Das Tagebuch

2.9.19
Der Tag danach
Was mir bei den hochinteressanten Analysen der diversen hoch­interessanten Analysten völlig unterbelichtet erschien und auch an mir totaliter vorbeigerauscht und komplett, ja, absolut unbemerkt geblieben ist, trotz aller doch ansonsten totsicher registrierten Ku­riositäten im Wählereiverhalten unserer Ossis ist na, na, na?
Genau. Die mausetote FDP.
Is aber auch eigentlich egal.
Oder?
1.9.19
80 Jahre nach Kriegsanfang
Landtagswahlen in Brandenburg:
AfD 23,5
CDU 15,6
SPD 26,2
Grüne 10,8
Linke 10,7
FDP 4,1
BVB/FW (is dat denn?) 5,00

Landtagswahlen in Sachsen:
AfD 27,5
CDU 32,1
SPD 7,7
Linke 10,4
Grüne 8,6
FDP 4,5
Sonstige Wat weiß ich
31.8.19
Was bleibt in puncto Thunberg?
Was bleibt, ist vielleicht festzustellen:
Um kollektiv den Verstand in den unverdienten Urlaub zu entlassen, braucht es hierzulande nicht mehr extra einen extra bösen Verführ-Onkel mit wilder Haarlocke und quadratischer Rotzbremse unterm antisemitischen Schnüffelzinken. Nee, nee. Da sind wir hier ent­schieden flexibler geworden. Auf den Posten des Welt- oder wahl­weise Deutschlanderlösers kann seit dem auch über Nacht, wie wir schon erleben durften, ein moderner Vonundzu, ein studierter, gutaussehender Trickbetrüger mit in der Hauptsache irgendwie abweichendem Labertum, ein Großkotz mit ordentlich Asche anne Füße landen. (Antisemitismus ist für diese Laufbahn dabei heute nicht mehr unbedingte Voraussetzung. Aber auch nicht hinderlich.)
Nein, heute - und das haben uns die letzten paar Wochen säährr eindrrröcklich vorr Augen geföööhrrrt -, sind wir so über alle Maßen geistig flexibel, dass in diesem Land sogar 'ne Tüte Haribo als Bundeskanzler denkbar wäre .
Vorerst aber reichen den Eingeborenen noch minderjährige Zöpfe aus Schweden mit in der Tat echt unwahrscheinlich neuartigen Welt­errettungsideen zum kollektiven kopflosen Hinterherrennen. Und das – das kopflose Hinterherrennen - scheint mir hier bei allen inhaltli­chen Unterschieden doch immer wieder das eigentliche Ziel zu sein.
30.8.19
Zum grassierenden Thunberger-Syndrom
Henryk M. Broder hat's auch mal eben aufn Punkt gebracht:
„Kinder in die Schlacht!“ in www.achgut.com.
Viel Spaß!
29.8.19
Greta! Greta! Gretaaaah!!!
Yeah! Du hast es vollbracht!!!
Meine Damen und Herren!
Greta hat's geschafft. Greta hat's vollbracht. Sie ist in New York ge­sund und engagiert angekommen. Wir sind alle mit ihr sehr glücklich drüber. Jetzt kann sie endlich in die UNO-Vollversammlung gehen und den wichtigen Brief mit den vielen wichtigen Infos vorlesen. Wir freuen uns so und sind voll der Hoffnung. Obwohl, sie hätte den Brief ja eigentlich auch mailen können. Oder bin ich da jetzt schon wieder falsch uniformiert?
28.8.19
Wie es wohl der Greta geht?
Was bin ich froh, dass ich mich hier in Ruhe um meine Verdauung kümmern kann. Die arme Greta, die muss ja in n Eimer kacken! Will man sich gar nicht vorstellen.
27.8.19
Heute keine Kommentare, keine Witze
Hatte keine Zeit und Ruhe gefunden. Musste die ganze Zeit an Greta denken, wie es der Klimaaktivistin wohl momentan so geht.
26.8.19
Das Wort zum Montag
Es spricht nun äh … ja, es spricht nun zu Ihnen Lothar Matthäus aus seiner aktuellen Passion BILD-Podkast:
„Ich habe viel auf die Fresse bekommen – zu Recht“
Tja …
(Pause.
Lange Pause)
Was soll man dazu sagen …
(Ein Fall für „Wär' es eigentlich schade um …“ ?
25.8.19
Wär' es eigentlich schade um …
Da zur Zeit praktisch nix los ist, außer dass Mutter Erde munter auf ihren Untergang zu steuert, der halbe Regenwald von Amazonien in Flam­men steht, die ersten Gletscher für tot erklärt werden, mit den Temperaturen der Meeresspiegel steigt usw. usf., und sich alle Welt ganz locker vom Hocker frisch, fromm, fröhlich, frei nebenbei darauf geeinigt hat, dass wir alle an der Misere gleichermaßen Schuld seien, und damit also niemand, wo doch die Namen und Adressen der Mitglieder der (früher hätte man gesagt) herrschenden Klassen allgemein bekannt sind, und dass der hochgelobten, sensiblen, engagierten Jugend außer Empörung, Schule schwänzen und mitm Böotchen übern Atlantik schippern in Kürze auch nur Frust schieben, Heulen&Zähne knirschen und ein letztes Stoßgebet bleiben werden,
lange Rede, kurzer Sinn,
habe ich beschlossen, aus der gesellschaftsskeptisch-kritischen Ab-und zu-Rubrik „Wär' es eigentlich schade um …“, die ich mir vor­gestern hier ausgedacht habe, eine tägliche zu machen.
Und da nehm ich mir heute mal die FDP zur Brust. Also:
Wär' es eigentlich schade um …
… die FDP?
Nein.