Das Tagebuch

4.11.18
Ein Blick über die Hutkrempe
heute: Pakistan
Es wurde gemeldet:
Der Oberste Gerichtshof Pakistans hat ein Todesurteil für eine christliche Frau aufgehoben, die der Blasphemie beschuldigt worden war. Aber dieser Rückzieher geschah wohl nicht im Namen des Volkes. Jetzt macht das pakistanische Pack mobil und legt das Land lahm.
Kinners! Ich sag mal so: Ihr macht euch ein bisschen – ähm, wie sagt man? - ah, ja, genau: unbeliebt.
3.11.18
Die Grünen werden rabiat
„Es darf nicht sein, dass der Geldbeutel über den Bildungsweg entscheidet.“
(Sigrid Beer, schulpolitische Sprecherin der NRW-Grünen)
So, so.
1.11.18
Merkel ist noch warm …
… da springen auch schon die zwei schmierigsten Erbschleicher ever aus den Löchern: Merz und Spahn.
Mit dem taz-Kommentatoren stimme ich nicht allzu oft überein, doch diesmal schon. Ulrich Schulte plädiert für Merz, nicht als Kanzler, aber als Kanzlerkandidat; denn durch den würde es wohl links von dem ordentlich Bewegung geben. Der erste Absatz geht so:
„Friedrich Merz erfand ein Steuerkonzept, das Millionäre und Chef­ärzte glücklich gemacht hätte. Selten wurde größerer Unsinn auf einen Bierdeckel geschrieben. Er verteidigte eine Studie, nach der ein Hartz-IV-Satz von 132 Euro im Monat ausreichend sei. Für das Geld würde sich Merz nicht mal einen Schlips umbinden. Ach ja, die 'deutsche Leitkultur' kommt auch von ihm. Tatsächlich wäre ein CDU-Vorsitzender Friedrich Merz das Beste, was den Parteien links von der Mitte passieren könnte.“
Okay. So weit, so gut. Nur:
Abgesehen davon, dass ich diesem Merz – und der braucht noch nicht mal was zu sagen – allein wegen seines ähm nonverbalen Verhaltens – es tut mir Leid, is aber so – Tag und Nacht rund um die Uhr seine Fresse po... könnte, wäre ich, wäre der Kanzlerkandidat, die ganze restliche Zeit obendrein nur am göbeln. Und das lässt mein aktueller Gesundheitszustand einfach nicht zu.
Apropos Gesundheit: Und ich weiss gar nicht, ob ich bei diesem Spahn nicht noch so manchen zusätzlichen Liter mehr rauskotzen müsste.
Man wird sehen.
31.10.18
Pardon für die kleine Unterbrechung
Habe mir erlaubt, mir eine kurze Woche Urlaub von dieser frohge­muten Desaster-Welt zu genehmigen. Is ja auch nix groß passiert – außer dem Wegbröseln von CDU und SPD, dem Wegbröseln von Merkel und dem Wegbröseln der Polkappen.
Und als ich wieder zurück kam, hab ich mir – weil Holland in Not – in der Uniklinik wg. 95prozentiger Ader-Verstopfung einen liebens­werten Zuhälter (auch Stents genannt) ans Herz verpflanzen lassen.
Jetzt hat alles wieder seine Ordnung, und die Hetze kann weiter­gehen.
Nebenbei:
Richtig interessant war da inne Klinik eigentlich nur mein Kranken­zimmerkamerad: ein pensionierter, quasi weltoffener Generalmajor oder Panzerknacker oder wasweißich vonner Bundeswehr (Bitte vielmals gehorsamst um Pardon wegen weil Dienstgrad verjessen!) Hatten durchweg gute Gespräche, in gegenseitigem (sagnwamal) Reschpekt. Auch große Lacher dabei, bspw. bei Generalmajors Erzählungen über diverse (nee, eigentlich alle) "Verteidigungs­ministervollidioten".
Naja, war jedenfalls lustiger als im OP.
22.10.18
„Erfolgsroman“
So der Titel des neuen, des 8. Bandes aus der „Roman“-Reihe von Gerhard Henschel.
Wenn Sie nichts besseres zu tun haben – und Sie haben nichts Besseres zu tun, dann nix wie hin in die gute Bücherstube!
KAUFEN !
Ich wiederhole mich nur … äh, allzu gern:
KAUFEN !
21.10.18
*** Eilmeldung *** Eilmeldung ***
Dpa:
„Seehofer kündigt Rückzug an“
NEIN !!! DAS HAB ICH NICHT GEWOLLT !!
20.10.18
„Das moderne Wort zum Sonntag“
Es spricht heute zu Ihnen die Katha, die süße Katharina Öko-Schulze aus dem Bayernland:
„Ich sag's mal ganz basic level: Menschen möchten wieder eine menschlichere Politik.“
Puuh!

P.s.:
Okay. Meinetwegen.
Aber so nich'!
19.10.18
Was ist Wahrheit?
Bereits der römische Statthalter Pontius Pilatus hatte seinerzeit ge­sagt bzw. soll gesagt haben – und selbst bei jedem dieser einlei­tenden 10 Wörter sind erfahrungsgemäß diverse Zweifel ob ihrer Echtheit angebracht: „Was ist Wahrheit?“
So steht's jedenfalls geschrieben. Und die Lüge, meine Lieben, ist ja nicht einmal eine Erfindung des Menschen; wenn sie es für opportun halten, lügen selbst die Schimpansen wie gedruckt! Es geht also – bleiben wir im Heute (Da gibt' genug zu tun …) nicht darum, ob einer lügt, sondern wie irre sich die Balken biegen.
Aktuellstes Beispiel: die höchstwahrscheinliche Ermordung bzw. Zersägung und Zerstückelung des prominenten saudi-arabischen Journalisten Khashoggi bei lebendigem Leib in der saudischen Botschaft von Ankara im Auftrag des stellvertretenden Königs von Saudi-Arabien, Kronprinz Mohammed bin Salman al-Saud. Und der relativ steinige Weg, in dem Saustall von Arabien wenigstens zwei, drei Moleküle der Wahrheit zu entdecken.
Dieser Kronprinz und feine Herr Mohammed bin Salman al-Saud – nebenbei noch Verteidigungsminister und nicht gerade unver­antwortlich für die schwierigen Verhältnisse im Jemen - ist zwar in puncto alternativer Fakten und Märchen aus 1001 Nacht gegen Donald Trump und Putin derzeit noch ein Waisenknabe, gilt aber dies­bezüglich weltweit als große Hoffnung. Desweiteren sagt man ihm nach – wie gesagt – ein feiner Herr zu sein, und steht in dem Ruf: vorsichtiger Liberalisierer des Morgenlandes. Nur hat er im Moment halt diese Nummer mit der Zersägung und Zerstückelung anner Hacke.
Ähm, was wollt' ich eigentlich?
Ach ja. Dpa meldet:
„Saudi-Arabien ist der zweitbeste Kunde der deutschen Rüstungs­industrie im laufenden Jahr. Bis zum 30. September erteilte die Bundesregierung Exportgenehmigungen im Wert von 416,4 Milli­onen Euro für das Land, wie aus einer Antwort des Wirtschafts­ministeriums auf eine Anfrage des Grünen-Abgeordneten Omid Nouripour hervorgeht. Nur nach Algerien wurden mit 741,3 Millionen Euro in größerem Umfang Rüstungslieferungen von der Bundes­regierung genehmigt.“
18.10.18
„Die gute Nachricht der Woche“
Weil die guten Nachrichten so überaus rar geworden sind in dieser schlechten Welt, seh ich es als meine Chronisten-Pflicht an, die paar lobenswerten Ereignisse, die doch hin & wieder geschehen, gebüh­rend zu erwähnen (auch wenn's überhaupt nix ändert).
Also.
Dpa meldet:
„Schockwellen aus Passau-West
Stimmen aus Niederbayern könnten der FDP aberkannt werden -
Ergebnis unter 5 Prozent droht“
Meine Damen und Herren,
das war
… tädderä tädderä tüta täääh …
„Die gute Nachricht … der Woche!!!“