Die meisten, die ihn nicht als Kanzler haben wollten, allein um später nicht für die Inthronisierung eines enervierenden, unerträglichen Schreihalses mitverantwortlich gemacht werden zu können, dürfen sich nach seiner heutigen, ersten Regierungserklärung wieder ganz beruhigt zurück in den Fernsehsessel begraben.
In der Zwischenzeit hatte er sich wohl diverse Ratschläge von Heerscharen gutmeinender Verhaltenstherapeuten irgendwie in seinen Hypothalamus reinbimsen lassen mit dem Ziel, versöhnlicher und netter daher zu kommen und von Leuten wie Angela Merkel, Johannes Rau und Jürgen Fliege nicht mehr unterschieden werden zu können.
Und so habe ich mich heute - am helllichten Tage - vor die Glotze postiert und mir seine Regierungserklärung antun wollen. Nach 10 Minuten war ich, wupp, weg, eingepennt. Dafür aber wissen wir jetzt, wie tödliche Langeweile hergestellt wird.
(Tödliche Langeweile - eine neue Massenvernichtungswaffe? Wir bleiben dran.)
P.s.:
Aber ein Satz aus seiner Regierungsverklärung muss denn doch noch zitiert werden.
Nach der etwas über 1 Stunde dauernden Zusammenballung von uninspiriertem Parteiprogrammgequatsche, christdemokratischen Gesellschaftsträumen der Fünfziger Jahre und unvermeidlichen Anklängen an von der Leine gelassenen, nationalem Größenwahn konnte man sich zwar getrost wieder sinnvolleren Dingen zuwenden wie Zähneputzen, Kartenlegen und ne Liste erstellen für den nächsten Wochenend-Einkauf bei Lidl. (Weil: Lidl lohnt sich!)
Aber als Bundeskanzler musste er ja wenigstens einen verschimmelten Spruch aus der Knall- und Überraschungstüte parlamentarischer Standardlügen zum Besten geben. Und also sprach der Herr Gesangsverein:
„Der Staat, das sind wir alle!“
Danach hab ich in die Kiste getreten und die Fernbedienung aus dem Fenster geworfen. Denn wenn ich eins nicht sein will, dann ein Teil dieses Staates. Urkomisch nur, dass ausgerechnet der neoliberalistische Dauerschwätzer Friedrich Merz … Oh, pardon! Ich glaub’, ich wiederhol mich.
Aber dann wissen se ja auch, was uns demnächst blüht. Die Natur jedenfalls nicht.
Das Tagebuch
14.5.25
Das kann ja lustig werden
13.5.25
Habemus … Außenminister Wadephul
Die tagesschau berichtett:
„Außenminister Wadephul in Israel zu Besuch bei sehr komplizierten Freunden“
Ach, echt? Und ich hatte immer gedacht, die Deutschen wären die sehr komplizierten?
„Außenminister Wadephul in Israel zu Besuch bei sehr komplizierten Freunden“
Ach, echt? Und ich hatte immer gedacht, die Deutschen wären die sehr komplizierten?
12.5.25
Hauptsache gegen Sinn und Verstand
Am Wochenende gab es laut NDR.de „bundesweite Proteste für ein AfD-Verbot.“
Hm. Ja klar- jeder kann sich mal vertippen. Ja, nee, is klar. Man fühlt ja irgendwie, was sie damit meinen. Sicher. Klar. Aber trotzdem, seit wann gibt es das denn: ‚Proteste für‘ etwas?
Kinners, bevor ihr euren unlogischen Kappes ausm Bauch heraus trompetet, guckt doch mal nach, ob ihr noch alle Nadeln an der Tanne habt. Oder war das am Ende gar kein Tippfehler?
Hm. Ja klar- jeder kann sich mal vertippen. Ja, nee, is klar. Man fühlt ja irgendwie, was sie damit meinen. Sicher. Klar. Aber trotzdem, seit wann gibt es das denn: ‚Proteste für‘ etwas?
Kinners, bevor ihr euren unlogischen Kappes ausm Bauch heraus trompetet, guckt doch mal nach, ob ihr noch alle Nadeln an der Tanne habt. Oder war das am Ende gar kein Tippfehler?
11.5.25
Muttertag
Bei manchen Gestalten des öffentlichen Interesses, lohnt sich’s nicht, sich mit derem Gequake ernsthaft zu beschäftigen, weil man sich getrost darauf verlassen kann, dass die sich bereits am nächsten Tag von ihrem eigenen Gequake wieder distanzieren. Zum Beispiel er hier: „Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern" (Adenauer). Oder Merz, mittlerweile auch ein Großmeister in der Disziplin Kurzzeitgedächtnis. Von Trump ganz zu schweigen, der mit seinen alternativen Fakten nebenbei noch die Umwertung sämtlicher bisher gültigen Werte zu seinem Lebenselixier gemacht hat.
Deswegen sind gerade heutzutage, wo alles so furchtbar kompliziert geworden ist, traditionsreiche Organisationen und Heimatvereine für das Zusammenleben so wichtig. Wie zum Beispiel die Kirche und der Karneval. Und damit wären wir bei unserm heutigen Thema, dem Muttertag.
Wie sehr sich die Kirche immer und immer wieder, gerade in so schwierigen Zeiten wie diesen, um das Wohl der Mütter verdient gemacht hat, Stichwort Schwangerschaft, kann man gar nicht oft genug wiederholen. Aber eben auch der Karneval hat da seine Verdienste. Das Hochhalten uralter, traditioneller Werte war immer schon sein großes Anliegen. Dem möchte ich heute mit einem Lied beipflichten, einem Lied, das uns gerne die Augen öffnen möcht, einem Lied zum Thema Muttertag, Völkerverständigung und Spass an der Freud, mit einem Lied - die Jugend von heute würde es einen coolen Smash-Hit nennen - alles auf wunderbare Art und Weise miteinander verbindet, das herrliche Lied der „Drei Colonias“. Bitte sehr:
„In Afrika ist Muttertag und das am elften Mai
Und jeder der 'ne Mutter hat der hat drei Tage frei
Holla humba humba humba
Holla humba humba humba
Holla humba humba humba
Holla ho ho ho ho ho
Holla humba humba humba
Holla humba humba humba
Ja, der hat drei Tage frei
Wir waren schon in Rimini Mallorca und Davos,
da wo’s nichts kostet
Doch dies’ Jahr geht’s nach Afrika
Da ist der Teufel los
Und da singt alles
In Afrika ist Muttertag und das am elften Mai
Und jeder der \'ne Mutter hat der hat drei Tage frei
Holla humba humba humba"
(Ad infinitum)
Deswegen sind gerade heutzutage, wo alles so furchtbar kompliziert geworden ist, traditionsreiche Organisationen und Heimatvereine für das Zusammenleben so wichtig. Wie zum Beispiel die Kirche und der Karneval. Und damit wären wir bei unserm heutigen Thema, dem Muttertag.
Wie sehr sich die Kirche immer und immer wieder, gerade in so schwierigen Zeiten wie diesen, um das Wohl der Mütter verdient gemacht hat, Stichwort Schwangerschaft, kann man gar nicht oft genug wiederholen. Aber eben auch der Karneval hat da seine Verdienste. Das Hochhalten uralter, traditioneller Werte war immer schon sein großes Anliegen. Dem möchte ich heute mit einem Lied beipflichten, einem Lied, das uns gerne die Augen öffnen möcht, einem Lied zum Thema Muttertag, Völkerverständigung und Spass an der Freud, mit einem Lied - die Jugend von heute würde es einen coolen Smash-Hit nennen - alles auf wunderbare Art und Weise miteinander verbindet, das herrliche Lied der „Drei Colonias“. Bitte sehr:
„In Afrika ist Muttertag und das am elften Mai
Und jeder der 'ne Mutter hat der hat drei Tage frei
Holla humba humba humba
Holla humba humba humba
Holla humba humba humba
Holla ho ho ho ho ho
Holla humba humba humba
Holla humba humba humba
Ja, der hat drei Tage frei
Wir waren schon in Rimini Mallorca und Davos,
da wo’s nichts kostet
Doch dies’ Jahr geht’s nach Afrika
Da ist der Teufel los
Und da singt alles
In Afrika ist Muttertag und das am elften Mai
Und jeder der \'ne Mutter hat der hat drei Tage frei
Holla humba humba humba"
(Ad infinitum)
10.5.25
Die gute Nachricht, Nr. 2
Ein Kölner Massenblatt gibt bekannt:
„Thomas Gottschalk sagt Tschüss -
Der Fernseh-Entertainer beendet seine Show-Karriere nach mehr als 35 Jahren.“
Gott sei Dank, gelobt und gepfiffen. Ein kleiner Schritt für den Schalk, ein großer für die Menschheit.
„Thomas Gottschalk sagt Tschüss -
Der Fernseh-Entertainer beendet seine Show-Karriere nach mehr als 35 Jahren.“
Gott sei Dank, gelobt und gepfiffen. Ein kleiner Schritt für den Schalk, ein großer für die Menschheit.
9.5.25
Also, so geht’s aber auch nicht!
Da haben wir seit gestern Abend einen niegelnagelneuen Stellvertreter Gottes und ‚google‘ hat nichts besseres zu tun, als diese Welt-Personalie komplett zu ignorieren. Man darf ja zum katholischen Schafzüchter und seinem Verein stehen wie man will, aber so kann man nicht mit den Menschen umgehen. Dabei ist der neue Papi ein waschechter Ami: Robert F. Prevost.
Naja, vielleicht klärt sich die Angelegenheit, wenn man sich die Mühe machte, mal nachzuschauen, wem dies ‚google‘ eigentlich gehört. (Manchmal ist's einfach ganz einfach.)
Naja, vielleicht klärt sich die Angelegenheit, wenn man sich die Mühe machte, mal nachzuschauen, wem dies ‚google‘ eigentlich gehört. (Manchmal ist's einfach ganz einfach.)
8.5.25
Mummenschanz auf vatikanisch/römisch/katholisch
Wir schreiben das Jahr 2025 nach unserer Zeitrechnung, wir haben den Wonne-Monat Mai, und zwar den 8., einen Donnerstag. Es ist 12Uhrmittags, high noon MEZ und auf'm Petersplatz ist - ich erlaube mir jetzt mal einen etwas flappsigen Ausdruck - ist der Teufel los. Doch noch ist die Katze pardon der Kater nicht aus dem Sack. Habt bitte noch etwas Geduld, liebe Brüder u. Schwestern, also bitte und lasst uns abermals ein wenig ommen:
Omm omm omm
Immer noch nur schwarzer Rauch
Immer noch kein neuer Papst
Allmählich mach ich mir Sorgen
... unruhig geworden
Omm omm omm
Nicht von dieser Welt
Halleluja
Omm omm omm
------------------------------------------------------
Und potzblitz! Sehe ich da weißen Rauch???? Pünktlich zum 80. Jahrestag der Befreiung vom Hitlerfaschismus, pünktlich zur heutigen 19Uhr-Ausgabe der ZDF-„heute“-Sendung sendet uns die allumfassende Kirche die Nachricht von der Geburt eines neuen Papstes:
„Habemus papam“ usw und so fort.
(Weiteres später)
Omm omm omm
Immer noch nur schwarzer Rauch
Immer noch kein neuer Papst
Allmählich mach ich mir Sorgen
... unruhig geworden
Omm omm omm
Nicht von dieser Welt
Halleluja
Omm omm omm
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Und potzblitz! Sehe ich da weißen Rauch???? Pünktlich zum 80. Jahrestag der Befreiung vom Hitlerfaschismus, pünktlich zur heutigen 19Uhr-Ausgabe der ZDF-„heute“-Sendung sendet uns die allumfassende Kirche die Nachricht von der Geburt eines neuen Papstes:
„Habemus papam“ usw und so fort.
(Weiteres später)
7.5.25
Es darf gesungen werden. Zwo, drei, viertelvorvier:„Der Merz ist gekommen, die Bäume reissen aus …“
Mit der schwarz-roten Regierung ist gestern wahr geworden, was selbst die desillusioniertesten Klima-Kritiker nicht für möglich gehalten hatten. Es gibt zwar einen, der sich offiziell „Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit“ nennen soll und so gesehen alle Hände voll zu tun hätte, aber in Wirklichkeit Carsten Schneider heißt. Damit könnte man ja noch leben, meint so manch einer, doch gesellen sich noch zwei weitere, durchaus weit verbreitete Handicaps hinzu: erstens kennt den keiner und zweitens kommt der aus Erfurt. Aus Thüringen. Und welcher der 4 Fachbereiche Umwelt, Klima, Naturschutz und nukleare Sicherheit gehört wohl zu dem mit Abstand teuersten und zeitaufwendigsten? Genau. Und was hat die nukleare Sicherheit jetzt mit all den sonstigen Weltuntergangsarten zu tun? Hm? Sehen se? Nix.
Und dann hammer da noch die Doro, die Dorothee, die Dorothee Gisela Renate Maria „Doro“ Bär geb. Mantel. Die Doro muss sich um Forschung, Technologie und Raumfahrt kümmern. Zur Zeit weiß man noch nicht ganz genau, womit sie sich in ihrer Freizeit beschäftigen will, aber wenn sie aus ihrer Umlaufbahn wieder zurück ist, will se, hat se versprochen, sich mehr um die Raumfahrt kümmern. Da läg so einiges im Argen.
Und zu guter letzt gibt’s noch die aufgeweckte Katharina Reiche, momentan Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, Reiche, die übrigens zur Zeit mit diesem Theodor von und ab und zu Guttenberg verbandelt ist.
Und wenn se wirklich wissen wollen, meine Damen und Herren, was das alles mit Umwelt, Natur und Klimaschutz, mit Wassermangel, gewaltigen Wirbelstürmen, unlöschbaren Waldbränden, Muren und Überschwemmungen, mit Abermillionen Flüchtlingen, Klimakriegen, Starkregen, Seuchen und Gletscherschmelzen, mit Artensterben, unkaputtbarer Liebe zum Klabautermann, weltweitem Trallafitti oder auch mit menschlicher Hybris zu tun hat, dürfense michnicht fragn. Diejenigen, die gerade aktuell das Regierungsruder auf der Titanic übernommen haben, werden jedoch mit ziemlicher Sicherheit zu der allerletzten Politikergeneration gehören. Ob se sich an ihren Job oder an sonst was festkleben oder nicht.
„And I’ll stand o’er your grave
’Til I’m sure that you’re dead“
(Bob D.)
Und dann hammer da noch die Doro, die Dorothee, die Dorothee Gisela Renate Maria „Doro“ Bär geb. Mantel. Die Doro muss sich um Forschung, Technologie und Raumfahrt kümmern. Zur Zeit weiß man noch nicht ganz genau, womit sie sich in ihrer Freizeit beschäftigen will, aber wenn sie aus ihrer Umlaufbahn wieder zurück ist, will se, hat se versprochen, sich mehr um die Raumfahrt kümmern. Da läg so einiges im Argen.
Und zu guter letzt gibt’s noch die aufgeweckte Katharina Reiche, momentan Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, Reiche, die übrigens zur Zeit mit diesem Theodor von und ab und zu Guttenberg verbandelt ist.
Und wenn se wirklich wissen wollen, meine Damen und Herren, was das alles mit Umwelt, Natur und Klimaschutz, mit Wassermangel, gewaltigen Wirbelstürmen, unlöschbaren Waldbränden, Muren und Überschwemmungen, mit Abermillionen Flüchtlingen, Klimakriegen, Starkregen, Seuchen und Gletscherschmelzen, mit Artensterben, unkaputtbarer Liebe zum Klabautermann, weltweitem Trallafitti oder auch mit menschlicher Hybris zu tun hat, dürfense michnicht fragn. Diejenigen, die gerade aktuell das Regierungsruder auf der Titanic übernommen haben, werden jedoch mit ziemlicher Sicherheit zu der allerletzten Politikergeneration gehören. Ob se sich an ihren Job oder an sonst was festkleben oder nicht.
„And I’ll stand o’er your grave
’Til I’m sure that you’re dead“
(Bob D.)
6.5.25
Und schon wieder ein historischer Tag
Er hat’s geschafft! Er hat es geschafft! Gut, der erste Schuss ging noch daneben. 18 parlamentarische Stinkdrüsen von CDU/CSU und SPD wollten dem Fritze nicht folgen. Doch schon beim 2. Durchgang sah die Welt wieder anders aus und Deutschland hatte seinen 2. Sauerlandstern. Nach dem Motto „Öfter mal was Neues!“ wurde Fritze der 1. Bundeskanzler, der ein 2. Mal in die Hüpfburg musste. Im Gegenzug erklärten sich Grüne und Linke bereit, armselige Staatsfetischisten, die sie nun mal sind, dem Sauerländler unter die Arme zu greifen, auf dass in dieser unerhörten, historischen Heimatkrise ihre schöne deutsche Heimat nicht über die Wupper oder übern Jordan gehe oder was auch immer.
Dieser Trick 17 funktionierte allerdings nur, weil die AfD so doof war und bei ihrem Nein zu Merz bleiben wollte. Wenn sich aber unsere gesichert rechtsextremistisch eingestuften Rechtsextremisten als geborene Lügner und Menschenfeinde im 2. Wahlgang für den Sauerländischen ausgesprochen hätten, hätte Merz ein wunderbares Problem am Hals gehabt, von wegen Unvereinbarkeitsbeschluss. Doch dafür waren unsere Rechtsextremisten eben wie gesagt noch zu durch und durch doof. Schade, wäre so ne schöne vorparlamentarische Gaudi geworden.
Dieser Trick 17 funktionierte allerdings nur, weil die AfD so doof war und bei ihrem Nein zu Merz bleiben wollte. Wenn sich aber unsere gesichert rechtsextremistisch eingestuften Rechtsextremisten als geborene Lügner und Menschenfeinde im 2. Wahlgang für den Sauerländischen ausgesprochen hätten, hätte Merz ein wunderbares Problem am Hals gehabt, von wegen Unvereinbarkeitsbeschluss. Doch dafür waren unsere Rechtsextremisten eben wie gesagt noch zu durch und durch doof. Schade, wäre so ne schöne vorparlamentarische Gaudi geworden.