Das Tagebuch

21.11.21
Hallo? Hallo!
Mein Gott! Was es alles so gibt! Und alles am selben Tag:
„Internationaler Tag des Fernsehens“,
„Internationaler Gedenktag Unserer Lieben Frau in Jerusalem“,
„Internationaler Tag der Hausmusik“ mit dem deutschen Sonderweg „Tag der deutschen Kirchenmusik“.
Und dann wären da noch der US-amerikanische
„Tag der Lebkuchen-Plätzchen“
und der
„Internationale Hallo-Tag“.
Im Gegensatz zu den ersten fünfen scheint mir der Hallo-Tag viel­leicht ein wenig erklärungsbedürftig zu sein. Also: An diesem „Inter­nationalen Hallo-Tag“ geht‘s nicht, wie ich erst dachte, um Halluzinationen, nein, am „Internationalen Hallo-Tag“ soll man 10 anderen Menschen ein freundliches „Hallo!“ zurufen. Und diese 10 Menschen sollen ihrerseits dann je 10 weiteren ein freundliches Hallöchen zufilibustern. Etc. Um auf diese interessante Weise dem finalen Weltfrieden ein stückweit irgendwie irgendwo irgendwann näherzukommen.
Naja, schaden kann es ja nicht. Genauso wie der Glaube an das Fliegende Spagetti-Monster.
Also, Leute, es gibt viel zu beten. Pack mer‘s.
20.11.21
Hendrik Josephus Wüst,
die neue Oberleuchte der Christdemokratie
Der große, berühmte, christdemokratische Cannabis-Experte und Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Hendrik Josephus Wüst, hält die Marihuana-Lega­lisierung durch die Ampel für „gefährlich und überflüssig“:
„Ich glaube, wir haben echt andere Sorgen. Ich brauche diesen Beschluss nicht“, bekundete der Herr Wüst beim Freitagsgebet in der ntv-Morgenandacht "Frühstart".
Und das wollen wir dem jungen Mann auch gerne glauben. Denn es ist doch immer wieder erstaunlich, welche Verheerungen allein eine gelegentliche Überdosis Weihrauch in den Runkelrüben vom Lande anrichtet.
19.11.21
Alldieweil die Titanic …
… Werbung macht für nachhaltige „Dolly-Buster-Impfungen“, fiel mir, wie ich meine, auch ein guter, alter Sexual-Witz wieder ein:
"Ein Ehepaar wacht morgens auf und da sagt die Frau:
‚Ich hab grad geträumt, ich wär bei Aldi.‘
Da sagt der Mann:
‚Ich hab grad geträumt, ich hatte Sex mit zwei Frauen.‘
Fragt die Frau:
‚Und war ich dabei?‘
Sagt der Mann:
‚Nee. Du warst ja bei Aldi.‘“
18.11.21
Heimatkunde - heute: Meck-Vorpomm, 2. Teil
Des Chronistenpflicht wäre es, gerade an Tagen wie diesem ernst­haft und sorgfältig den Themen hinterherzuhubern, die da auf den Nägeln brennen: Corona, Corona, Corona, Corona, Corona, Corona, Corona, Corona, Corona, Corona, Corona, Corona, Corona, Corona, Corona, Corona, Corona, Corona, Corona, Corona, Corona, Corona, Corona, Corona, Corona, Corona, Corona, Corona, Corona, Corona. Ein durchaus interessantes, ja wiewohl auch wichtiges Thema. Nur – komischerweise – ichkannesnichtmehrhören! Deshalb nochens kurz zu­rück zu unserem Knilch und Sportsfreund aus dem Meck-Pomm‘ schen, zu Philipp Amthor.
Dummerweise vertippte ich mich in meinem gestrigen Bericht über Heiopei Amthor insofern, dass er mit 130 durch das Karpatenkaff gebrettert war. Und bevor der rasende Christdemokrat mir seine facherfahrenen Anwälte auf den Hals hetzt: Es waren nicht 130 sondern nur 120km/h. Zur Sache:
Dem Philipp sein Bußgeldbescheid beläuft sich nun auf 450 Euro, die er – wie schon berichtet – aber nicht berappen will, weil er, so seine facherfahrenen Anwälte dem Richter erzählten, gar nicht am Steuer gesessen hätte, was wiederum einigermaßen seltsam anmutet, da er, laut Richter, auf dem Blitzerfoto doch recht deutlich dem Herrn Amthor ähnele, wozu aber weder die facherfahrenen Anwälte noch Herr Amthor sich äußern wollten. Außerdem ist unser Zappelphilipp für 1 Monat seinen Lappen los.
Usw. usw.
Was ich eigentlich mit diesem Provinzkappes sagen wollte:
Egal wie sich die Angelegenheit totlaufen wird - die CDU sucht doch zur Zeit 'nen neuen Vorsit­zenden für ihre Partei, und der sollte sein: jung, flexibel, schnell und nicht doof, selbstbewusst, einschlägig äh bewandert, und wenn schon keine Frau, so doch wenigstens (mehr oder weniger) ein Frauen­typ, christlich allemale, Amthor: zwar n klassischer Ossi, aber vonem Wessi praktisch nich zu unterscheiden, kackfrech, schnell und rasant in alle Richtungen. Unideologisch bis ins allerletzte Molekül und mit seinen 29 Jährchen bereits Chef der „CDU-Landesgruppe Mecklenburg-Vorpommern im Bundestag“ - den Rest besorgt der Klimawandel...
So, meine Damen und Herren, jetzt haben se mal 3 Minuten nicht an Corona gedacht. Is doch auch wat.
17.11.21
Heimatkunde -
heute: Meck-Vorpommern
In einer sog. „offenen, freiheitlichen Gesellschaft“ wie der unsrigen sollte man die Leute nicht nach ihrem Äußeren beurteilen. So was nennt man Zivilisation und gehört sich nicht. Es ist egal – zumindest sollte einem egal sein - wie einer guckt, welche Frisur und welchen Kopfputz er für sich ange­messen hält, durch welches Schuhwerk und welche Klamotten und welche typischen Insignien seiner Sozialisa­tion, Herkunft und Ab­stammung er für alle anderen augenblicklich als ein ebensolcher zu identifizieren ist – das alles sollte einem in einem freien Land also völlig wurst, einerlei und schnuppi sein.
Wenn aber … wenn aber einer mit seinem Privat-SUVi und 130 Sa­chen durch die geschlossene Ortschaft eines Haufendorfes in Meck­Vorpommern donnert, beim folgenden Gerichtstermin als Wieder­holungstäter erst gar nicht erscheint, sondern seine facherfahrenen Anwälte zunächst mal den Bußgeld­bescheid gerichtlich überprüfen lässt, wenn einer in der nämlichen Zeit wegen illegaler Hintenrum­finanzierung irgendwelcher Lobby­isten-Nummern seine Bewerbung für den CDU-Landesvorsitz von MeckPomm, den er laut allen Umfra­gen schon so gut wie sicher in der Tasche hatte, sausen lassen muss - und wenn ich Ihnen nun das offizielle Parteifoto von dem 29-jäh­rigen Landtagsabgeordneten Philipp Amthor zeigte, würden Sie aber auch sofort sagen, trotz aller Zivi­lisation:
„Ja, nee, komm, is klar.“
16.11.21
Top-Witze der Weltgeschichte
„Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten.“
15.11.21
Preisfrage des Monats
(Da kommen Sie nie drauf ...)
Wie heißt noch mal „unsere“ Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit?
14.11.21
Gemeinsame Abschlusserklärung
der Weltklimakonferenz in Glasgow
Ja, es war ein harter Kampf. Keine Seltenheit: Missverständnisse, Ressentiments und Unwissenheit. Doch immer wieder Neuanfang und Aufeinanderzugehen. Und immer auch nah am Abbruch des gesamten Projekts. Zwei Wochen mit geradezu übermenschlichem Arbeitspensum, und das unter ständiger Beobachtung durch die kritische Weltöffentlichkeit. Als der Erfolgsdruck, der für alle Be­teiligten und Innen am Ende fast übermächtig zu werden drohte, hatte man sich aber quasi in letzter Sekunde mit vereinten Kräften - glücklicherweise - dennoch zusammengerauft. Das erstaunliche Resultat - die, ja, die historische Abschlusserklärung, kurz in drei Worten zusammengefasst:
„Bla bla bla.“
13.11.21
Kölle Calling
2 days after
In unserm Veedel:
Ja, da geht‘s
Humba, humba humba täteräh

Und aufe Intensivstation:
Ja, da geht‘s
Humba, humba humba täteräh

Und auf Melaten:
Ja, da geht‘s
Humba, humba humba täteräh

Tusch un wusch un weg
In Lappenclowns
Ewigkeits Namen
Amen