Das Tagebuch

29.9.20
1 Million Jahre!
Dpa meldet:
„Wo wird Deutschland in Zukunft seinen Atommüll entsorgen?
90 Gebiete in Deutschland haben nach Erkenntnissen der Bundes­gesellschaft für Endlagerung günstige geologische Voraussetzungen für ein Atommüll-Endlager, das bekanntlich mindestens 1 Million Jahre Sicherheit vor entweichender Radioaktivität geben muss.“
Und das größte Wunder: Keiner hat bei der Präsentation gelacht. Nicht mal gekichert.
Na, dann wählt man schön. Und viel Spass bei der Durchsetzung.
28.9.20
„Internationaler Welt-Tollwut-Tag“
Irgendwie hatt‘ ich‘s im Urin.
27.9.20
Aus der Welt der besorgten Bürger
Heute: Prachtexemplar Christian Lüth
‚ntv‘ berichtet:
„Der ehemalige Pressesprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Chris­tian Lüth, hat während eines Gesprächs mit einer Journalistin im Februar vorgeschlagen, man könne nach Deutschland eingereiste Migranten erschießen oder vergasen. Das Gespräch mit der You­tuberin Lisa Licentia sei am 23. Februar in einer Berliner Bar von versteckten Kameras des Senders Pro Sieben aufgezeichnet worden, berichtet die "Zeit". Lüth hatte dem Bericht zufolge die rechte In­fluencerin mehrmals bei Twitter angeschrieben und um ein Treffen gebeten. Was er nicht wusste: Licentia plante schon damals aus der rechten Szene auszusteigen und arbeitete bereits mit dem Journa­listen Thilo Mischke zusammen.
Lüth sagte demnach in dem Gespräch: "Je schlechter es Deutsch­land geht, desto besser für die AfD. Das ist natürlich scheiße, auch für unsere Kinder. (…) Aber wahrscheinlich erhält uns das." Im weiteren Verlauf redet er davon, die AfD müsse sich eine "Taktik" überlegen zwischen "Wie schlimm kann es Deutschland gehen? Und: Wie viel können wir provozieren". Das sei alles mit dem damaligen Parteichef Alexander Gauland besprochen worden. Licentia fragt ihn anschließend, ob es im Interesse der AfD sei, dass noch mehr Migranten nach Deutschland kämen. Darauf Lüth: "Ja. Weil dann geht es der AfD besser. Wir können die nachher immer noch alle erschießen. Das ist überhaupt kein Thema. Oder vergasen, oder wie du willst. Mir egal!"
Lüth bekleidete seit der Gründung der AfD vor 7 Jahren gehobene Positionen für die Partei. Zuerst war er Parteisprecher, anschließend Sprecher der Bundestagsfraktion. Er gilt als enger Vertrauter des Ehrenparteivorsitzenden Gauland. Im April wurde er wegen schwe­rer Vorwürfe von seinen Aufgaben als Sprecher freigestellt. Grund dafür soll eine "problematische Einstellung zum Nationalsozialismus" gewesen sein. Zudem habe sich Lüth mehrfach selbst als "Faschist" bezeichnet. Lüth wurde daraufhin dauerhaft beurlaubt. Gekündigt wurde ihm nicht.“
Es ist ja nicht so, dass wir als Otto-Normal-Konsumenten uns alle wichtigen Infos clandestin zusammensuchen müssten! Steht alles in der Zeitung oder bei google online. Einfach Augen auf im Strassen­verkehr!
26.9.20
Röttgen, Merz und Laschet ...
„Wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.“ Matthäus 18,20
Oder war das der Markus?
25.9.20
Das wird ja lustig!
Die ‚FAZ‘ schreibt:
„Nach den unklaren Äußerungen von Präsident Donald Trump zur Amtsübergabe im Fall einer Wahlniederlage bemüht sich das Weiße Haus um Klarstellung. ‚Der Präsident wird die Ergebnisse einer freien und fairen Wahl akzeptieren‘, erklärte Präsidialamtsspre­cherin Kayleigh McEnany am Donnerstag auf Nachfrage von Journa­listen. Trump hatte am Mittwoch ausweichend auf die Frage einer Reporterin geantwortet, ob er bei einem Sieg seines demokrati­schen Rivalen Joe Biden für eine friedliche Amtsübergabe sorgen werde: ‚Wir müssen abwarten, was passiert‘, meinte er.
Dass ein amerikanischer Präsident sich weigert, einen friedlichen Machtwechsel im Fall seiner Abwahl zu garantieren, ist ein beispielloser Vorgang. Trumps Herausforderer Joe Biden reagierte ungläubig. ‚In was für einem Land sind wir?‘ fragte er. ‚Ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll.‘ Der Kandidat der oppositionellen Demokraten und frühere Vizepräsident liegt in den Umfragen seit Monaten konstant vor Trump.“
24.9.20
Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?
Nie-ie-mand!
Wenn er aber kommt,,,,,
Man muss den in höchst schwierigen und langwierigen Verhandlungs­gesprächen erkämpften und gestern nun feierlich und stolz verkün­digten KKKKompromissvorschlag der EU-Kommission unter der Leitung von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zur Reform der Flüchtlingspolitik nicht im Einzelnen gelesen haben.
Es reicht der erste Satz des Artikels der heutigen Ausgabe des Kölner Kirchenpardonstadtanzeigers:
„Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat den jüngsten Vorschlag der EU-Kommission zur Reform der Flüchtlingspolitik gelobt.“
23.9.20
Angezählt!
Auf die Frage eines Journalisten, was er von den Sexualtheorien seines etwas zurückgebliebenen Homophoben Friedrich Merz halte, antwortete Armin Laschet:
„Es spielt im Jahr 2020 wirklich keine Rolle mehr, wer wen liebt.“
Ende Gelände!
22.9.20
Wieder entdecktes Motto der Deutschen Bank
„Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen das Betreiben einer Bank?“
21.9.20
Im Merzen der Bauer
Es geschah am helllichten Tage, als Mastermind Friedrich Merz im Jahre 2001 die Homosexualität des damaligen Berliner Stadtchefs Klaus Wowereit mit den Worten kommentierte:
„Solange der Wowereit sich mir nicht nähert, ist mir das egal.“
Nun, Zeiten und Menschen sollen sich ja manchmal ändern. Als der Moderator Kai Weise vor 2 Tagen in der ‚Bild‘-Talkshow „Die richti­gen Fragen“ den lieben Friedrich fragte, ob ein homosexueller Re­gierungschef für Merz „völlig normal“ sei, sagte der mal so:
„Ich sage mal so, über die Frage der sexuellen Orientierung, das geht die Öffentlichkeit nichts an. Solange sich das im Rahmen der Gesetze bewegt und solange es nicht Kinder betrifft.“
Tja, das war‘s dann wohl.