Das Tagebuch

13.9.21
Übrigens …
Ein für die jüngere Generation vielleicht nicht unwesentlicher Wahlhelfertipp meinerseits:
Der Interessanteste und mit Sicherheit wichtigste und erfahrungs­gesättigte Aspekt bei den Grünen ist, dass man sich im Gegensatz zu allen anderen wirklich auf sie verlassen kann. Ihre Verlässlichkeit ist ihre größte Stärke: Man kann die Uhr danach stellen, wann sie umfallen.
12.9.21
Kinder als Super-Antifaschisten
Der Bundessippschaftssprecher der deutschen Arschlöcher, Timo Chrupalla hat laut ‚Spiegel‘ vor kurzem in irgendeinem Zeitungs­interview gefor­dert, dass „wieder mehr deutsche Volkslieder ge­lehrt werden und deutsche Gedichte gelernt werden sollten. Die deutschen Dichter und Denker müssten in deutschen Schulen wieder mehr gewürdigt werden.“ Daraufhin ließ das ZDF seine cleversten Kinderreporter der ZDF-Kindernachrichtensendung ‚logo‘ von der Kette - mit dem heißen Geheimagenten-Auftrag, den Bundesspre­cher der deutschen füh­renden Arschlöcher ein wenig vorzuführen und zu demontieren, zu demaskieren, zu entlarven und verdienter­maßen in die Ecke der Dummen und Idioten, der Blöden und Kul­turbarbaren zu stellen.
Und so ge­schah, was geschehen sollte: Auf die bescheidene Anfrage des kleinen Kinderreporters Alexander des Großen nach dem Lieb­lingsgedicht von Bundesarschlochsprecher Timo Chrupalla herrschte wie erwartet nur abgrundtiefes Schweigen im Walde und über allen Wipfeln Ruh; keine Lerche, keine Nachtigall; keine Am­sel, Drossel, Fink & Star, nichts; kein Nikolaus, komm in unser Haus; kein schöner Land; kein großer Gott, wir loben dich und kein Fuchs, du hast die Gans gestohlen, nicht mal Blau-blau blüht der Enzian; 10000 nackte Frisösen; Mexiko, Finger im Po oder das Lieblingsgedicht vom Führer Adolf Hitler, äh der… äh, aber lassen wir das. Ja, und von „auswen­dig können“ war dann auch schon gar keine Rede mehr. Und im Zweiten Investi­gativen Deutschen Fernsehen knallten die Korken!
Nur dass Herr Chrupalla sich mit diesem stolzen Ergebnis auch als quasi gebore­ner Repräsentant und legitimer, typischer Vollblutver­treter seines Volkes hat bestätigt sehen dürfen, wird man auf dem Mainzer Leichen­berg wohl nicht ganz so sehen. Ganz abgesehen von dem offenen Kindes­missbrauch.
11.9.21
9/11
...
10.9.21
Überlegen Sie noch oder kotzen Sie schon?
‚t-online‘ schreibt:
„Politiker von CDU, CSU und Freien Wählern wollen Langzeit­arbeitslose zu gemeinnütziger Arbeit verpflichten. Ihm schwebe eine solche Regelung für Menschen vor, "die Leistungen vom Staat erhalten und nicht bereit sind, sich in den Arbeitsmarkt zu inte­grieren", sagte der CDU-Vorsitzende von Sachsen-Anhalt, Sven Schulze, der "Bild". Demnach könnten die Arbeitslosen etwa Laub fegen oder Müll sammeln.
Auch der CDU-Politiker Friedrich Merz hat sich für die Idee ausge­sprochen. In einem Interview mit "Welt" sagte er, das könne "ein geeignetes Mittel sein, sie einfach nicht allein zu lassen, sondern sie wirklich auch mal ein bisschen an der Krawatte zu ziehen und zu sagen, ihr müsst euch auch mal um euch selber kümmern."
Wat is? Wie? Wie war die Überschrift noch mal?
9.9.21
Mit wem oder was hat man denn nu nach dem 26. zu rechnen?
Mit einem miesen, kleinen, zukurzgekommenen, traditionell-christ­lichen Jammerlappenclown aus Aachen; oder mit einer wie immer hilf- und planlosen Pflegekraft am Krankenbett des mittlerweile globalen Kapitalis­mus; oder mit distanzlosen Volkspädagogen, die es einfach nicht sein lassen können; oder mit einem antiquierten, neo­liberalen Ego-Monster, das den Schuss nicht gehört hat und für den Rest der Menschheit nur den Spruch parat hat: „Eure Armut kotzt mich an“; oder mit gleichermaßen anti­quierten, unverbesserlichen Leuten, die überall da, wo sie in den letzten 100 Jahren die Chance hatten, was Neues auszuprobieren, dann aber doch lieber die Wür­de und Freiheit derer, die in ihre Hände gefallen waren, mit Füßen traten und für die bis heute das Wort Selbstkritik ein Buch mit 7 Siegeln geblieben ist. Und das übrige, famose Personal kann man getrost und ungeprüft inne Pfeife ver­dampfen.
Natürlich habe auch ich von graduellen Unterschieden gehört. Die sind aber eben auch nur graduell. Und so isse halt, die Demokratie. Nur, was besseres hamma eben nich.
Wahrscheinlich werde ich kurz vor Schließung der Wahllokale mer­ken, dass ich einen wirklich wichtigen Artikel nicht gelesen habe. Da dann dafür keine Zeit mehr ist, stopf ich mir ein gutes Pfeifchen, erweitere dieserart auf die Schnelle mein Bewusstsein und stapfe dann ins Haus der Demokratie, um dort meine Stimme abzugeben. Ich hab ja eh nicht viel zu sagen.
8.9.21
„Totalabsturz von Arnim Laschet“ (Bild)
„CDU/CSU nur noch bei 19 Prozent!“
Also, ich finde, 19 Prozent sind doch gar nicht mal sooo schlecht. Obwohl mir persönlich noch mal so ca. 10 Punkte weniger sogar deutlich sympathischer wären. Aber die Hoffnung – sagt man gemeinhin – stirbt ja zuletzt.
7.9.21
Der September-Plattentipp
„Universe of Dreams“
von Inga Rumpf
Einsame Spitze.
6.9.21
Denken, danken und gedenken
Gestern feierte man weltweit den „Internationalen Tag der Wohl­tätigkeit“ und in Deutschland entsprechend den nationalen „Tag der Kopfschmerzen“.
Und heute begeht man hierzulande den sog. „Abfraßtag“. Und Sie fragen nu zurecht: „Abfraßtag – wat is dat denn schon wieder?“
Nu, wikipedia weiß mehr:
„Die Bezeichnung wird vor allem im Süddeutschen und in Österreich für den Magnus-Tag verwendet. Magnus wirkte im 8. Jahrhundert in Füssen und wird in der katholischen Frömmigkeit noch heute gegen das Ungeziefer und dessen „Abfraß“ angerufen.“
Und wieder was dazugelernt! Nach der Devise: Fakten kennen und Zusammenhänge erkennen!
Bitte, bitte. Keine Ursache.
5.9.21
Es gibt sie noch hin und wieder -
die Sternstunde des Fernsehens
Der CDU geht 3 Wochen vor der Wahl der Arsch auf Grundeis. Hat aber kurz vor Schluss als rettende Idee ein sog. „Zukunftsteam Laschet“ aus dem Zylinderhut gezaubert. Sonntagabend, ARD, „Bericht aus Berlin“:
Friedrich Merz soll im Interview doch bitte schön mal die Namen der netten Kollegen nennen, die mit ihm zusammen das glorreiche „Zukunftsteam“ bilden, um den Schlafwagen-Wahlkampf der CDU auf Touren zu bringen, alles Leute, die kein Mensch kennt und - wie man schon ahnte - ne reine Luftnummer sind. Und die der Merz natürlich auch nicht kennt. Und so schweigt und verweigert er sich mehrmals und wird am Ende obendrein noch mächtig patzig. Seine letzten Sätze zum Moderator:
„Wir machen doch hier kein Schulunterricht, ne? Also, jetzt wollen wir beide hier mal nicht albern werden.“
Herrlich. Wunnebar.