Olaf Scholz war in Mathe vielleicht kein Überflieger, aber die zwei Prozentzahlen zusammen zu addieren - die für die Grünen und die für die SPD – wird er am Ende des Tages und wenn auch mit fremder Hilfe wohl einigermaßen auf die Reihe kriegen. Dass daraus kein Regierungsauftrag abzuleiten ist, muss man ihm auch nicht extra beibiegen. Dass er sich aber noch mal für die Moderation des QuatschComedyClubs bewirbt, ist also nicht seinen Schwächen in Sachen Rechnen und Religion geschuldet, sondern seinem extrem deutschen Pflichtgefühl und dem Gespür, nicht mit den Ratten das sinkende Schiff verlassen zu können.
Wer in der Vergangenheit auch nur partiell das unweigerliche Verrecken der Ampel verfolgt und dabei sich die Freude an und die Hochachtung vor klaren Worten noch bewahrt hat, wird sich immer gerne an den Ausspruch erinnern:
„Der Finanzminister hatte nicht die sittliche Reife für ein Regierungsamt.“
Yo! Der war aber jut!
Das Tagebuch
17.12.24
Applaus, Applaus!
16.12.24
Alle Jahre wieder Fu##in'Up
Wer noch ein wenig kalte Restwut gegen den kakophonischen Weihnachtsfuror und Konsumterror in sich spürt, der mache sich flugs auf den Weg und besorge sich frohen Mutes den aktuellen Konzert-Mitschnitt von Neil Young und Crazy Horse aus dem Rivoli in Toronto (2023) mit dem Titel „Fu##in’Up“, öffne alle Fenster und schiebe alle Regler nach rechts und die Party kann beginnen: der letzte Tanz auf dem Vulkan. Und wenn das in diesem Jahr wieder nichts nützt, dann weiß ich’s auch nicht. Dann bin ich eben auch am Ende mit meinem Kirchenlatein.
15.12.24
Das Wort zum Sonntag
„Zwischen Merz und Lindner passt kein Blatt Papier.“ Jedenfalls nicht so’n Praktikanten-Papierchen. Da sind sich die beiden realpolitischen Komiker ziemlich einig. Anders verhält es sich mit dem berühmten FJStrauss-Satz:
„Es ist mir egal, wer unter mir Kanzler wird.“
„Es ist mir egal, wer unter mir Kanzler wird.“
14.12.24
Dritter Advent:Was uns so erwartet
Was uns blüht, wenn in Bälde das Christkindelein kommt, haben Merz und Söder basta-mäßig jetzt schon mal - weil sie es einfach nicht abwarten können (siehe auch: „Wir warten aufs Christkind“) - auf einen Spuckzettel geschmiert und als provisorisches Wahlprogramm mit den zwei unverhandelbaren, alternativlosen, essentiellen, ja, heiligen Grundsätzen an alle Parlamentstüren gehämmert. Die zwei wichtigsten Anliegen, wonach sich der ganze Rest zu richten hat, sind demnach 1. „Steuerentlastungen für Gutverdienende (Wer hätte das gedacht!) und 2. eine verschärfte Migrationspolitik“. Konkret heißt das: Nun, wer die „Gutverdienenden sind, weiß man ja, die kennt man ja, und die verschärfte Migrationspolitik wird folgendermaßen aussehen:
In allen Bundesländern soll die „Bezahlkarte für Asylbewerber flächendeckend und restriktiv“ eingeführt werden. „Für Ausreisepflichtige werden sich die Sozialleistungen an dem Grundsatz 'Bett, Brot und Seife' orientieren und sehen, wo immer möglich, einen gänzlichen Leistungsausschluss vor.“ Grenzkontrollen werden mit Zurückweisungen verbunden.
Zugleich investieren wir, so die beiden rechtsradikalen Erbförster, in modernste Grenzsicherungstechnik wie etwa in Robocops, männl. Drohnen, Nachtsicht- und KI-gestützte Wärmebildkameras von der Firma Rheinmetall & Hastenichgesehn.
Was die ehemaligen, ausrangierten Selbstschussanlagen aus der Ostzonenzeit angeht,(wir haben selbstverständlich kontrolliert, ob's die auch überhaupt noch tun) sind die Rückkaufverträge bereits in trockenen Tüchern. Für den Fall potentieller Engpässe bei der lückenlosen Bestückung durch robuste Grenzsicherungsbeamte ist man im intensiven Gespräch mit führenden Fachkollegen befreundeter Diktaturen und was die bilateralen Beziehungen zum Vatikan betrifft, ist ein Kondensat äh Konkordat, zeitnah abgesegnet mit einem feierlichen Hochamt inkl. öffentlicher Privataudienz ebenfalls so sicher wie das Amen in der Kirche. Auf Kinder, die heimlich über die grüne Grenze wollen, kann geschossen werden.
So weit unsere Christdemokratur.
Die ganz große Frage aber bleibt: Wie will da ein Langweiler wie Olaf Scholz gegen anstinken?
In allen Bundesländern soll die „Bezahlkarte für Asylbewerber flächendeckend und restriktiv“ eingeführt werden. „Für Ausreisepflichtige werden sich die Sozialleistungen an dem Grundsatz 'Bett, Brot und Seife' orientieren und sehen, wo immer möglich, einen gänzlichen Leistungsausschluss vor.“ Grenzkontrollen werden mit Zurückweisungen verbunden.
Zugleich investieren wir, so die beiden rechtsradikalen Erbförster, in modernste Grenzsicherungstechnik wie etwa in Robocops, männl. Drohnen, Nachtsicht- und KI-gestützte Wärmebildkameras von der Firma Rheinmetall & Hastenichgesehn.
Was die ehemaligen, ausrangierten Selbstschussanlagen aus der Ostzonenzeit angeht,(wir haben selbstverständlich kontrolliert, ob's die auch überhaupt noch tun) sind die Rückkaufverträge bereits in trockenen Tüchern. Für den Fall potentieller Engpässe bei der lückenlosen Bestückung durch robuste Grenzsicherungsbeamte ist man im intensiven Gespräch mit führenden Fachkollegen befreundeter Diktaturen und was die bilateralen Beziehungen zum Vatikan betrifft, ist ein Kondensat äh Konkordat, zeitnah abgesegnet mit einem feierlichen Hochamt inkl. öffentlicher Privataudienz ebenfalls so sicher wie das Amen in der Kirche. Auf Kinder, die heimlich über die grüne Grenze wollen, kann geschossen werden.
So weit unsere Christdemokratur.
Die ganz große Frage aber bleibt: Wie will da ein Langweiler wie Olaf Scholz gegen anstinken?
13.12.24
Wie ein Furz im Wind
Dass der Vogel nicht mehr alle Nadeln anner Tanne hat, war mir immer schon klar. Allein diese dämlichen, affigen, sinnlosen, bunten Brillen immer. Sir Elton John, ein Arschloch in Kitsch-Klamotten.
Getreu seinem Selbstbild als farbenfröhlicher Hauptstraßenheiopei hat er der ‚Frau im Spiegel‘oder wem offenbart, dass „die Legalisierung von Cannabis einer der größten Fehler aller Zeiten ist.“
Ja, is klar. Und wer sich die Anti-Kiffer-Litanei von Sir Heiopei ersparen möchte, kann das Gespräch jederzeit friedlich abkürzen mit der Schlussformel:
„Jaja, stimmt schon. Vom Rauchen kann man Lungenkrebs kriegen. Aber vom Scheißeerzählen in jedem Fall Arschkrebs.“
Ja, is klar. Und wer sich die Anti-Kiffer-Litanei von Sir Heiopei ersparen möchte, kann das Gespräch jederzeit friedlich abkürzen mit der Schlussformel:
„Jaja, stimmt schon. Vom Rauchen kann man Lungenkrebs kriegen. Aber vom Scheißeerzählen in jedem Fall Arschkrebs.“
12.12.24
Fehlanzeige
Heute war den ganzen langen Tag für mich nix Verwertbares dabei.
Aber morgen ist ja Freitag, der 13. Ma gucken, was dann so los ist.
Aber morgen ist ja Freitag, der 13. Ma gucken, was dann so los ist.
11.12.24
Inch'allah, eine Million!
Baschar al Assad hatte es grade noch so eben geschafft, mit Sack und Pack bei seinem großen Gangsterfreund Putin unterzutauchen, bevor ihm die lieben Muslimbrüder in einem Akt ausgleichender Gerechtigkeit einen wohlverdienten Kopf kürzer machen konnten. Aber schon heute, 3 Tage nach dieser Art von Regierungswechsel, der für die Gegend da seit Ewigkeiten der Normalfall zu sein scheint, bei dem auch nie ganz klar ist, um wieviel übler die neuen Herrscher belieben zu herrschen, da ist Friedrich der große Merz&Kanzlerkandidat mal flotti vorgeprescht und über die deutsche Brandmauer gesprungen. Dann hat er sich scham- und kostenlos beim Programm der Jungen doitschen Alternativen bedient und sich deren vielversprechendes und beim Volke so beliebtes Remigrationsprojekt
für die CDU untern Nagel gerissen.
Eine Million!
Eine Million Syrer!
Eine Million syrische Flüchtlinge.
Eine Million. Allein hier in diesem Land.
Eine Million - ein Geschenk des Himmels?
Für wen?
Eine Million Syrer auf einen Schlag nach Hause zu schicken!
Eine Million zurück in ein Land, das sie nicht wiedererkennen.
Eine Million, die ab heute hier nichts mehr zu suchen haben,
weil sie hier auch vorher nichts verloren hatten.
Außer ihrer Arbeitskraft, von der wir aber ganz gut leben konnten.
Da dürfte ein Merz auf seine alten Tage noch aus vollem Halse,
aber fröhlich „Allahu-akbar“ intonieren.
Da kommt doch Freude auf.
„Empathie is was fürn ... Papst.
Für alles andere ist der Kanzler zuständig.“
Ich weiß nicht mehr, wer das gesagt hat. Im Zweifelsfall aber
war ich das.
Shalom...
für die CDU untern Nagel gerissen.
Eine Million!
Eine Million Syrer!
Eine Million syrische Flüchtlinge.
Eine Million. Allein hier in diesem Land.
Eine Million - ein Geschenk des Himmels?
Für wen?
Eine Million Syrer auf einen Schlag nach Hause zu schicken!
Eine Million zurück in ein Land, das sie nicht wiedererkennen.
Eine Million, die ab heute hier nichts mehr zu suchen haben,
weil sie hier auch vorher nichts verloren hatten.
Außer ihrer Arbeitskraft, von der wir aber ganz gut leben konnten.
Da dürfte ein Merz auf seine alten Tage noch aus vollem Halse,
aber fröhlich „Allahu-akbar“ intonieren.
Da kommt doch Freude auf.
„Empathie is was fürn ... Papst.
Für alles andere ist der Kanzler zuständig.“
Ich weiß nicht mehr, wer das gesagt hat. Im Zweifelsfall aber
war ich das.
Shalom...
10.12.24
Wir werden ihn nicht los
In meinen Alpträumen blieb er schon als ewiger Quälgeist präsent und machte partout keine Anstalten, die politische Lügenbühne zu verlassen. Seine aktuelle Nummer:
„Bei einem Event der Friedrich-Naumann-Stiftung,“ so der ‚Spiegel‘ süffisant „spielte der FDP-Chef das parteieigene »D-Day«-Paper als ‚Praktikanten-Papierchen‘ herunter.“
Und genau so einer soll dieser autokratische Schmierlappentypus auch sein: Einer untergeordneten Knallcharge den Geheimauftrag (flüsterflüster) zuschanzen, ein Paper von bestimmt welthistorischer Bedeutung zu verfassen und die Bombe dann zum richtigen Zeitpunkt hoch gehen zu lassen. Aber die beauftragte Knallcharge war entweder tatsächlich ne Knallcharge und das Umsturzpamphlet nicht sein Papier wert und der Autor ein daher gelaufener Azubi oder aber ... oderaber 's war der große Meister Strippenzieher hochpersönlich. Wovon ich ausgehe.
Man kann nur hoffen, dass die Wähler bei nächster Gelegenheit diesem Politstrizzi endlich den finalen Strich durch die Rechnungen machen. Doch leider – und das lehrt auch die Erfahrung – darf man sich auf die Wähler nicht so doll verlassen. Das einzige, worauf bei denen Verlass ist, ist das schlechte Gedächtnis.
„Bei einem Event der Friedrich-Naumann-Stiftung,“ so der ‚Spiegel‘ süffisant „spielte der FDP-Chef das parteieigene »D-Day«-Paper als ‚Praktikanten-Papierchen‘ herunter.“
Und genau so einer soll dieser autokratische Schmierlappentypus auch sein: Einer untergeordneten Knallcharge den Geheimauftrag (flüsterflüster) zuschanzen, ein Paper von bestimmt welthistorischer Bedeutung zu verfassen und die Bombe dann zum richtigen Zeitpunkt hoch gehen zu lassen. Aber die beauftragte Knallcharge war entweder tatsächlich ne Knallcharge und das Umsturzpamphlet nicht sein Papier wert und der Autor ein daher gelaufener Azubi oder aber ... oderaber 's war der große Meister Strippenzieher hochpersönlich. Wovon ich ausgehe.
Man kann nur hoffen, dass die Wähler bei nächster Gelegenheit diesem Politstrizzi endlich den finalen Strich durch die Rechnungen machen. Doch leider – und das lehrt auch die Erfahrung – darf man sich auf die Wähler nicht so doll verlassen. Das einzige, worauf bei denen Verlass ist, ist das schlechte Gedächtnis.
9.12.24
Rien ne va plus
Nachdem eine mir unbekannte (aber das muss nichts heißen) islamistische Unterabteilung des ‚Islamischen Staates‘ innerhalb von 2 Wochen den syrischen Diktator & Massenmörder Baschar al Assad zum Teufel nach Moskau gejagt hat, könnten die Karten wieder neu gemischt werden - und diesmal unter der Oberaufsicht der lieben Muslimbrüder.
Hier könnt ich schon Schluss machen. Aber ich mach ma weiter.
Laut ‚Kölner Stadtanzeiger‘ leben in „Syrien neben der sunnitischen Mehrheit auch Schiiten, Alawiten, Drusen und Jesiden.“ Das Land sei „von religiöser Vielfalt geprägt.“
Na, das kann man wohl sagen. Zumal das auch noch die Heimat von diversen Christen ist, die sich und die andern alle auf den Tod nicht ausstehen können. Die Kurden haben jeweils ne eigene kurdische Ersatzreligion, die kurdische Ersatzreligion. Nur Juden spielen da logischerweise keine große Rolle mehr.
Man darf also gespannt sein, welche moderne Gesellschaftsstruktur die neuen Machthaber im Sinne haben, das Land wieder zu mittelalterlichem Wohlstand, Frieden und Freiheit zu führen.
Hier könnt ich schon Schluss machen. Aber ich mach ma weiter.
Laut ‚Kölner Stadtanzeiger‘ leben in „Syrien neben der sunnitischen Mehrheit auch Schiiten, Alawiten, Drusen und Jesiden.“ Das Land sei „von religiöser Vielfalt geprägt.“
Na, das kann man wohl sagen. Zumal das auch noch die Heimat von diversen Christen ist, die sich und die andern alle auf den Tod nicht ausstehen können. Die Kurden haben jeweils ne eigene kurdische Ersatzreligion, die kurdische Ersatzreligion. Nur Juden spielen da logischerweise keine große Rolle mehr.
Man darf also gespannt sein, welche moderne Gesellschaftsstruktur die neuen Machthaber im Sinne haben, das Land wieder zu mittelalterlichem Wohlstand, Frieden und Freiheit zu führen.