, glaub ich, dann irgendwas in Brüssel und ab Ende 2016 erste Wahl als Kanzlerkandidus der SPD, na ja, weil aber auch an­sonsten keiner den Job machen wollte. Schwebte anfangs – zwei, drei Wochen lang wie 'n Honigkuchenpferd mit einer Überdosis Glücks-Globoli intus im Wolkenkuckucksheim Nr. 7 als sozialdemo­kraticher Ersatz-Heiland durch vollkommen irreale Siegerwelten, angetrieben von einer hyperventilierten, 100 prozentig durchge­knallten Parteibasis (Stichwort: „Martin, ich will ein Kind von dir!“).
Martin Schulz, ein Mensch, der in einem früheren Leben wahr­scheinlich ein ganz erfolgreicher Vorarbeiter einer Büroklammer­fabrik mit 2 Angestellten war, aber seit seiner Wiedergeburt als rastloser Korinthenkacker in heutiger Zeit nun mal natürlich null Chance hatte gegen eine Angela Merkel, unsere weise Führerin durch die Galaxis und gebürtige Perle aus der Uckermark.)
17.6.17
Altkanzler Kohl hin und weg
Gestern hatte der liebe Gott (oder wer auch immer) endlich ein Einsehen und hat Birne zu sich gerufen.
Okay, okay, alles okay. Aber ausgerechnet am Vortag des 17. Juni, dem Tag der deutschen Einheit?! Also … wenn se mich fragen …
da hat doch einer dran gedreht!
16.6.17
Parteitag der Grünen in Berlin im Berliner Velodrom
Heute wollt' ich mit paar Sätzen
noch was zu den Grünen hetzen.
Doch dann kam mir Kästner in den Sinn ...
Und am Ende irgendwas mit „Utes“.
Und da fiel's mir wieder ein:
Über Tote nichts als Gutes!
15.6.17
Aus 1001 Nacht
Beziehungsweise aus dem Kölner Stadtanzeiger:
„Viel Zuspruch für Protest der Muslime -
Der Friedensmarsch von Muslimen gegen den islamistischen Terror findet bei den muslimischen Verbänden, bei Nicht-Muslimen und seitens der Politik große Unterstützung. Mit der Demonstration unter dem Motto „Nicht mit uns“ wollen Muslime aus ganz Deutschland in Köln ein Zeichen gegen jeglichen Terrorismus im Namen der Reli­gion setzen.“
Undsoweiterundsoweiter.
Yo! Janz dolle Sache det! Hat nur einen kleinen Schönheitsfehler: Die Ditib, die mitgliederstärkste Mohammed-Truppe in Deutschland, die „Türkisch-Isla­mische Union der Irrenanstalt für Religion“ oder so ähnlich, will da auf keinen Fall mitmarschieren. Das würde nicht zu ihnen passen. Und da muss ich gestehen: So viel Ehrlichkeit hätt' ich diesen Sackjesichtern gar nicht zugetraut!
14.6.17
Neues vom berühmten deutschen
Militärischen Widerstand gegen Hitler
Das Oberkommando der Bundeswehr gibt bekannt:
Die Ursel von der Post, Quatsch, von der Leyen hält beim Bundes­wehrstandort in Augustdorf am Namen „Generalfeldmarschall-Rommel-Kaserne“ fest:
„Die Rommel-Kaserne ist so bewusst benannt worden an einem Jahrestag des Widerstands. Das zeigt, dass Rommel seine Rolle
im Widerstand auch gehabt hat.“ Die Soldaten und die Gemeinde Augustdorf hätten angesichts der Geschichte beschlossen, die Kaserne weiter Rommel-Kaserne zu nennen.
Ich mein', mir is' es ja egal, wie se diese Blödmannsbaracken benennen. Wegen mir können die auch „Kaserne 88“, „Stube zum dummen August“ oder „Beate-Uhse-Hauptquartier“ heißen. Aber: Wüstenfuchs Rommel und Widerstand? Mit Verlaub, ihr niedlichen Hobby-Historiker, das kommt mir nun doch irgendwie ein büschen verwegen vor ... !