Das Tagebuch

22.6.25
Deutsches Miserere
Wenn das Kriegsziel lautete, das iranische Atomprogramm zu stoppen, mit dem die Mullahs in der Lage wären, Israel von der Landkarte zu tilgen; wenn China, Russland und Europa eine militärische Lösung ablehnen aus welchen Gründen auch immer - und vernünftige darunter sind nicht zu finden; wenn dann wie vergangene Nacht, als die USA mit neuen bunkerbrechenden Mega-Bomben endlich vollendete Tatsachen schufen, d.h. die iranische Atombombe für die nächsten Ewigkeiten erfolgreich verhindern konnten, dann wäre m.e. statt verschärfter Kritik seitens China, Russland und Europa zur Abwechselung vielleicht mal verschärfte Solidarität mit Israel und den USA angebracht - anstatt mit pazifis­tischem Gesummse selbst minimale Erfolge zu torpedieren bzw. klein zu spekulieren. Denn auch ein ansonsten kompletter, formvollendeter Vollidiot – so spielt nun mal das Leben - vermag wie das legendäre blinde Huhn in der Lage zu sein, ein Korn zu finden.
17.6.25
Zur Vergangenheit und Zukunft des Spahnferkels
Solange einen die Zukunft nicht dauernd rechts überholt und Vergangenheit immer noch vergangen meint, scheint mir die Welt doch wie immer noch ganz okay zu sein. Nur bei unserm Jens, unserm Jens Spahnferkel hat die Vergangenheit wieder Hochkon­junktur und gnadenlos zugeschlagen. Es geht um Korona, Masken­kauf im Wert von mehreren Milliarden und wieviel Vater Staat auf Nimmerwiedersehn und wieviel Spahn und wieviel Ferkeleien da mit im Spiel gewesen sind und war'n. Der Jens wird dabei noch so das eine und andre blaue Wunder erleben. Er ist aber auch ein starker Charakter.
Karl Marx, glaub ich, war das, soll mal was von typischen Charaktermasken erzählt haben.
(Aber heute wird auch so manches erzählt.)
15.6.25
Der Blondinenwitz der Woche
Julia Klöckner, bekannt für ihre blonden Haare, war nicht nur irgend­wann mal Deutsche Weinkönigin und alles mögliche in der CDU, sondern immer schon schreiend blond von den Haarspitzen bis nach unten zu den Radieschen. In der macho-generierten CDU-Regie­rungsmannschaft war aber auch kein Platz für diese rundum kluge Blondine. Weil sie den Männern in ihrem Club nun zu gesichert extremistisch blond erscheint, zu wirklich jedem Thema wirklich alles weiß bzw. besserweiß, schob man sie ab auf den innerparlament­arischen Mecker-, Law-& Orderposten „Bundestagspräsidentin“.
Da dieser Job notre grande blonde Dame aus dem Rheinland-Pfälzi­schen mit dem absolut ungewöhnlichen Lebensmotto „Haltung – Herz - Heimat“ aber naturgemäß nicht ausfüllen kann, ein Job, der darin besteht, ihre Kollegen und Kolleginnen zu maßregeln, wenn sie in ihren wichtigen Beiträgen übers Ziel hinaus schießen und so mit Absicht unter der Gürtellinie landen, besucht sie gerne die vielen Redaktionsnetzwerke in Deutschland und plaudert sich so seelen­ruhig durch den Tag; zu welchem Thema auch immer, es ist ihr schnuppi, sie kann ja jedes Thema, so zum Beispiel:
„Also, ich war immer schon ein großer Fan der Allgemeinen Dienst­pflicht,“
So, jetzt wissen wir auch das.
14.6.25
Über den Woelkis*)
Man soll se ja ernst nehmen. Se tun jedenfalls immer so. Egal.
Irgendein katholischer Priester hat via Internet eine Petition in die Welt geschickt zu Händen Papst Leo XIV, er möchte doch bitte den rheinischen Katholizismus endlich von diesem unerträglichen, quasikriminellen Erzbischof Woelki befreien.
Innerhalb weniger Wochen kamen nun bis zum Wochenende sage und schreibe 62.000 Unterschriften zusammen. Damit ständ nun das interne Machtverhältnis – auch für die nächsten 100.000 Jahre fest: 62.000 zu 1,4 Milliarden.
Wie wird sich also ein Papst, der noch alle Nadeln am Tannenbaum hat, entscheiden?
*)
Tut mir leid. Aber der musste noch sein.
13.6.25
Ach du heilige Scheiße!
Israel vs. Iran
Der klügere gewinnt.
12.6.25
Eigentlich will man’s ja gar nicht wissen
RTL/ntv berichtet vom eigenen objektiven Trendbarometer:
„Deutliche Mehrheit unterstützt Dobrindts Zurückweisungen“
Mit andern Worten:
Das in seiner überwältigenden Mehrheit zum manifesten Rechtsradi­kalismus neigende deutsche Volk steht wie ein Mann hinter Dobrindts illegalen rechtssradikalen Zurückweisungen.
Hm …
Wer hätte das gedacht.
11.6.25
Ach nee, nich die schon wieder
Sie hatten eine alte, arme, antiquierte, fast schon allgemeingefähr­lich- abenteuerliche Schaluppe irgendwo ausgegraben und waren, voll geladen mit „Über­lebensmitteln für Gaza“ und mit Greta Thun­berg an Bord, losgeschip­pert, ein Bild wie aus den Zeiten der Augsburger Puppenkiste, nicht etwa um den Bedürftigen mit ihren symbo­lisch gesammelten Habse­ligkeiten Gutes zu tun, sondern um, Jesu wunderbarer Fischvermeh­rung nicht gänzlich unähnlich, unter den Augen der Weltöffentlichkeit ein wenig Hamas-Propaganda zu verbreiten.
Dass diese unbarmherzige, kleinstgeistige Idiotenaktion einzig dem Ziel dienen sollte, die Solidarität mit den sog. „antikolonialistischen Widerstandskämpfern der Hamas“ zu stärken und ihrem eigenen Judenhass noch nen ordentlich frischen Schub zu geben, war dabei für jeden so offensichtlich, dass sich weitere Worte eigentlich erübrig­ten.
Nur beim ‚Kölner Stadtanzeiger‘ kam die Info wohl nicht so ganz an. Und so meinte Frau Daniela Vates, Studium der Journalistik und Politik in München und den USA und eine der fleißigsten Schreib­maschinen der Zeitung, der Greta einen wichtigen Hinweis geben zu müssen. Ihr Kommentar war überschrieben mit „Thunberg fehlt Glaubwürdigkeit“.
Dass der allseits und weltweit bekannten, aktivistischen Antisemitin Greta Thunberg die Glaubwürdigkeit fehlt, wer wollte das bestreiten. Aber wieviel an Zusatz-Glaubwürdigkeit braucht dann eine studierte Meinungsmacherin beim Stadtanzeiger, wenn sie – auf den Punkt gebracht – anscheinend nicht mal weiß, dass das Endziel der Hamas die finale Vernichtung von Israel und sämtlicher Juden weltweit ist.
10.6.25
Die USA auf dem Trumpelpfad in den postmodernen Faschismus
Sie haben es mehrheitlich selbst so gewollt. Sie haben sich die Suppe selber eingebrockt. Jetzt kriegen sie auch die Quittung serviert. Versprochen ist versprochen. Ausnahmsweise mal:
Trump schickt die Nationalgarde. Gegen den erklärten Willen der Bürgermeisterin von Los Angeles, gegen den Willen des Gouver­neurs von Kalefornien, gegen den Willen der Bevölkerung.
Und der Rest der Welt ist stramm auf dem Weg in seinen Aller­wertesten. Als hätte es das letzte Jahrhundert nicht gegeben.
Und was außer Staub und Dreck übrig bleiben wird, wird der Antisemitismus sein. Denn der kommt auch ohne Menschen aus.
9.6.25
Was feiern wir denn heute so?
Pfingsten feiern wir.
Aber was soll's?
Vereinsintern wird Pfingsten „Aussendung des Heiligen Geistes“ oder auch „Ausgießung des Heiligen Geistes“ genannt. Dieses Datum, der 50.ste Tag nach Ostern, wird in der christlichen Tradition auch als Gründung der Kirche verstan­den.
Damit fing das ganze Elend also an.