Er sollte mehr Volksnähe wagen. Sagen die einen, die es gut mit ihm meinen. Er sollte einfach mehr Präsenz zeigen, meinen wiederum die anderen, die das ganz anders meinen. Viele Leute fordern auch, er sollte unbedingt mehr Wumms machen. Mehr Fernsehen und mehr Radio. Mehr tik-tokken und mehr podcasten, simsen, liken, mailen, teilen, mehr twittern oder eben mehr Äppen. Motto: Mehr Mimik, Musik, mehr Gesicht und mehr Klamauk. Mehr Frühsport & mehr Freibier. Empathie und tiefe Emotionen, mehr Menschlichkeit und mehr Verständnis für Respekt, Pardon und dies und das und die Sorgen und die Nöte ... ja, sicher, durchaus auch mal einen Witz erzählen, aber zur richtigen Zeit, am richtigen Ort und vor richtigem Publikum. Als Bundeskanzler muss man sehr vieles wissen, auch manchmal besserwissen, aber wirklich nicht alles. Gut, er sollte schon wissen, was n Liter Milch bei Aldi kostet. Das ist auch alles schön und gut gemeint; wir haben ja hier nicht umsonst diese Meinungsfreiheit.
Doch unsere Ikone der vielseitigen Langeweile ist für flotte Charaktermaskeraden nicht zu haben. Nur in einem Punkt tanzt uns Olaf gewaltig aus der Reihe. Da ist niemand so wie er; kann keiner ihm das Wasser reichen: Und das ist sein Zorn, sein unstillbarer, unbändiger Zorn.
Normalerweise kriegt er ja die Zähne nicht auseinander, aber wenn er zornig wird, meine Damen und Herren, heissa! wenn den Olaf erst mal der heilige Zorn ergriffen & gepackt hat, wenn seine Gesichtsfarbe ins Puterrötliche changiert und die angeschwollene Arteriitis temporalis zu zerplatzen scheinen, dann sprudelt es nur so aus ihm raus:
„Ich habe vorhin von meinem Zorn gesprochen, dem Zorn, und er gilt den Islamisten, die das friedliche Zusammenleben von uns allen bedrohen, die das friedliche Miteinander von Christen, Juden und Muslimen gefährden. Wir sind alle ein Land, das zusammenhält, und wir werden uns diesen Zusammenhalt nicht von bösen Straftätern kaputtmachen lassen, die die schlimmste Gesinnung verfolgen, sondern wir werden mit aller Härte und Schärfe gegen sie vorgehen und nicht nachlassen, sie zu verfolgen. Das ist nämlich das, was jetzt notwendig ist.“
Ah ja.
Das Tagebuch
27.8.24
In Zeiten des „Zorns“
26.8.24
2 Tage nach Solingen
Es spricht nu zu Ihnen der Solinger Polizeipräsident Markus Röhrl (wahrscheinlich sogar, ohne sich was dabei zu denken):
„Jeder muss mit sich selbst ausmachen, ob er zu Festivitäten geht, oder ob er zu Fußballspielen geht oder ob er im öffentlichen Nahverkehr unterwegs ist.“
Das hat der Mann nicht gesagt 2 Tage nach dem 7. Oktober, sondern gestern, wobei seit Jahrzehnten tagtäglich mit diesem vermaledeiten Terrorgrundrauschen die Menschen z.B. in Israel tatsächlich leben müssen.
Moment, wie komm ich denn da drauf?
Achso ja! Und nicht die Bürger von Solingen.
„Jeder muss mit sich selbst ausmachen, ob er zu Festivitäten geht, oder ob er zu Fußballspielen geht oder ob er im öffentlichen Nahverkehr unterwegs ist.“
Das hat der Mann nicht gesagt 2 Tage nach dem 7. Oktober, sondern gestern, wobei seit Jahrzehnten tagtäglich mit diesem vermaledeiten Terrorgrundrauschen die Menschen z.B. in Israel tatsächlich leben müssen.
Moment, wie komm ich denn da drauf?
Achso ja! Und nicht die Bürger von Solingen.
25.8.24
Die Sonntagsfrage (betr. Thüringen) 1 Woche vorm Anfang vom Ende
AfD 30%
Bündnis Sarah Wagenknecht 18%
CDU 21%
SPD 7%
Grüne4%
FDP ?%
Linke 13 %
und Sonstige 7%
Wie gesagt: 1 Woche vorm Anfang vom Ende.
Bündnis Sarah Wagenknecht 18%
CDU 21%
SPD 7%
Grüne4%
FDP ?%
Linke 13 %
und Sonstige 7%
Wie gesagt: 1 Woche vorm Anfang vom Ende.
24.8.24
Islam. Messer-Terror in Solingen
Gestern Abend hat ein 26 Jahre alter Syrer in Solingen auf dem Stadtfest mit einem Messer 3 Solinger Bürger im „Auftrag“ des IS ermordet und 8 weitere Personen dabei verletzt.
Neben den üblichen folgenlosen Trauerreden nach Terrorexzessen dieser Art wird jetzt in allen Parteien fieberhaft über die zugelassene Länge der Klingen diskutiert. Bundesinnenministerin und Klingenexpertin Nancy Faeser hält zum Beispiel 6 Zentimeter für angemessen. Merz dagegen will gar nichts oder alles, aber dasr sofort. Und außerdem alles abschieben und zum Teufel jagen, was nicht nach seiner sauerländischen Leitpfeife tanzt.
Okay, ich hab jetzt auch keine Lösung parat, fänd es allerdings sehr lustig, wenn unser Bundespräsident seine im Nahost-Konflikt gereiften, hochgelobten humanitär-demokratisch-weisen Worte wiederholte:
„Wir rufen alle Akteure zu maximaler Zurückhaltung auf.“ (siehe auch Tagebucheintrag vom 2.8.)
Allein die Vorstellung, Steinmeier säß mit dem Syrer, dem Chef vom BKA, mit Merz und dem kompletten und komplett vermummten Zentralrat des Islamischen Staates am Runden Tisch des Kanzleramtes und diskutierten über irgendwelche humanitären Waffenruhen, gottgewollte Völkermorde, veruntreute EU-Gelder, imaginierte Kriegsverbrechen, Apartheit und Mehroderwenigerstaatenlösungen und längere bzw. kürzere Solinger Messerklingen! Denn so wie den Iran, die Hamas, die Hisbollahs, die Huthis und alle anderen ähnlich gestrickten Stellvertreter Allahs („Tötet die Juden, wo immer ihr sie trefft!“) die bio-deutschen Klingengesetze nicht besonders interessieren, so dürfte einem Syrer, der im Auftrag des IS mordend durch die Länder pilgern möchte, es auch völlig wurscht sein, wem und mit welcher Klinge er dem nächsten Ungläubigen, der ihm übern Weg läuft, an die Gurgel geht. 5, 6 oder 7 Zentimeter?
Dann wär da ja noch viel Platz nach oben ... Und was die Verhinderung solcher Attentate betrifft: Da bräuchte man in jedem Dorf und in jeder Stadt alle drei Meter einen Polizisten, der gelernt hat, vor nichts zurückzuschrecken.
Und ich neige obendrein nicht einmal zu der Hoffnung, dass sich durch den Terror von Solingen hierzulande wenigstens die Solidarität mit Israel … aber, lassen wir das. Es hat eh ... äh alles keinen Sinn mehr. (Oder?)
Neben den üblichen folgenlosen Trauerreden nach Terrorexzessen dieser Art wird jetzt in allen Parteien fieberhaft über die zugelassene Länge der Klingen diskutiert. Bundesinnenministerin und Klingenexpertin Nancy Faeser hält zum Beispiel 6 Zentimeter für angemessen. Merz dagegen will gar nichts oder alles, aber dasr sofort. Und außerdem alles abschieben und zum Teufel jagen, was nicht nach seiner sauerländischen Leitpfeife tanzt.
Okay, ich hab jetzt auch keine Lösung parat, fänd es allerdings sehr lustig, wenn unser Bundespräsident seine im Nahost-Konflikt gereiften, hochgelobten humanitär-demokratisch-weisen Worte wiederholte:
„Wir rufen alle Akteure zu maximaler Zurückhaltung auf.“ (siehe auch Tagebucheintrag vom 2.8.)
Allein die Vorstellung, Steinmeier säß mit dem Syrer, dem Chef vom BKA, mit Merz und dem kompletten und komplett vermummten Zentralrat des Islamischen Staates am Runden Tisch des Kanzleramtes und diskutierten über irgendwelche humanitären Waffenruhen, gottgewollte Völkermorde, veruntreute EU-Gelder, imaginierte Kriegsverbrechen, Apartheit und Mehroderwenigerstaatenlösungen und längere bzw. kürzere Solinger Messerklingen! Denn so wie den Iran, die Hamas, die Hisbollahs, die Huthis und alle anderen ähnlich gestrickten Stellvertreter Allahs („Tötet die Juden, wo immer ihr sie trefft!“) die bio-deutschen Klingengesetze nicht besonders interessieren, so dürfte einem Syrer, der im Auftrag des IS mordend durch die Länder pilgern möchte, es auch völlig wurscht sein, wem und mit welcher Klinge er dem nächsten Ungläubigen, der ihm übern Weg läuft, an die Gurgel geht. 5, 6 oder 7 Zentimeter?
Dann wär da ja noch viel Platz nach oben ... Und was die Verhinderung solcher Attentate betrifft: Da bräuchte man in jedem Dorf und in jeder Stadt alle drei Meter einen Polizisten, der gelernt hat, vor nichts zurückzuschrecken.
Und ich neige obendrein nicht einmal zu der Hoffnung, dass sich durch den Terror von Solingen hierzulande wenigstens die Solidarität mit Israel … aber, lassen wir das. Es hat eh ... äh alles keinen Sinn mehr. (Oder?)
23.8.24
Bin nochim Sommerloch
Ab 26.8. aba
wieda da.
***
Bis dahin zum Trost jedoch für alle, die sich zwei mal in kürzester Zeit über denselben Scherz kringelig lachen können:
„Thank you for travelling with Deutsche Bahn“
wieda da.
***
Bis dahin zum Trost jedoch für alle, die sich zwei mal in kürzester Zeit über denselben Scherz kringelig lachen können:
„Thank you for travelling with Deutsche Bahn“
17.8.24
Na, det is ja n Ding! Der ‚Spiegel‘ hört die Signale!
Sie können sich und selbst untereinander zum Verrecken nicht leiden und riechen, marschieren aber im Stechschritt zacki-zacki Richtung Machtergreifung: Der Spiegel-Titel zeigt visionär in 20er-Jahre-Kubismus-Art die aktuell beliebtesten Faschismus-Experten Trump, Frau Marine le Pen und vorneweg Heil-Höcke aus dem Thüringer Unterholz als Speerspitze für den Endkampf gegen die europäischen Werte, was immer die darunter auch verstehen wollen. Und wie das enden wird, steht gottseidank bereits in allen Geschichtsbüchern.
Das Dumme ist nur: Draus lernen will kein Mensch. Und schon mal gar nicht die Linken.
Dabei hätten sie das spätestens in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts tun können, als Heiner Geissler, die berühmte christdemokratische Stinkdrüse in seiner Funktion als Generalsekret der CDU, die banale Wahrheit mit dem Worten aussprach:
„Der Pazifismus der 20er Jahre hat Auschwitz überhaupt erst möglich gemacht.“
Et is jetz aber au nich so, dass sich seitdem gar nix geändert hätte. Oh, nein! Im Gegenteil. Eine echte Erfolgsgeschichte der Linken ist zu verkünden: Die linke Minderheitenmeinung von damals (die Palästinenser seien die Juden von heute) ist heute mainstream.
Und auf diese Art Staatsraison hat Israel grade noch gewartet. Ach, geschissen is.
Das Dumme ist nur: Draus lernen will kein Mensch. Und schon mal gar nicht die Linken.
Dabei hätten sie das spätestens in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts tun können, als Heiner Geissler, die berühmte christdemokratische Stinkdrüse in seiner Funktion als Generalsekret der CDU, die banale Wahrheit mit dem Worten aussprach:
„Der Pazifismus der 20er Jahre hat Auschwitz überhaupt erst möglich gemacht.“
Et is jetz aber au nich so, dass sich seitdem gar nix geändert hätte. Oh, nein! Im Gegenteil. Eine echte Erfolgsgeschichte der Linken ist zu verkünden: Die linke Minderheitenmeinung von damals (die Palästinenser seien die Juden von heute) ist heute mainstream.
Und auf diese Art Staatsraison hat Israel grade noch gewartet. Ach, geschissen is.
14.8.24
Oh, Himmel, Arsch & Wolkenbruch
Auch wenn sich nichts, nada, nothing und rien du tout groß ändern wird, wenn Kamala im Capitol regiert, dann muss man wenigstens nicht noch mal Gefahr laufen, dauernd bei der Tagesschau in das „Gesicht“ von diesem Tr…
13.8.24
Der Mauerbau war nur ein Testfall, eine Probe aufs Exempel,
ein Versuchsballon, ein Pilotprojekt
Inzwischen ist die Zeit irgendwie reifer, die Menschen um einige Breitengrade dümmer und aus dem tödlichen „antifaschistischem Schutzwall“ ist unsere moderne lebensgefährliche „EU-Außengrenze“ geworden.
Ich sag nur:
Niemand hat die Absicht, auf kleine Kinder zu schießen. Und zweitens: Beton –
kommt drauf an, was man draus macht.
Ich sag nur:
Niemand hat die Absicht, auf kleine Kinder zu schießen. Und zweitens: Beton –
kommt drauf an, was man draus macht.