Das Tagebuch

8.11.18
Ein Drecksack will Kanzler werden
Ein paar Stichworte, die gut tun:
„BlackRock. Vermögensverwalter. Cum-Ex. Staatsanwaltschaft auf Besuch in den Geschäftsräumen. Aufsichtsratsvorsitzender. Dividen­den-Steuertricks. Fünf Milliarden Euro. Umfassende Aufklärung.“
Noch irgendwelche Bedürfnisse?
Komm, einen hamma noch:
„Ich habe in Deutschland den Blackrock-Vorstand angewiesen, mit den Ermittlungsbehörden zusammenzuarbeiten und alle Dokumente auf den Tisch zu legen. Wir werden daran aktiv mitarbeiten.“
Wie gesagt: Ein Drecksack will Kanzler werden.
7.11.18
„Deutsche Willkommenskultur“
(Mein Gott! Fast hätten wa se vergessen!)
Alle 2 Jahre veröffentlichen Wissenschaftler der Uni Leipzig ihre Forschungsergebnisse zum Thema „Wie die Deutschen so ticken?“. Heute war's wieder so weit. Und vorsorglich wurde die Studie nicht in Leibschz vorgestellt sondern in Berlin.
Die 'Süddeutsche' ist ganz traurig und schreibt:
„Die Deutschen werden immer intoleranter. Laut der Leipziger Studie stimmen 36 % der Deutschen der Aussage zu, dass Ausländer nur hierherkommen, um den Sozialstaat auszunutzen. Über ein Vier­tel würde Ausländer wieder in ihre Heimat zurückschicken, wenn in Deutschland die Arbeitsplätze knapp werden. Rund 36 % halten die Bundesrepublik durch Ausländer in einem gefährlichen Maß für "überfremdet". Und bei all diesen Antworten stimmten Ostdeutsche öfter zu als Westdeutsche.“
Tja, St. Martin war gestern!
6.11.18
Die Presseschau
Nachdem unser allzu menschlich enttäuschter Super-Horst seinen obersten sog. 'Verfassungsschützer' Hans-Georg Maaßen letztend­lich dann doch zum Teufel ge..., nee, in den wohl wohlverdien­ten Ruhestand gedings­bumst hat - Maaßen eine finstere Figur, die wegen ihrer allseits bekannten völkischen Hirnleere daraufhin aber so was von ratzi-fatzi eine Ein­ladung von den Arschlöchern für Deut­schland zwecks Ehren-Mitglied­schaft angeboten bekam, phili­bustert die Kölner Kirchenzeit..., nein, der Kölner Stadtanzeiger in persona des katholisch linksliberalen Berlin-Exegeten Markus Decker heute einen Leitartikel zusammen mit der Head­line „Ein Radikaler im öffentlichen Dienst“ und der Unter-Headline:
„Nach Maaßens Rauswurf bleibt die Frage zu Gleichgesinnten in den Sicherheitsorganen“.

Werter Herr Decker,
ich habe mir erlaubt, Ihren Leitartikel erst gar nicht zu lesen. Denn warum sollte ich? Wenn nach 7 Jahrzehnten deutscher Vereins­erfahrung der langjährige erste V-Mann des Staates ein erwiesener­maßen maßgeschneidertes Arschloch für Deutschland ist und es für Sie „eine Frage bleibt, die dringlicher im Raum steht denn je,“ ob diese Type da ein klassischer Einzelheinz ist, warum sollte ich dann … bzw. dann kann ich Ihnen auch nicht helfen.
5.11.18
Kurz nochmal nen Seehofer
(weil's so lustig ist)
Dpa meldet:
„Bundesinnenminister Horst Seehofer hat Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen mit sofortiger Wirkung in den einstweiligen Ruhestand versetzt. Seehofer sagte, Hintergrund sei der Inhalt eines Redemanuskripts, das 'inakzeptable Formulierungen' enthalte. 'Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Maaßen' sei 'für ihn nicht mehr möglich'. Er sei von ihm 'menschlicht enttäuscht'.“
'Menschlich enttäuscht' sagt der! Der Seehofer sagt: 'Menschlich enttäuscht'! Hahahahahahaha ha! (Ad libitum) Ich lach mich tot! Ich krieg mich nicht mehr ein, haha! Ausgerechnet der! Der sagt so was!
Menschlich enttäuscht ...
Ich mein', is' ja klar, was der damit bezweckt und damit eigentlich sagen will – das muss man dabei natürlich immer im Hinterkopp haben. Aber dass so ein fertiger Homunculus wie dieser Seehofers Horst die Chuzpe hat, ohne mit der Wimper zu zucken eine solche Wortwahl … also, ich find's grandios. Luschtig.
4.11.18
Ein Blick über die Hutkrempe
heute: Pakistan
Es wurde gemeldet:
Der Oberste Gerichtshof Pakistans hat ein Todesurteil für eine christliche Frau aufgehoben, die der Blasphemie beschuldigt worden war. Aber dieser Rückzieher geschah wohl nicht im Namen des Volkes. Jetzt macht das pakistanische Pack mobil und legt das Land lahm.
Kinners! Ich sag mal so: Ihr macht euch ein bisschen – ähm, wie sagt man? - ah, ja, genau: unbeliebt.
3.11.18
Die Grünen werden rabiat
„Es darf nicht sein, dass der Geldbeutel über den Bildungsweg entscheidet.“
(Sigrid Beer, schulpolitische Sprecherin der NRW-Grünen)
So, so.
1.11.18
Merkel ist noch warm …
… da springen auch schon die zwei schmierigsten Erbschleicher ever aus den Löchern: Merz und Spahn.
Mit dem taz-Kommentatoren stimme ich nicht allzu oft überein, doch diesmal schon. Ulrich Schulte plädiert für Merz, nicht als Kanzler, aber als Kanzlerkandidat; denn durch den würde es wohl links von dem ordentlich Bewegung geben. Der erste Absatz geht so:
„Friedrich Merz erfand ein Steuerkonzept, das Millionäre und Chef­ärzte glücklich gemacht hätte. Selten wurde größerer Unsinn auf einen Bierdeckel geschrieben. Er verteidigte eine Studie, nach der ein Hartz-IV-Satz von 132 Euro im Monat ausreichend sei. Für das Geld würde sich Merz nicht mal einen Schlips umbinden. Ach ja, die 'deutsche Leitkultur' kommt auch von ihm. Tatsächlich wäre ein CDU-Vorsitzender Friedrich Merz das Beste, was den Parteien links von der Mitte passieren könnte.“
Okay. So weit, so gut. Nur:
Abgesehen davon, dass ich diesem Merz – und der braucht noch nicht mal was zu sagen – allein wegen seines ähm nonverbalen Verhaltens – es tut mir Leid, is aber so – Tag und Nacht rund um die Uhr seine Fresse po... könnte, wäre ich, wäre der Kanzlerkandidat, die ganze restliche Zeit obendrein nur am göbeln. Und das lässt mein aktueller Gesundheitszustand einfach nicht zu.
Apropos Gesundheit: Und ich weiss gar nicht, ob ich bei diesem Spahn nicht noch so manchen zusätzlichen Liter mehr rauskotzen müsste.
Man wird sehen.
31.10.18
Pardon für die kleine Unterbrechung
Habe mir erlaubt, mir eine kurze Woche Urlaub von dieser frohge­muten Desaster-Welt zu genehmigen. Is ja auch nix groß passiert – außer dem Wegbröseln von CDU und SPD, dem Wegbröseln von Merkel und dem Wegbröseln der Polkappen.
Und als ich wieder zurück kam, hab ich mir – weil Holland in Not – in der Uniklinik wg. 95prozentiger Ader-Verstopfung einen liebens­werten Zuhälter (auch Stents genannt) ans Herz verpflanzen lassen.
Jetzt hat alles wieder seine Ordnung, und die Hetze kann weiter­gehen.
Nebenbei:
Richtig interessant war da inne Klinik eigentlich nur mein Kranken­zimmerkamerad: ein pensionierter, quasi weltoffener Generalmajor oder Panzerknacker oder wasweißich vonner Bundeswehr (Bitte vielmals gehorsamst um Pardon wegen weil Dienstgrad verjessen!) Hatten durchweg gute Gespräche, in gegenseitigem (sagnwamal) Reschpekt. Auch große Lacher dabei, bspw. bei Generalmajors Erzählungen über diverse (nee, eigentlich alle) "Verteidigungs­ministervollidioten".
Naja, war jedenfalls lustiger als im OP.
22.10.18
„Erfolgsroman“
So der Titel des neuen, des 8. Bandes aus der „Roman“-Reihe von Gerhard Henschel.
Wenn Sie nichts besseres zu tun haben – und Sie haben nichts Besseres zu tun, dann nix wie hin in die gute Bücherstube!
KAUFEN !
Ich wiederhole mich nur … äh, allzu gern:
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