Das Tagebuch

3.3.21
„Way down in the rust bucket“
Neil Young with Crazy Horse
Live 1990, neueste Doppel-Cd aus Onkel Neils „archive“-Serie
Hab ich mir heute zugelegt.
Kann‘s was besseres geben
in Zeiten wie diesen?
Und das auch noch am
„Internationalen
Tag des Artenschutzes“!
2.3.21
Das is jetzt nicht wahr, oder?
'Bild' berichtet:
"Er will zurück in den Bundestag - Kampfkandidatur von Friedrich Merz"
Man fasst es nicht! Was ist das für ne kranke Type?!
1.3.21
Sachen gibt‘s ...
Die ‚Tagesschau‘ meldet:
„Ein Gericht in Paris hat den früheren französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy wegen Korruption zu einer dreijährigen Haftstrafe verurteilt, wovon zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt sind. (...) Ins Gefängnis muss Sarkozy voraussichtlich nicht, weil die Strafe auch zu Hause unter elektronischer Überwachung abgebüßt werden kann.“
Sie sagen jetzt wahrscheinlich: Da hat der Arsch aber mal wieder Glück gehabt. Nur, man weiß ja nicht, wie empfindlich dieser kor­rupte Blödmann so privat ist, im häuslichen Umgang, wenn er sich immer die Lieder seiner Ollen anhören muss und ewig das Geklim­per um die Ohren hat (zum Beispiel), dann kann ein Jahr unter Umständen in Permanenz zu Hause rumhocken auch die Hölle sein … Na, wie gesagt, wir wissen es nicht.
Andererseits gibt‘s im Knast bestimmt auch den einen oder andern Jugendlichen aus der Pariser Vorstadt, der gerne mal mit ihm ne Runde kärchern gehen würde. Auch nicht schön. Für ihn.
28.2.21
Was macht eigentlich …
Friedrich Merz?
(Das war aus unserer Reihe „Die lustigste Frage der Woche“!)
27.2.21
Apropos hohle Nuss
Was eine Nuss ist, zumal eine hohle, weiß ja jedes Kind. Aber was ist ein Nüßlein? Zumal ein hohles Nüßlein? Wer weiß denn so was? Nun, bisher gibt es nur Vermutungen von Seiten der Staatsanwalt­schaft. Und entsprechend ihres öffentlichen Auftrags berichtet die ‚Tagesschau‘:
„Unionsfraktionsvize Georg Nüßlein (51) ist Diplom-Kaufmann, Ge­schäfts­führer der Wirtschaftsberatungs-Firma Tectum Holding und soll für eine von ihm eingefädelte Corona-Masken-Lieferung 650.000 Euro Provision am Finanzamt vorbei kassiert haben. Der CSU-Politi­ker bestreitet dies - und lässt sein Amt ruhen.“
So weit ‚Wissen hoch 2‘ in der ‚Tagesschau‘. Damit dürfte zumin­dest klar geworden sein, was ein Nüßlein ist. Ob das Nüßlein aber auch hohl ist, wird wohl erst die Zukunft zeigen.
26.2.21
Und bevor der Hahn dreimal kräht ...
Drei Tage und drei Nächte hatten se sich ihre gesalbten Runkelrüben weich gequatscht und leer gelabert, während gleichzeitig gif­tigem Nebel gleich, welcher nach dem Urknall schwer über allen Wassern schwebte, auf den Häuptern der deutschen Bischöfe bedrückend ohne Unterlaß der sog. „Schatten von Köln“ lastete, diese dummen Kin­dergeschichten von Anno Pief. Infamste Anschuldigun­gen der aber wirklich infamsten Art geisterten drei Tage lang dort stumm durch den virtuellen Raum der katholischen Teleshow. Doch so sehr die hohen Herren jeder für sich ihre hohle Nuss auch marter­ten, so tief sie auch in sich gingen, so achselzuckend kamen sie alle sprach­los wieder raus: Keiner konnte sich an einen Anno Pief erinnern oder war ihm jemals nachweislich begegnet.
Und so begab es sich, dass ein teilnehmender Gottesmann, der sei­nen werten Namen um des Himmels Willen jedoch nicht preisgeben wollte, gegenüber dem ‚Kölner Stadtanzeiger‘ offen eingestand, dass „Woelkis Agieren in der Bischofskonferenz mit keinem Wort ange­sprochen worden war.“ Und wie um letzte Unklarheiten, sprich an den Sackhaaren herbeigezogenen Hoffnungen von vornherein zu besei­tigen, erklärte noch vor der großen Sitzung der liberale Vorsit­zer der heiligen Horde, der große Dr. Georg Bätzing:
„Die Annahme, dass wir über den Rücktritt von Kardinal Woelki sprechen, ist ein verkehrtes Erwartungsmanagement.“
Ein verkehrtes Erwartungsmanagement … hm. Gut, und da stellen wir uns mal ganz doof und fragen:
Itdatdenn, Onkel Bätzing?
25.2.21
Wie man sich doch vertun kann!
Ich hatte gedacht, mit seinem Abgang sei Trump Geschichte. Aber jetzt teilte Yogananda Pittman, die kommissarische Chefin der für das Parlament zuständigen Polizei, am Donnerstag mit:
„Die Good Guys“ (Trumps bewährte Sturmabteilung) „haben ihren Wunsch geäußert, dass sie das Kapitol in die Luft jagen und so viele (Kongress-)Mitglieder wie möglich umbringen wollen.“
Tja, meine Damen und Herren, so kann man sich vertun.
Es bleibt spannend. Und wir bleiben auf jeden Fall dran.
24.2.21
Und von Corona …
… und seinen Mutanten und Onkeln möchte ich auch nichts mehr …
als dass sie sich verpissen. Danke
23.2.21
Opus Dei und Woelkis Beitrag
Moment! Halt! Stop! Bevor Sie direkt wieder wegzappen!
Es tut mir ja auch leid, aber wenn man hier praktisch ganz allein im heiligen, nee, hilligen, pardon, scheinhilligen Kölle sein trostloses Dasein fristet, in diesem allzeit lustigen, weltoffenen, erzliberalen , warmherzigen, sensiblen – wat hammer sonst noch? - ja, durch und durch freundschaftlich verkumpelt & verlogenen, katholisch-krimi­nellen Kapellenkaff …
Nee. Fangen wir anders an:
Ich weiß, dass Sie, werte Leser usw., den Namen nicht mehr hören können und schon gar nicht lesen wollen. Aber springen Sie bitte noch ein einziges Mal, ein allerletztes Mal über Ihren Schatten, zeigen Sie Herz und Mitgefühl, machen Sie von mir aus auch einen auf tibetanischen Oberlama, überwinden Sie für einen kurzen Au­genblick Ihren vorurteilsbeladenen Schweinehund und nehmen Sie Abstand von allzu ver­ständlicher Rachsucht, Sinnen auf barbarische Vergeltung und Schwelgen in maßlosen Ohrfeigenphantasien oder auch Wünschen nach Züchtigung mittels mittelalterlichen Strafen wie wöchentlicher Kasteiungen mit einer 5-schwänzigen Handgeißel aus verknoteten Seilen und – dem zwei Stunden dauernden, tägli­chen (außer an Sonn- und Feiertagen) Um­legen eines schmerzhaften Bußgürtels.
Denn damit, v.a. aber mit der Handgeißel- und der Büssergürtel-Nummer können se bei Woelki gar nichts erreichen – das macht der nämlich als strammes Mitglied vom Opus Dei schon seit Jahren alles selber.
Freiwillig.
P.s.:
Aus den Statuten des heiligen Erfinders vom Opus Dei, des herzens­guten Papa Josemaría Escrivá de Balaguer y Albás, im Jahre 2002 von Johannes-Paul II. heiliggesprochen:
„Die Ebene der Heiligkeit, die der Herr von uns wünscht, ist durch diese drei Punkte bestimmt: heilige Unnachgiebigkeit, heiliger Zwang und heilige Unverschämtheit.“
Jetzt wissen se auch, warum unser Kölner Komiker nicht eine Latte mehr am Zaun und keine Tasse mehr im Tabernakel hat. Und bei dem weder Hopfen noch Malz noch sonst irgendwas zu holen ist. Geschweige denn einen halb­wegs nachvollziehbaren Gedanken von dieser Welt.