Das Tagebuch

6.4.19
Was is das eigentlich für einer?
Heute: Robert Habeck
So einer:
„Wenn andere Maßnahmen keinen Erfolg zeigen, um für ausrei­chend Wohnraum zu sorgen, kann ich mir auch die Enteignung großer Wohnungskonzerne vorstellen.“
Das Grundgesetz sehe solche Enteignungen grundsätzlich vor.
„Es wäre doch absurd, wenn wir das nur anwenden, um neue Autobahnen zu bauen, aber nicht, um gegen die grassierende Wohnungsnot vorzugehen. Aber zunächst einmal sollte Bundes­finanzminister Oaf Scholz die Bundesimmobiliengesellschaft anweisen, ihre Grundstücke nicht meistbietend zu verkaufen , sondern an die Kommunen abzugeben, wenn diese Sozial­wohnungen darauf bauten.“
So der liebe Robbi und sein Fliehwatüt in der 'Welt am Sonntag'.
Wenn kann würde, sollte wäre wenn.
Es sprach zu Ihnen Pater Grün, der aktuelle Großmeister des Konjunktivus irrealis im End­stadium des Futur III, nach allen Seiten offen, d.h. in jeder Hinsicht nicht ganz dicht und der beste Garant dafür, das alles so bleibt, wie's ist.
Nur Lindner und Söder sind noch öder.
5.4.19
Oh, hoppela!
Da hab ich ja den 5. verpennt!
Und? War da was?
Nee, ne. Dann is ja gut.
4.4.19
Jetzt geht’s aber los!
Dpa meldet:
„Gericht verurteilt drei Ex-Manager des Waffenproduzenten Sig Sauer zu 6 Monaten auf Bewährung.“
6 Monate! Auf BEWÄHRUNG!
Das wär aber nich' nötig gewesen. Auf Bewährung. Die 3 hatten doch über ihre Anwälte dem Gericht mitteilen lassen, dass sie das nie mehr tun würden!
3.4.19
'Bild-Zeitung' hin oder her
Ob sie nun das größte Drecksblatt der Welt ist oder ob sie unter Umständen (möglich wäre das ja) sogar das größte Drecksblatt unserer Galaxie ist - auf eines kann man sich bei 'Bild' jedenfalls verlassen:
Wenn die zum Beispiel die 1. Seite wie heute mit „Das nervt Heino an Hannelore“ groß aufmacht, dann is auch sonst nix passiert.
2.4.19
Vielleicht ist es ein Fehler,
Aber auch der ganze DFB …
… interessiert mich einen Scheiß.
1.4.19
in letzter Zeit sind hier alle so witzig
ich glaub, ich lach mich gleich tot
an jeder Ecke ein Hampelmann, der sagt
komm, wir spielen Idiot
(Danny Dziuk)
Machen wir uns nix vor; diese sog. Moderne war wohl nur ein blinder Irrläufer in der ganzen Geschichte; wir haben - so einfach ist das - einfach nicht aufgepasst; nu' hammer den Salat: das Zeitalter der Comedy-Fraktion!
Bei der Stichwahl am nächsten Sonntag in der Ukraine wird der Glotzen-Komiker Wladimir Selenski der neue Staats-Komiker.
In der Türkei sitzt nach der Kommunal-Komiker-Wahl der amtierende Terror-Komiker fester de je im Sattel.
So auch sowieso und bis auf Weiteres die World-Top-Comedy-Typen Putin, Trump und Kim Jong-un.
Im Übrigen und unterm Strich gibt es keinen Quadratzentimeter mehr auf der Erde, auf dem nicht eine Hundertschaft vollwitziger Superlachsäcke damit beschäftigt ist, in ihrem Laden die Macht zu ergreifen.
Und hier in diesem unserm komischen Land - „Wir stehen jetzt am Scheideweg der Geschichte“ - bekam gestern die hochgejazzte 16-jährige schwedische Schülerin und Umweltautistin Greta Thunberg die „Goldene Kamera“ für ihren Öko-Autismus. Und die arme weiß gar nicht, wie ihr geschieht. Auch so 'ne Art Missbrauch.
Wir hätten gewarnt sein können. Schon in den 80igern hieß es bei der hellsichtigen NewWave-Combo 'Grauzone':
„Die Bösen werden geschlachtet,
die Welt wird gut.
Die Narren werden geschlachtet,
die Welt wird weise.
Die Alten werden geschlachtet,
die Welt wird jung.
Die Traurigen werden geschlachtet,
die Welt wird lustig.“
29.3.19
Und die restlichen Tage …
… hab ich mir frei genommen und bin mal außer Landes.
Am 1. April aber wieder da.
28.3.19
Heute:
Der wichtigste Tag im Jahr -
der „Internationale Tag des Unkrauts“
Zur Einstimmung ein kleiner, hasiger Holper-Vers:
Nicht Ostern, nicht gestern, nicht 3. Oktober,
Und kein Tag für irgendwat sonst, oh, nein!
Der Internationale Tag des Unkrauts,
Der soll's für mich, für alle und für immer sein!

Und dazu passt auch mein Buch-Tipp für den Wonne-Monat März.
„Sei doch nicht immer so negativ! Das ist ja furchtbar!“
Beliebt ist auch die fröhliche Sentenz des Idioten:
„Du musst ja unwahrscheinlich frustriert ...“ et cetera blabla.
Dergleichen wird mir nun seit ewigen Zeiten wieder und wieder in meinen Text gelabert. Doch dann antworte ich:
„Ja, mag sein. Und vom Scheiße erzählen, mein Freund, kriegt man Arschkrebs! Ganz schlimmen Arschkrebs!“
Dann is endlich Ruhe im Karton. Weil ich aber nicht komplett ver­einsamen will, hab ich mir die folgende neue, ständige Gute-Laune-Rubrik ausgedacht: „Das gute Buch des Monats!“ Und das trägt heute hier im Wonnemonat März den Titel
„Linke Heimatliebe – Eine Entwurzelung“
Autor: Thomas Ebermann
Verlag: konkret – texte

Also, liebe Leute!
Lesen! Lesen! Lesen!
Und viel Spaß beim Lesen!
27.3.19
Aus 1001 Nacht -
heute: Brunei
Niemand hat behauptet, in Allahs unterirdischen Reichen, wo alle einzig nach Allahs Pfeife tanzen, wäre auch schon alles in Ordnung und das Paradies ausgebrochen. Brunei, unser südpazifistischer Zwergstaat, ist aber auf gutem Wege - wie die Nachrichtenagentur Afp berichtet:
„Homosexueller Geschlechtsverkehr kann im streng konservativen Sultanat Brunei künftig hart bestraft werden. Ab kommendem Mittwoch sieht die geltende Neufassung des Strafgesetzbuchs vor, dass homosexuelle Partner zu Tode gesteinigt werden. Unter der dort geltenden islamischen Scharia - dem aus religiösen Lehren abgeleiteten Recht – war Homosexualität bereits zuvor illegal.“
Ja, nee, is klar.
„Verschärft werden mit dem neuen Gesetz auch die Strafen für Diebstahl. Ein Ersttäter muss künftig damit rechnen, dass ihm die rechte Hand amputiert wird. Im Wiederholungsfall droht die Amput­ation des linken Beins.“
Inshallah! Auf Ideen muss man kommen!