Das Tagebuch
10.4.24
Die Brandmauer …Welche Brandmauer?
Die ‚Thüringer Allgemeine‘ bleibt - und deshalb nennt sie sich auch so - im Allgemeinen:
„Erfurt. Am Donnerstag treffen die Thüringer Spitzenkandidaten Mario Voigt (CDU) und Björn Höcke (AfD) im TV-Duell aufeinander. Sie wollen offiziell über Europa sprechen - dahinter aber steckt viel mehr.“
Echt?
Noch sitzen se vor der Brandmauer und diskutieren, ob ein Thüringer Christdemokrat mit dem Thüringer Oberarschloch für Deutschland im Thüringer TV über Thüringen, Deutschland und Europa diskutieren darf, soll oder muss oder nix davon. Die illustren Argumente kennt man alle, alle habense was für und was gegen sich. Wobei der Hitlerjunge Höcke ja überhaupt nicht das Problem ist, sondern jetzt schon mehr als ein Drittel der Bevölkerung. Der Björn ist ja bloß der clevere Posterboy mit der irren Adi-Tolle, der raunende Erdkundelehrer vom Thüringer braunen Pack.
Die ‚Thüringer Allgemeine‘ ihrerseits will jetzt also alles ganz dolle richtig machen, zitiert alle Argumente pro & contra noch mal rauf und runter, bis man sie rückwärts singen kann, und versteht nicht, damit bereits selbst diese ominöse Brandmauer ad absurdum geführt zu haben, die zum 1. Mal mit einiger Berechtigung gut unterm Namen „antifaschistischer Schutzwall“ hätte laufen können.
Egal, gelaufen zu sein oder eben nicht ist am Ende auch nicht die Frage sondern gehoppst wie gesprungen. Warten wir noch den Donnerstag ab, wer von den beiden Heiopeis das jetzt schon historische Laber-Duell gewinnt. Schätze beide. Nur Höckes Sympis werden diese Nachtstunde der deutschen Demokratie wohl missmutig vor ihrer Glotze rumhocken, weil ihr Herr Höcke sie schlechterdings nicht via „Welt-TV“*) zum Sturm auf den Landtag anheizen konnte.
„Meine Damen und Herren, es folgt nun aus aktuellem Anlaß die Dokumentation „Die Brandmauer“. Wir wünschen Ihnen eine geruhsame Nacht.“
---------------
*) Übertragen wird's "zur besten Sendezeit", aber nicht auf öffentlich-rechtlich, sondern auf Springers Welt-Kanal. So viel Aneignung muss schon sein.
„Erfurt. Am Donnerstag treffen die Thüringer Spitzenkandidaten Mario Voigt (CDU) und Björn Höcke (AfD) im TV-Duell aufeinander. Sie wollen offiziell über Europa sprechen - dahinter aber steckt viel mehr.“
Echt?
Noch sitzen se vor der Brandmauer und diskutieren, ob ein Thüringer Christdemokrat mit dem Thüringer Oberarschloch für Deutschland im Thüringer TV über Thüringen, Deutschland und Europa diskutieren darf, soll oder muss oder nix davon. Die illustren Argumente kennt man alle, alle habense was für und was gegen sich. Wobei der Hitlerjunge Höcke ja überhaupt nicht das Problem ist, sondern jetzt schon mehr als ein Drittel der Bevölkerung. Der Björn ist ja bloß der clevere Posterboy mit der irren Adi-Tolle, der raunende Erdkundelehrer vom Thüringer braunen Pack.
Die ‚Thüringer Allgemeine‘ ihrerseits will jetzt also alles ganz dolle richtig machen, zitiert alle Argumente pro & contra noch mal rauf und runter, bis man sie rückwärts singen kann, und versteht nicht, damit bereits selbst diese ominöse Brandmauer ad absurdum geführt zu haben, die zum 1. Mal mit einiger Berechtigung gut unterm Namen „antifaschistischer Schutzwall“ hätte laufen können.
Egal, gelaufen zu sein oder eben nicht ist am Ende auch nicht die Frage sondern gehoppst wie gesprungen. Warten wir noch den Donnerstag ab, wer von den beiden Heiopeis das jetzt schon historische Laber-Duell gewinnt. Schätze beide. Nur Höckes Sympis werden diese Nachtstunde der deutschen Demokratie wohl missmutig vor ihrer Glotze rumhocken, weil ihr Herr Höcke sie schlechterdings nicht via „Welt-TV“*) zum Sturm auf den Landtag anheizen konnte.
„Meine Damen und Herren, es folgt nun aus aktuellem Anlaß die Dokumentation „Die Brandmauer“. Wir wünschen Ihnen eine geruhsame Nacht.“
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*) Übertragen wird's "zur besten Sendezeit", aber nicht auf öffentlich-rechtlich, sondern auf Springers Welt-Kanal. So viel Aneignung muss schon sein.
9.4.24
Und das hier nur zur Erinnerung
Sie glauben, also die Politiker, Experten und Symphatisanten, wenn sie zu „Caren Miosga“ gehen, Caren Miosga würde nicht erkennen, wann sie, wie sie, wo und warum sie berufsbedingt manchmal lügen müssten. Sie glauben es, und wissen's nicht. Is auch egal. Der Sinn von „Caren Miosga“ ist jedenfalls weder die Propaganda für den Endsieg des röm.-katholischen Aberglaubens noch der legendäre öffentliche Aufklärungsauftrag über das korrekte Leben oder sonstwas, Bei „Caren Miosga“ steht im Gegenteil das Vergessen im Vordergrund.
Das vorweg.
Noch unberücksichtigt in dieser Wahrscheinlichkeitsrechnung um „Caren Miosga“ rum ist das, was es mit dem sog. Publikum „macht“. Mit dem Vergessen unmittelbar zusammen hängt da das altbekannte Zementieren - oder wie man heute so sagt - Verstetigen der herrschenden Verhältnisse. Ich weiß, Sie können das alles nicht mehr hören, is' aber trotzdem richtig. Beziehungsweise falsch, also die Machtverhältnisse. Die „Miosga“-Gucker sehen nur 'ne semipolitische Scheinwelt, die Gagawelt von „Caren Miosga“. Und aller anderen Miosgas auch.
Und so blieb wieder wahr, was unlängst prophezeit ward, was der Prophet noch vor gar nicht so langer Zeit quasi für alle Zeiten antizipiert hatte und was seit dem denn auch praktisch schon fast zu Tode zitiert und geritten worden ist:
„Es gibt kein richtiges Leben im falschen.“
Bitte sehr.
P.s.:
Und wenn Christian Lindner vonne Äffffeddddpeeeeh - und darauf wollt’ ich eigentlich hinaus - Caren Miosga erzählt „Ich spüre jeden Tag die Grenzen, an die wir stoßen“, dann hatter zwar weder gelogen noch die Wahrheit gesagt, aber mit dem Aussprechen seines Gefühls viererlei geschafft: Was ihn betrifft, lag er richtig, für Caren Miosga auch, und für „Caren Miosga“ ebenso, wie für mich ja sowieso. (Kein Wunder: Von mir war ja auch der Text.) Mit andern Worten heißt das: Ich wage die zutiefst deprimierende Prognose
Freie Fahrt für DEN Populisten der Zukunft! It's the economy, stupid. Mit Volldampf voraus! Und dem lieben, neoliberalen Lobbyisten und Lügenbaron Lindner und seiner ÄfffffddddddPeeeh! Yuppie-ei-hoooh, yippie-ei-heeehe!!
(Ismirschlecht)
q.e.d.
Das vorweg.
Noch unberücksichtigt in dieser Wahrscheinlichkeitsrechnung um „Caren Miosga“ rum ist das, was es mit dem sog. Publikum „macht“. Mit dem Vergessen unmittelbar zusammen hängt da das altbekannte Zementieren - oder wie man heute so sagt - Verstetigen der herrschenden Verhältnisse. Ich weiß, Sie können das alles nicht mehr hören, is' aber trotzdem richtig. Beziehungsweise falsch, also die Machtverhältnisse. Die „Miosga“-Gucker sehen nur 'ne semipolitische Scheinwelt, die Gagawelt von „Caren Miosga“. Und aller anderen Miosgas auch.
Und so blieb wieder wahr, was unlängst prophezeit ward, was der Prophet noch vor gar nicht so langer Zeit quasi für alle Zeiten antizipiert hatte und was seit dem denn auch praktisch schon fast zu Tode zitiert und geritten worden ist:
„Es gibt kein richtiges Leben im falschen.“
Bitte sehr.
P.s.:
Und wenn Christian Lindner vonne Äffffeddddpeeeeh - und darauf wollt’ ich eigentlich hinaus - Caren Miosga erzählt „Ich spüre jeden Tag die Grenzen, an die wir stoßen“, dann hatter zwar weder gelogen noch die Wahrheit gesagt, aber mit dem Aussprechen seines Gefühls viererlei geschafft: Was ihn betrifft, lag er richtig, für Caren Miosga auch, und für „Caren Miosga“ ebenso, wie für mich ja sowieso. (Kein Wunder: Von mir war ja auch der Text.) Mit andern Worten heißt das: Ich wage die zutiefst deprimierende Prognose
Freie Fahrt für DEN Populisten der Zukunft! It's the economy, stupid. Mit Volldampf voraus! Und dem lieben, neoliberalen Lobbyisten und Lügenbaron Lindner und seiner ÄfffffddddddPeeeh! Yuppie-ei-hoooh, yippie-ei-heeehe!!
(Ismirschlecht)
q.e.d.
8.4.24
Im Übrigen, das hat er auch noch gesagt.Bei irgend so nem Fototermin wegen irgendwas
„Was wir jetzt brauchen, ist ein Aufstand der Anständigen, wegschauen ist nicht mehr erlaubt."
Ach, und vorher war es das?
Ach, und vorher war es das?
7.4.24
Bastaman vibrations
Er käme aus „ärmlichen Verhältnissen“ und hätte „jahrelang Fensterkitt fressen müssen,“ jawohl, meine lieben Zuschauer, Fensterkitt fressen müssen, und meinte damit wohl, daraus jetzt den legitimen Anspruch ableiten zu können, in Zukunft auch mal exquisitere Speisen zu sich nehmen zu dürfen, erzählte er später gerne den wissbegierigen Journalisten, als er noch die Macht hatte, einem nicht unwesentlichen Teil seiner Untertanen das „Hartzen“ als den Letzten Schrei unterzujubeln. Es mussten dann aber noch etliche Jahre ins Land gehen, bis er – schon lang nicht mehr King of Schlaraffenland – bei seinem ehemaligen Volke völlig unten durch war. Das schaffte er, der kurz- und kleingewachsene „Ex-Auto-Mann, Genosse der Bosse“ und Erfinder lupenreiner Demokraten mit Hilfe seiner Männerfreundschaft zu dem ebenso kurz wie kleingeratenen, lupenreinen ideellen Kreml-Gesamt-Kriminellen Wladimir!
Putinowitsch, hol mir mal ne Flasche Bier!
Jetzt ist dieser komische Kanzler-Clown also 80 geworden.
Und wir sagen Glückwunsch! Ja, denn jeder soll hier sagen können, was er will, und so lange leben, wie er will, und befreundet sein, mit wem er will. Aber eine Freundschaft zwischen zwei Menschen bzw. zwischen einem sozialdemokratischen deutschen Bundeskanzler aD. und einem der mächtigsten Auftraggeber für Mord und Totschlag weltweit… also, komisch is scho. Oder?
Oder sind das nur die neuen Werte der modernen europäischen Sozialdemokratie?
Putinowitsch, hol mir mal ne Flasche Bier!
Jetzt ist dieser komische Kanzler-Clown also 80 geworden.
Und wir sagen Glückwunsch! Ja, denn jeder soll hier sagen können, was er will, und so lange leben, wie er will, und befreundet sein, mit wem er will. Aber eine Freundschaft zwischen zwei Menschen bzw. zwischen einem sozialdemokratischen deutschen Bundeskanzler aD. und einem der mächtigsten Auftraggeber für Mord und Totschlag weltweit… also, komisch is scho. Oder?
Oder sind das nur die neuen Werte der modernen europäischen Sozialdemokratie?
29.3.24
Karfreitag
Gott ist tot.
Und ich bin dann auch mal weg. Für ne Woche. Hoffentlich passiert nich noch n Drama.
Bis dahin
Und ich bin dann auch mal weg. Für ne Woche. Hoffentlich passiert nich noch n Drama.
Bis dahin
28.3.24
Worte, mit denen sich große, bedeutende Männer einmal unsterblich blamiert haben
Gut, er war nicht gerade groß und bedeutend, aber dafür ziemlich schief gewickelt. Genauso wie seine berühmte Prognose:
„Denn eines ist sicher: die Rente.“
Ähnlich schwer daneben lagen die Stadtplaner von New York, als sie 1850 weissagten, falls die Entwicklung mit den Pferdekutschen so weiterginge, die Stadt im Jahre 1910 in meterhohem Pferdemist ersticken würde. Auch hier kam es, wie wir heute wissen, erstens anders als zweitens.
Umgekehrt proportional zur Wahrheit, und deswegen auch umso allgemeingefährlicher verhielt es sich mit dem Satz:
„Niemand hat die Absicht ...“
Die Zuschreibung „groß und bedeutend“ für den letzten nun folgenden Vogel erscheint zwar auch nicht ganz angebracht, die Blamage und seine Selbstdemontage aber werden bleiben:
„Ich habe einmal während der Schulzeit mal einen Zug dran getan. Es war furchtbar.“ (Friedrich Merz über seine Grenzerfahrung mit dem furchtbaren Cannabis-Missbrauch.)
„Denn eines ist sicher: die Rente.“
Ähnlich schwer daneben lagen die Stadtplaner von New York, als sie 1850 weissagten, falls die Entwicklung mit den Pferdekutschen so weiterginge, die Stadt im Jahre 1910 in meterhohem Pferdemist ersticken würde. Auch hier kam es, wie wir heute wissen, erstens anders als zweitens.
Umgekehrt proportional zur Wahrheit, und deswegen auch umso allgemeingefährlicher verhielt es sich mit dem Satz:
„Niemand hat die Absicht ...“
Die Zuschreibung „groß und bedeutend“ für den letzten nun folgenden Vogel erscheint zwar auch nicht ganz angebracht, die Blamage und seine Selbstdemontage aber werden bleiben:
„Ich habe einmal während der Schulzeit mal einen Zug dran getan. Es war furchtbar.“ (Friedrich Merz über seine Grenzerfahrung mit dem furchtbaren Cannabis-Missbrauch.)
27.3.24
Selbstverständlich
„Selbstverständlich darf man in diesem Land auch den Kanzler beschimpfen,“ so Olaf Scholz wortwörtlich bei einer Bürgerbefragung im NDR. „Das ist doch selbstverständlich!“ Und fügte noch hinzu:
„Nützt aber nix.“
Nee, das hat er nicht gesagt. Aber gedacht hatter das. Habich genau gesehen.
Nee, das hat er nicht gesagt. Aber gedacht hatter das. Habich genau gesehen.
26.3.24
Der Baerbock im Garten Eden
Nur wer glaubt, dass unser flottes Aussenministermädchen Annalena mit ihrem nunmehr 7. Ausflug in die unendliche Nahost-Geschichte mit ihrer vielgelobten „Aussenminister-untypischen emotionalen Herangehensweise“ den Stein finden wird, unter dem ja irgend so ein Weiser versteckt sein soll, einen Stein, der noch nicht 100.000 mal bei der Suche nach diesem Neunmalklugen Weisen umgedreht worden ist,
nur: wer das glaubt, der wird auch nicht begreifen, warum Deutschland für Israel wohl eher das allerletzte Land ist, von dem ein jüdischer Staat substantielle Hilfe (und nicht nur aus Staatsraison) und eine einigermaßen ehrliche Zweistaaten-Beziehung erwarten kann.
Und sich schon mal gar nicht - Zeitenwende hin, Zeitenwende her - irgendwelche Aufforderungen zu wie auch immer definiertem „stärkerem humanitären Handeln“ anhören will.
nur: wer das glaubt, der wird auch nicht begreifen, warum Deutschland für Israel wohl eher das allerletzte Land ist, von dem ein jüdischer Staat substantielle Hilfe (und nicht nur aus Staatsraison) und eine einigermaßen ehrliche Zweistaaten-Beziehung erwarten kann.
Und sich schon mal gar nicht - Zeitenwende hin, Zeitenwende her - irgendwelche Aufforderungen zu wie auch immer definiertem „stärkerem humanitären Handeln“ anhören will.