Das Tagebuch

20.12.19
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19.12.19
Klappe zu, Affe tot
Bundesregierung vermeldet:
„Einigung beim Klimapaket und verabschiedet“
Was wollt' ich noch sagen? Ich wollt' doch noch was sagen...Schon wieder vergessen!
Das ist ja nicht mehr feierl ... Ach ja. Jetzt hab ich's wieder: Klappe zu, Affe tot.
18.12.19
Hausverbot für Fascho Höcke im ZDF
Mainz, wie es stinkt und kracht! ZDF-Chefredakteur Peter Frey läßt den thüringschen Möchtegern-Hitler nicht mehr in den diversen La­ber-Shows seine Notdurft verrichten:
„Zwar dürfen Medien niemanden erziehen, sie müssen jedoch zei­gen, wo die Grenzen demokratischer Gesinnung verlaufen.“
Sagt er.
Heissa! Da knallen aber jetzt die Sektkorken bei unsern ausgewähl­ten Arschlöchern für Deutschland! Wie kann man denn so blöd sein, offen zuzugeben, dass auch alle anderen in seiner Unterhaltungs­anstalt zu blöd sind, diesem Höcke labertechnisch Paroli zu bieten.
Peng, peng, peng! Hören Sie die Sektkorken, Herr Freyheit?
Und wo verlaufen sie denn? Ja, wo verlaufen sie denn, die Grenzen demo­kratischer Gesinnung? Wenn sie sich nur nicht verlaufen!
Peng, peng!
Und was meinen Sie, wie lang die Nazi-Schlange ist, die als Höckes U-Boote jetzt schon bei Illner & Co auf der Matte stehen?
Peng, peng!
Und dann erst mal der große Run auf Thüringens Volkshochschulen, für die Kurse „Wie muss ich mich als Nazi /Halbnazi/Dreiviertelnazi/ Krawallspezialist/ Oberdoofmann/ besorgter Bürger bzw. Bürger 2. Klasse etc. im ZDF verhalten, um da meinen Scheiß loszuwerden?“
Zwo, drei, vier, Narrhallamarsch! Peng, peng!
Und wie soll sich demnächst das Reichsverfassungsgericht, pardon, Bundesverfassungsgericht entscheiden bei der Frage
„Was brauchen wir 'ne Verfassung? Gesinnung reicht doch, oder?“
Wolle mers eroi losse? Peng, peng!
Und vor allem: Wann wollnse eigentlich endlich mal Ihre Pappnasen­sitzungen säubern? Da muss doch auch mal einer mitm feuchten Lappen durch! Ich sag nur: "Höcke? Höcke? Wer is denn dieser Höcke?"
Peng, peng!

Das war ein Beitrag aus der Serie:
"Das Kreuz mit der Demokratie, tätäh, tätäh!"
Abmarsch.
17.12.19
Wie man mit Antirassismus der Welt endgültig den Rest geben kann
Als die Losung lautete „Volk ohne Raum“, marschierte man über die Grenzen, massakrierte die Bevölkerung und klaute dann den Leichen Land und Eigentum.
„But things have changed.“ Heute läuft das anders. Heute heißt die Parole „Raum ohne Volk“. Und Angela Merkel sagte dieser Tage auf einer Fachkräftetagung für Fachkräfte aller Art:
„Es gibt weltweit einen großen Wettbewerb um qualifizierte Fach­kräfte. Deutschland muss attraktive Arbeitsbedingungen bieten. Auf jeden Fall ist das wirklich Wichtige, dass wir in den Drittländern als ein weltoffenes als ein interessiertes Land rüberkommen.“
Sie hätt' es auch mit andern Worten sagen können:
'500 Jahre Kolonialismus, davon die letzten 200 Jahre verschärften Imperialismus inkl. 12 Jahre deutsche Sonderbehandlung haben in weiten Teilen der Welt nur verbrannte Erde hinterlassen. Aus der 3. und 4. Welt gibt's so an einigermaßen Verwertbarem für uns nix mehr zu holen. Außer Menschenmaterial in der benötigten Menge, also mehr oder weniger qualifizierte Fachkräfte.'
Hätt' Merkel - wie gesagt - auch sagen können. Hatse aber nich'. Denn unsere Kanzlerin ist nicht doof sondern human.
Und das ist übrigens die ganze Wahrheit! Nichts als die Wahrheit. Die reine Wahrheit über die nobelpreisverdächtige Menschlichkeit von Angela Merkel.

(Wieder zu klobig? Tut mir leid. Aber das haben die Witze der Weltgeschichte nun mal so an sich, dass sie eben keine Schenkelklopfer sind. Gut, ab morgen wieder: Schenkelklopfer! Abgemacht? Abgemacht!)
16.12.19
Das Schwein bestimmt das Bewusstsein
Die heißgeliebten Gossenblätter – sie selber bezeichnen sich lieber als Boulevard- oder Yellow-Presse, seit einiger Zeit auch digital/viral unterwegs und erfolgreich wie früher nur die Pest wie zum Beispiel 'Tag24' aus dem Stall Neven Dumont - sind für den Sprachschatz und die Leitkultur der Deutschen als auch den neuen Umgangston untereinander nicht gerade unverantwortlich. Wenn irgendwer beim Zertrümmern der zarten Pflanze Zivilisation an vorderster Front steht, dann die.
Is auch wurscht! Was ich sagen wollte:
'Der Tag24 – Ausgabe Dresden' tickert heute diese Nummer hier:
„Dresden Crime
Fiese Attacke auf Flüchtlingsheim für Kinder in Dresden“
So, so. Dresden crime ... fiese Attacke ... Interessante Wortwahl für Bürgeraktionen, bei denen Tote billigend in Kauf genommen werden ...
Ist das jetzt schon Faschismus? Oder halt nur 'ne flotte Schreibe? Oder ist's gar die berühmte, anschwellende Volkspoesie? Bin mir da nicht so sicher. Wahrscheinlich alles dreie zusammen, kurz & bündig: flotter, poetischer Volksfaschismus. Wobei unsere 'Tag24'-Drecks­redaktion Dresden eine solche Sicht natürlich weit von sich weisen würde. Egal.
Aber is so! Denn wenn besorgte Dresdener Bürger mit ihrer offe­nen Schwäche für die deutsche 'Fliegenschiss'-Geschichte nachts in der Dunkel­heit Kinderheimen die Fensterscheiben ein­schmeissen, fühlt sich der zuständige Volksredak­teur eben berufen, den Bedrängten unverzüglich solidarisch beizustehen und ebenfalls ordentlich und mit Anstand Gas zu geben; in der Not muss er nah bei de Leut' sein, wie man so sagt, und als Goebbels talentierter Nachwuchs in des Bürgers Sinne mit Volkes Stimme den Teufel verharmlosen, um dann mit betriebseigenem Klartext auf die Kacke zu hauen – was der Masse der Schmierfinken nicht gerade schwer fallen dürfte, weil in derselben Sippschaft aufgewachsen, Blut dicker als Wasser is und der Appel nicht weit vom Birnbaum fällt.
(Wieder mal 'n bisschen klobig, das Ganze. Aber ging nicht anders.)

P.s.:
Bei Karl dem Großen heißt es irgendwo, und zwar in der „Kritik der politi­schen Ökonomie“, MEW 13, 9.:
„Es ist nicht das Bewusstsein der Menschen, das ihr Sein, sondern umgekehrt ihr gesellschaftliches Sein, das ihr Bewusstsein bestimmt.“
Und prinzipiell ist das auch alles schön und gut, wahr und richtig. Aber in unserm Fall scheint's mir doch eher das Schwein zu sein, das das Bewusstsein bestimmt. (Wenn man bei deutschen Barbaren über­haupt von irgendeiner Art Bewusstsein sprechen kann.)
15.12.19
Vom Winde nicht verweht
Der Lieblingsfilm aller weißen Rassisten und bis heute zugleich er­folgreichste Hollywoodschinken aller Zeiten, „Vom Winde verweht“, feiert seinen 80. Geburtstag, und ich finde – um die nicht minder totalitär-volks­pädagogische Verbotsschreierei direkt im Keim zu ersticken:
Selbstverfreili sollte dieser Kitsch'n'Rassismusklassiker weiterhin der Öffentlichkeit zugemutet werden. Weil nämlich Kitsch Geschmack­sache ist und Rassismus ohnehin nicht totzukriegen. Und - was das simple Gespür für Menschenwürde betrifft – jeder an sich selber, wenn er „Vom Winde verweht“ guckt und dabei nicht alle 5 Minuten zum Kotzen aufs Klo rennen muss, sehr schön erkennen kann, welch unverbesserliches Arschloch er ist.
14.12.19
Wow! Alles an einem google-news-Tag!
- Duisburg – Vater schlägt Schulleiterin Krankenhausreif
- .Augsburg - Jugendliche töten einen Feuerwehrmann: Video zeigt schlimme Attacke
- Aschaffenburg - Frau tot in Aschaffenburg aufgefunden - Ehemann festgenommen
- Berlin - Polizisten wollen Personalien abfragen – 17-Jähriger beleidigt, tritt und spuckt
- Hamburg - Innensenator Grote mit Steinen und Farbbeuteln attackiert
- Köln - Mann ersticht Mitarbeiter der Stadt Köln
- Berlin - Mann (21) mit Stichverletzung bricht vor Polizeiwache zusammen
- Ludwigsburg – Schüsse bei Streit – Zwei Verletzte
- Berlin - Grausiger Fund: Tote Person auf Gehweg entdeckt
- Tübingen - Wegen versuchten Giftmords - Haftstrafen für Polizistinnen
Was is hier los?
Ach, das war ja alles gestern. Und gestern war …
Richtig! Freitag, der 13.!
13.12.19
Freitag, der 13.
Heute schreiben wir Freitag, den 13.!
Da warte ich lieber erst den Abend ab.
12.12.19
Heimatkunde -
heute: Thüringen
Bei der repräsentativen, regelmäßig seit Jahren von der Uni Jena durchgeführten Umfrage unter den Thüringer Eingeborenen, wie man denn so drauf ist und wes Geistes Kind, ergab sich aktuell u.a. folgendes Bild:
16 Prozent der Thüringer Biodeutschen sind der Meinung, „Juden hätten etwas besonderes an sich und passten nicht so recht zu uns." Und 26 Prozent vertreten den Standpunkt, „der Nationalsozialismus hätte auch seine guten Seiten gehabt.“ Alles in allem kommen die Forscher zu dem Ergebnis, dass „24 Prozent der Befragten als rechtsextrem einzustufen sind.“
Egal. Egal wie jeder für sich diese Zahlen bewertet, zu bedenken ist vor allem und grundsätzlich: Wie immer sind auch hier und heute die üblichen, nicht zu vermeidenden Ungenauigkeiten, Stimmungen, Rechenfehler und Zahlendreher zu berücksichtigen. So kann man z.B. getrost davon ausgehen, dass bei der Frage, ob Juden hier was zu suchen hätten, nicht 16 Prozent sondern eher 61 ent­sprechend geantwortet haben. Ebenso verhält es sich wohl auch beim Thema 'die guten Seiten des Nationalsozialismus'. Und auch da legen wa lieber mal ne Schüppe drauf und nehmen besser die 62 als die 26. Wobei ich mir persönlich, was Thüringen betrifft, auch 82 Prozent vorstellen kann. Im Übrigen hätte ich vom Thüringer und seiner Thüringerin gern erfahren, was unter ihrem Führer denn so toll gewesen sein soll. Andererseits … ich kann's mir auch denken.
Is auch egal. Jedenfalls sollte man bei solchen Umfragen immer ein wenig auf der Hut sein und sie mit Vorsicht genießen.