Das Tagebuch

18.11.24
Nach dem gestrigen erfolgreichen Volkstrauertag
… geht’s mit Riesenschritten auf den 20. November zu, den Buß- und Bettag. Aber dazwischen hat uns die tolle Uno noch den „Internationalen Toilettentag“ reingedrückt. Und zur Unterstützung und weil wohl noch Platz war, den „Internationalen Männertag“. Obwohl die Frauenklos oft noch beschissener aussehen. Und spe­ziell für Deutschland – hab ich überlegt – wollt ich bei der Uno für den 18. November den Antrag stellen auf einen „deutschen Extra-Tag des Respekts mit Preisver­leihung“.
Und den 1. Preis hab ich mir schon fertig ausgedacht und ausgelobt: Den ersten Respekt-Preis erhält die komplette ÄffffeDeddddPeeeh für die grandiose Idee, in klassischer clandestiner Hinterzimmer­manier den Sturz der eigenen Re­gierung mit hahaha sog. „Torpedos“ (e-mails) an einem hahaha sog. „D-Day“ herbeibomben zu wollen. Allerdings wäre der Preis mit dem hahaha „amtlich beglaubigten Versprechen“ verbunden, nie mehr hahaha „irgendwo noch einmal mit- oder reinregieren“ zu wollen.
Gleichzeitig sollte die ganze Partei in Kleingruppen am selben Tag noch „ausgewiesen werden in ein Land meiner Wahl“. Und falls die „kein Land der Erde aufnehmen will“, sollte „ein Hubschrauber der Bundeswehr die ganze Baggage nachhaltigst zum Schutz der Um­welt irgendwo überm Arsch der Welt abwerfen“.
Okay, is n bisschen viel „sollte“ drin. Wenn sich das „sollte“ als undurchführbar erweisen sollte, sollten alle geschlossen in einem hahaha „sicheren Endlager für radioaktiven Müll endgelagert“ … bis das Soll erfüllt ist. Aber das kann sich ja, wie wir wissen, bei so atomaren Endlagern ziemlich hinziehen.
Na, mal gucken. Man wird sehen.
17.11.24
Merz auf der Höhe der Zeit -
schröben wir das Jahr 1824
Da organisieren ein paar Bundestagsabgeordnete eine überpartei­liche Initiative zur gänzlichen Legalisierung der Abtreibung, Bundes­kanzler Scholz unterschreibt das Bittgesuch und gibt sein ‚okay‘,
und sofort stürmt die oberste Kanaille der CDU vor die Presse und fordert, nein, „verlangt von Scholz, seine Unterschrift zurückzuzie­hen, weil die geplante Abschaffung des Paragrafen 218 geeignet sei, wie kein weiteres Vorhaben das Land zu polarisieren und einen völlig unnötigen Großkonflikt in Deutschland auszulösen.“
Vor 65 Millionen Jahren sind die Dinosaurier ausgestorben. Dass offenbar tatsächlich doch einige überlebt haben, gilt heute als er­wiesen und sollte uns nicht entmutigen.

***
Und noch was, das einem um dieses Datum herum gerne jahrelang von oben aufgezwungen wurde: der „Volkstrauertag“.
Und da muss ich sagen, hab ich in jedem Fall was besseres vor.
Außerdem: Was gibt’s denn hier zu trauern bei zwei Weltkriegen zusammen mit unterm Strich um die 70 Millionen Toten, die dieses Land allein zu verantworten hat.
Aber ich bin ja nicht so: Dann trauert mal schön.
16.11.24
Wie man den Wähler in die Urne kriegt
Die ‚Zeit‘ und die ‚Süddeutsche‘ haben in akribischer Dedektivarbeit herausgefunden, dass die Führungsspitze der ÄäääffffeddddPeeeh schon seit Mitte September in diversen Hinterzimmern an der finalen Ampel-Explosion rumbastelte. Mit dem Ergebnis: Enttäuschung bei einigen, Empörung bei vielen und bei fast allen allgemeine Bestäti­gung der populären Ansicht, Politik sei ein schmutziges Geschäft, und damit vermutlich Waschkörbe voll mit Beitrittserklärungen zur AfD.
Und hinterher will’s wieder keiner gewesen sein.
15.11.24
Neues aus dem Bundestag
Das ‚Handelsblatt‘ schreibt, Söder sage, Habeck sei „das Gesicht der Krise.“
Hm. Mag ja sein. Kann ich nicht beurteilen. Aber ich weiß, was Söder ist.
14.11.24
Alpträume und Traumata
Nachdem Scholz seinen Finanzboy an die .… nee, Quatsch, seinen Finanzboy­kotteur an die frische Luft gesetzt hatte, war ich der festen Über­zeugung, diesen Arsch mit Ohren nie mehr wiedersehen zu müssen. Aber von wegen, Pustekuchen!
Stattdessen musste man mitansehen, wie diese arme Kreatur des Lobbyismus noch vor der gestrigen Bundestagsdebatte zum Tod der Ampel sich am Rockzipfel seines Politkumpanen grin­send einen runter­schnullerte, um sich seinen ganz persönlichen Weg frei zu genschern - im Schlepptau natürlich die Zei­tung mit den großen Buchstaben:
„Lindner erklärt Merz schon zum nächsten Kanzler“
Und der ‚Süddeutschen‘ trumpetete er in die Maschinen:
„Die vorgezogene Bundestagswahl wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit einen Wechsel im Kanzleramt bringen. Ich glau­be, das Rennen um die Kanzlerschaft ist in Wahrheit doch längst gelaufen.“
Na, is ja toll. Wenn das Rennen schon längst gelaufen ist, dann braucht dieses Land im Prinzip ja auch keine umständlichen, stören­den und überflüssigen Bundestagswahlen, die nur kost­bares Geld verplempern, dann braucht’s auch keine neuen teuren Wahlzettel, keine überteuerten Werbespots für die Parteien, keine repräsenta­tiven, kostspieligen Umfragen der Umfrage-Institute, keine Wahl­veranstaltungen, die kostenintensiv von der Polizei extra geschützt werden müssen, keine in jeder Hinsicht unbezahlbaren Wahl­spots auf allen Kanälen und im Radio ‚Pipapo‘, keine überteuerten Ele­fantenrunden, und erst recht keine billigen, dann bräucht’s auch kein happiges, saftiges, hochpreisiges, ins Kraut schießendes, sich ge­waschen habendes und eigentlich völlig überflüssiges Wahlkampf­theater.
Wir bräuchten praktisch nur ein, zwei Leute an der Spitze, die sich wirklich auskennen, die mit Geld umgehen können, die das auch gelernt haben, denen man ver­trauen kann! Sie wissen, wen ich da meine, ja klar, und die würden hier dann endlich mal ordentlich auf­räumen, die würden dann mal anständig durchgreifen, die würden dann auch dem Ausland mal zeigen, wo der Frosch die Locken hat und wo die Grenzen sind und wo die Ausländer alle hin gehören, nämlch ins Ausland, ja, das würden die alles machen, unsere beiden Hoch­würden, der feine Herr Lindner und sein Friedrich der Große!
Fertig, aus.
13.11.24
Heute ist der Internationale …
Ach nee, ich fang anders an.
Leute, das war ja klar wie die Armensuppe: Nu hauen se sich in der SPD die Populistenschädel ein. Wer soll’s machen? Wer kann denn Kanzler? Scholz oder Pistorius, Pistorius oder Scholz? Vorschlag zur Güte und Abkürzung: Nehmt doch Scharping! Oder habt ihr noch nen dritten im Kofferraum?
Genossen, (ich sag jetzt einfach mal „Genossen“), ihr seid doch nicht ganz dicht! Ihr wisst doch: Wer die zwei unfähigen wie unerträg­lichen Stinkstiefel Merz und Lindner zum Wohle der Welt verhindern will (Die Argumente gegen die spar ich mir heute; die kennt ja jeder), muss auf etwas Wichtiges verzichten, das dieses Volk (und ein an­deres steht nicht zur Verfügung) aufn Tod nicht ausstehen kann und das sind ...: DISKUSSIONEN - oder in des Volkes Worten: Streit. Streit, Streit und immer wieder Streit. Streiten wie die Kesselflicker. (Deswegen gibt’s, glaub’ ich, auch keine Kesselflicker mehr.)
Zurück auf Anfang.
Heute ist der „World Kindness Day“! Der „Weltnettigkeitstag“. Wenn ihr ahnt, was ich damit andeuten will ...
12.11.24
Am Marterpfahl
Wer hätte das gedacht!? Punkt 11Uhr11 am 11. 11. hat’s jetzt auch den Karneval erwischt. Die kranken Spinner und mittlerweile univer­sitären Knallköppe von der Fraktion „Kulturelle Aneignung“ haben es geschafft, unsere armen kölschen Heimatmusikanten so zu verun­sichern, dass sie nu alle fleißig diskutieren, ob das Narrenvolk zu den Umtata- Songs mittanzen und grölen darf, in denen das Wort uff uff „Indianer“ vorkommt.
Als vor Jahren in Köln zu Recht der Disput unter den Pappnasen ausbrach, ob sich heute noch oder auch überhaupt ein eher harmlo­ser Brauchtumsver­ein wie die „Poller Negerköpp“ „Poller Negerköpp“ nennen könnte, knallten in der Hauptsache 2 Fronten aufeinander: Die einen sagten, das sei doch nur ein Spaßname, man wolle doch nur n bisschen Spaß haben mit schwar­zer Schuhwichse im Gesicht, Bananenröckchen und Plastik-Knochen in den krausen Haaren, während die andern der Meinung waren, dass das doch überlieferter, dummer Rassismus sei, der heutzutage unangebracht wäre. Nun das Ende vom Lied war dann der berühmte kölsche Klüngel-Kompromiss. Man einigte sich auf die Formel: Spass haben mit Rassismus. Und die löstige Pappnasenhorde aus dem Nachbar­kiez Köln-Mühlheim nannte sich um und hieß ab sofort „Mühlheimer Klütte“. (Klütte sind kölsch und auf Duden-Deutsch die schwarzen Brickets … zum Heizen.)
Wie dem auch sei.
Trotz Jahrhunderte langem Kolonialismus (übrigens bis heute unge­brochen), Rassismus und Mord & Totschlag haben sich unsere schwarzen Brüder und Schwestern gut gehalten und sind verglichen mit uns Weißbroten auch noch in der Mehrzahl. Während von den Indianern praktisch nix mehr übrig geblieben ist. Was man allerdings den Poller und den andern „Negerköpp“ nicht unbedingt in Rechnung stellen kann. Alaaf und tschüss.

P.s.:
Und die ‚Brings‘ sind so dämlich, dass sie vor lauter ausgeklügelter politischer Korrektheit ihr „Indianerlied“ aus dem Programm gestri­chen haben. Na, mir is et ja ejal, wie und wat die da singen. Doch aus Angst vorm Tod Selbstmord zu begehen ist zwar hierzulande sehr beliebt, aber auf Dauer auch keine Lösung.
Helau.
11.11.24
Tätäh tätäh, helau und Alaaf
Heute will ich’s hier mal ordentlich menscheln lassen! Oder m.a.W. auch mal die Sau raus lassen. Oder wie man im Berliner ‚Tiamat‘-Verlag ge­wöhnlich sagt: „Warum sachlich, wenn es auch persönlich geht.“
Gestern war der Herr Bundeskanzler exklusiv als einziger Gast in der Unterhaltungsshow von Caren Miosga. Und hat dort etwas erreicht, was bei mir noch nie jemand geschafft hat: Innerhalb von n paar Minuten mich zum – wenn nix dazwischen kommt – potentiellen SPD-Wähler zu machen.
Jaja, staune, staune, gute Laune! Er hat mein ansonsten so stilles, schweigsames Herz gerührt. Ja, der Olaf hat mich persönlich und politisch tief bewegt. Die Miosga konnte noch so sehr versuchen,
ihn mit sog. kritischen Unterhaltungsfragen zum unfähigen Ampel-Hampel­mann zu machen. Nein, der Olaf hat’s auf bewundernswerte Weise geschafft, in seiner bekannt unaufgeregten Art, ohne die Diplomatie zu verlassen, für alle Zuschauer klar nachvollziehbar zu erläutern, wie 3 Jahre lang die Regierungsarbeit von morgens bis abends von einem Typen systematisch torpediert, verhindert und unmöglich gemacht wurde, wie er es aushalten musste, Tag für Tag mit einer verlogenen Stinkdrüse, einer neoliberalen Charaktermaske par excellence in einem Zimmer zu sitzen, nur um am Ende immer wieder aufs Neue von dessen kriminogenen Hinterfotzigkeit über­rascht zu werden. Wollte man in Berlin einen in etwa vergleichbar unerträg­lichen, unglaublichen Drecksack finden, müsste man lange, sehr lange suchen. Sehr lange.
Und das größte an dieser Sternstunde des deutschen Fernsehens war, dass Olaf Scholz nicht einmal ein Mal – so weit ich das richtig wahr genommen habe – den Namen von dem Typen überhaupt erwähnt hat.
Respekt.
10.11.24
Aber wer sagt denn so was?
„Ich kann mich nicht erinnern, dass jemand, der in einer so hohen Verantwortung steht, so durchdreht. Die Art und Weise, wie nach­getreten wurde, ist eines Bundeskanzlers unwürdig.“
Ja, wer sagt so was? Das müsste doch dann eigentlich jemand sein, der sich zumindest aufgrund seiner über jeden Zweifel erhabenen, moralischen, unfehlbaren politischen Praxis und wegen seines unbe­stritten tadellosen Lebenswandels das gute Recht raus nehmen darf, solch große Töne zu spucken. Aber wer könnte das sein?
Ja, wer könnte das sein?
Der Mann hat einen etwas gewöhnungsbedürftigen Namen, und so viel sei verraten, und um Sie, verehrte Ratefüchse nicht vorsätzlich zu verunsichern, lese ich Ihnen den Namen in gebotener Weise und Gänze langsam vor, um Ihnen dadurch ein klein wenig Zeit zum Nachdenken zu geben. Wer’s weiß, sofort melden. Der Junge heißt:
Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Buhl-Freiherr von und zu … Yeah!
Und ferner bin ich der wahrschlich exklusiven Ansicht, muss man sich von einem solchen Arschgesicht nix sagen lassen.