Eine Platte, die zwar schon letztes Jahr rauskam, ich mir aber zur Zeit Tag&Nacht in die Birne baller, ist an dieser Stelle nochmals dringendst zu empfehlen:
„Jarv...is / Beyond the pale“
von Jarvis Cocker
Das Tagebuch
5.8.21
Ohrwürmer gefällig?
4.8.21
Sommerlochstopfen -heute mit Nasenpfeife Christian Sievers
Christian Sievers, der Mann mit der smarten Männermodelhüfte, dem auf den Rücken getackerten Besenstiel und den markanten Nasenlöchern, war in seinem Leben im Prinzip schon alles Mögliche, aber erst als Nachfolger von dem nicht weniger seltsamen Chefansager der ZDF-heute-19Uhr-Hauptausgabe Matthias Fornoff ist er bei mir auffällig geworden. Seine nerventötende und kontraproduktive Marotte, jedes zweite Wort besonders zu betonen, so dass man am Ende des Satzes absolut nicht mehr wusste bzw. überhaupt wissen konnte, worum es eigentlich ging, diese Meise hat er sich in letzter Zeit – wahrscheinlich aufgrund einfach nicht enden wollenden Hinweisen aus der Bevölkerung – ja einigermaßen abgewöhnt.
Dafür aber bekommt er anscheinend viel Zuspruch für seine neumoderne Unsitte, „all unseren lieben Zuschauer(Schluckauf)Innen“ moderierend in penetrant-persönlicher Weise äußerst unangenehm auf die Pelle zu rücken:
„Ihnen allen einen wunderschönen guten Abend, meine sehr verehrten Damen und Herren, schön, dass Sie am Ende des heutigen Tages die Zeit fanden, bei uns zu sein! Schenken Sie uns 15 Minuten Ihrer Aufmerksamkeit zur Aufarbeitung all der wichtigsten Themen und Ereignisse der letzten 24 Stunden. Neues und Interessantes aus der Welt des Sports hat für Sie dann später noch meine gut aufgelegte Kollegin ...“ Blablabla. Und da sind schon 2 Minuten von den kostbaren 15 konsequent und für nix in den Äther verjuxt.
Weil unser selbstverliebter Nasenbär und Redaktionsgockel zu keiner politischen Moderation in der Lage ist und seine Interviews sich anhören, als hätt‘ er sich die hohe Kunst der investigativen Hintenrum-Befragung bei Florian Silbereisen abgeguckt, versucht er, allein um nicht am Ende als einsames Teleprompter-Ablese-Monster in die TV-Geschichte einzugehen, sein journalistisches Handicap dadurch wettzumachen, indem er aus der Abfolge naturgemäß zusammenhangloser Nachrichten eine in sich scheinbar logische, kohärente Fernsehshow zusammenbastelt. Und dafür erfindet er dann Sätze wie:
„Und nun zu einem ganz anderen Thema“ oder „Wir beginnen heute den Nachrichtenüberblick mit den ...“ oder „Und hiermit kommen wir wieder zurück nach Deutschland“ oder „Weiter mit den Kurznachrichten. Die hat für Sie heute ...“ oder auch „Und nun zum Sport, über den es heute ja so einiges Interessantes zu berichten gibt!“ (Was die angesprochene Sportberichterstatterin im Anschluss dann auch tatsächlich tut. Denn wozu wäre eine Sportberichterstatterin auch ansonsten da!?)
So, und jetzt noch ein Wort über Christian Sievers seine Nachrichtennase. (Die Angelegenheit ist zwar so unwichtig wie der ganze Rest, mir aber trotzdem ein Bedürfnis zu erzählen.)
Falls Sie immer noch kein klares Bild von diesem Zweiten Deutschen Fernseh-Gesicht haben, achten Sie beim nächsten Mal einfach mal auf dessen eigenartige Nase. Die Nasenlöcher – furchtbar; seit die mir das erste Mal aufgefallen sind, muss ich immerzu auf diese Nasenlöcher schauen – sehen aus – und das ist wirklich völlig egal und ich meine das auch nicht beleidigend oder sonstwie herabsetzend – sehen aus wie die des Rüssels von nem süßen Schweinchen, dem man unbedingt – ich weiß nicht, wie ich das anders ausdrücken soll - da am liebsten den Stecker von nem Stromkabel reinstecken möchte.
Und ich sage Ihnen, meine lieben, lieben Leser(hicks)Innen, wenn Sie bei nächster Gelegenheit nur kurz auf seine Chefnasenlöcher geachtet haben, ich schwöre: Ab dem Augenblick können Sie gar nicht mehr anders, als die ganze Zeit auf diese Nasenlöcher zu starren!
So, das war
„Sommerlochstopfen -
heute mit Nasenpfeife Christian Sievers“
Dafür aber bekommt er anscheinend viel Zuspruch für seine neumoderne Unsitte, „all unseren lieben Zuschauer(Schluckauf)Innen“ moderierend in penetrant-persönlicher Weise äußerst unangenehm auf die Pelle zu rücken:
„Ihnen allen einen wunderschönen guten Abend, meine sehr verehrten Damen und Herren, schön, dass Sie am Ende des heutigen Tages die Zeit fanden, bei uns zu sein! Schenken Sie uns 15 Minuten Ihrer Aufmerksamkeit zur Aufarbeitung all der wichtigsten Themen und Ereignisse der letzten 24 Stunden. Neues und Interessantes aus der Welt des Sports hat für Sie dann später noch meine gut aufgelegte Kollegin ...“ Blablabla. Und da sind schon 2 Minuten von den kostbaren 15 konsequent und für nix in den Äther verjuxt.
Weil unser selbstverliebter Nasenbär und Redaktionsgockel zu keiner politischen Moderation in der Lage ist und seine Interviews sich anhören, als hätt‘ er sich die hohe Kunst der investigativen Hintenrum-Befragung bei Florian Silbereisen abgeguckt, versucht er, allein um nicht am Ende als einsames Teleprompter-Ablese-Monster in die TV-Geschichte einzugehen, sein journalistisches Handicap dadurch wettzumachen, indem er aus der Abfolge naturgemäß zusammenhangloser Nachrichten eine in sich scheinbar logische, kohärente Fernsehshow zusammenbastelt. Und dafür erfindet er dann Sätze wie:
„Und nun zu einem ganz anderen Thema“ oder „Wir beginnen heute den Nachrichtenüberblick mit den ...“ oder „Und hiermit kommen wir wieder zurück nach Deutschland“ oder „Weiter mit den Kurznachrichten. Die hat für Sie heute ...“ oder auch „Und nun zum Sport, über den es heute ja so einiges Interessantes zu berichten gibt!“ (Was die angesprochene Sportberichterstatterin im Anschluss dann auch tatsächlich tut. Denn wozu wäre eine Sportberichterstatterin auch ansonsten da!?)
So, und jetzt noch ein Wort über Christian Sievers seine Nachrichtennase. (Die Angelegenheit ist zwar so unwichtig wie der ganze Rest, mir aber trotzdem ein Bedürfnis zu erzählen.)
Falls Sie immer noch kein klares Bild von diesem Zweiten Deutschen Fernseh-Gesicht haben, achten Sie beim nächsten Mal einfach mal auf dessen eigenartige Nase. Die Nasenlöcher – furchtbar; seit die mir das erste Mal aufgefallen sind, muss ich immerzu auf diese Nasenlöcher schauen – sehen aus – und das ist wirklich völlig egal und ich meine das auch nicht beleidigend oder sonstwie herabsetzend – sehen aus wie die des Rüssels von nem süßen Schweinchen, dem man unbedingt – ich weiß nicht, wie ich das anders ausdrücken soll - da am liebsten den Stecker von nem Stromkabel reinstecken möchte.
Und ich sage Ihnen, meine lieben, lieben Leser(hicks)Innen, wenn Sie bei nächster Gelegenheit nur kurz auf seine Chefnasenlöcher geachtet haben, ich schwöre: Ab dem Augenblick können Sie gar nicht mehr anders, als die ganze Zeit auf diese Nasenlöcher zu starren!
So, das war
„Sommerlochstopfen -
heute mit Nasenpfeife Christian Sievers“
3.8.21
Goldige Vielseitigkeit
„Julia Krajewski und ihrer Stute Mandy gelingt der Olympiasieg im Vielseitigkeitsreiten“ (Kölner Stadtanzeiger)
Vielseitigkeit - das stimmt allerdings in der Tat. Zu der Disziplin (!) der Sportlerin gehört ja zwingend noch die ausgiebige Tierquälerei. Glückwunsch!
Vielseitigkeit - das stimmt allerdings in der Tat. Zu der Disziplin (!) der Sportlerin gehört ja zwingend noch die ausgiebige Tierquälerei. Glückwunsch!
2.8.21
„Deutschland sendet Kriegsschiff gen Pazifik“ (NDR)
Und ‚ntv‘ berichtet:
„Die Fregatte "Bayern" ist am Montag mit ihrer Besatzung von Wilhelmshaven aus in den Indopazifik aufgebrochen. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) sagte bei der Verabschiedung, das Engagement im Indopazifik bedeute, nicht gegen etwas oder jemanden zu sein, sondern gemeinsam für etwas einzustehen. Es gehe um gemeinsames Handeln. Und darum, mögliche Konflikte friedlich und partnerschaftlich zu lösen.“
Zum Beispiel mit einer Armada aus Kriegsschiffen. Ja, sehr lustig. Muss hiermit konzedieren, dass ich den radikalösen Mutterwitz von diesem Lappenclown immer etwas durchaus unterschätzt habe.
„Die Fregatte "Bayern" ist am Montag mit ihrer Besatzung von Wilhelmshaven aus in den Indopazifik aufgebrochen. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) sagte bei der Verabschiedung, das Engagement im Indopazifik bedeute, nicht gegen etwas oder jemanden zu sein, sondern gemeinsam für etwas einzustehen. Es gehe um gemeinsames Handeln. Und darum, mögliche Konflikte friedlich und partnerschaftlich zu lösen.“
Zum Beispiel mit einer Armada aus Kriegsschiffen. Ja, sehr lustig. Muss hiermit konzedieren, dass ich den radikalösen Mutterwitz von diesem Lappenclown immer etwas durchaus unterschätzt habe.
1.8.21
Kein Wort zum Sport
Nicht ohne Gründe ist an diesem Ort bisher praktisch kein Wort über die Olympischen Spiele gefallen. Heute gibt‘s mal eine Ausnahme.
Tennis-Ass Alexander Zverev feiert den größten Triumph seiner bisherigen Karriere: Gold für Tennis im Männer-Einzel. Sich sein Leben lang foltern, quälen und kasteien, nur um am Ende sagen zu können, persönlich in dem Rattenrennen der „beste“ gewesen zu sein … wegen mir – soll‘n se – is ja deren Sache. Aber wie hohl muss man sein, um solche Sätze abzusondern?
„Ich kann das mit nichts vergleichen. Das ist so viel größer als alles andere im Sport. Ja, ich habe die ATP Finals gewonnen. Aber der Wert einer Goldmedaille bei Olympischen Spielen ist unglaublich. Du spielst nicht für dich selbst, du spielst für dein ganzes Land, für jeden daheim. Das ist ein unglaubliches Gefühl.
Es gibt nichts Besseres als das. Ja, ich habe die Goldmedaille um den Hals. Aber alle daheim in Deutschland, alle hier haben mich unterstützt. Die Olympischen Spiele sind das größte Sportevent der Welt. Es gibt nichts, was damit vergleichbar ist. Du spielst nicht für dich selbst, du spielst für dein ganzes Land.“
Noch mal: Wie hohl!?
Tennis-Ass Alexander Zverev feiert den größten Triumph seiner bisherigen Karriere: Gold für Tennis im Männer-Einzel. Sich sein Leben lang foltern, quälen und kasteien, nur um am Ende sagen zu können, persönlich in dem Rattenrennen der „beste“ gewesen zu sein … wegen mir – soll‘n se – is ja deren Sache. Aber wie hohl muss man sein, um solche Sätze abzusondern?
„Ich kann das mit nichts vergleichen. Das ist so viel größer als alles andere im Sport. Ja, ich habe die ATP Finals gewonnen. Aber der Wert einer Goldmedaille bei Olympischen Spielen ist unglaublich. Du spielst nicht für dich selbst, du spielst für dein ganzes Land, für jeden daheim. Das ist ein unglaubliches Gefühl.
Es gibt nichts Besseres als das. Ja, ich habe die Goldmedaille um den Hals. Aber alle daheim in Deutschland, alle hier haben mich unterstützt. Die Olympischen Spiele sind das größte Sportevent der Welt. Es gibt nichts, was damit vergleichbar ist. Du spielst nicht für dich selbst, du spielst für dein ganzes Land.“
Noch mal: Wie hohl!?
30.7.21
Internationaler Erdüberlastungstag
Die Menschheit hat mit dem gestrigen Tag all die Ressourcen verbraucht, die ihr bei nachhaltiger Nutzung für das gesamte Jahr zur Verfügung gestanden hätten. Das geht aus Berechnungen des Global Footprint Networks mit Sitz in den USA und der Schweiz hervor. Gegenwärtig verbraucht die Menschheit 74 Prozent mehr als die Ökosysteme des Planeten regenerieren können - oder anders ausgedrückt „1,74 Erden“.
Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) warnte vor einem immer schnelleren Verbrauch der natürlichen Ressourcen auf der Erde:
„Wir brauchen ein entschiedenes Umdenken bei unserem Konsum. Immer mehr, immer billiger ist ein Auslaufmodell.“
Okay, okay. Da haben wir aber noch eine Frage, Herr Entwicklungsminister Gerd Müller!
Warum sind Sie dann bei dem, was Sie alles so Interessantes wissen, und dann noch als kluger Bundesentwicklungsminister eigentlich Mitglied einer Partei, die bis zum heutigen Tage alles, aber auch wirklich alles Menschenmögliche dafür unternimmt, dass sich an den von Ihnen immer wieder so toll und so ernsthaft beschrieenen furchtbaren, schlimmen, horrenden, menschen-, tier- und pflanzenverachtenden Verhältnissen nichts, aber auch wirklich gar nichts ändern wird? Warum, werter Herr Gerd Müller, warum?
Soll ich‘s Ihnen einfach mal sagen? Ja, ich sag‘s Ihnen einfach mal, Herr Müller! WEIL ES IHNEN AM ARSCH VORBEIGEHT. Schlicht und ergreifend. Am Arsch vorbei.
Und jetzt machen se, dass se Land gewinnen! Is ja nich zum Aushalten.
Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) warnte vor einem immer schnelleren Verbrauch der natürlichen Ressourcen auf der Erde:
„Wir brauchen ein entschiedenes Umdenken bei unserem Konsum. Immer mehr, immer billiger ist ein Auslaufmodell.“
Okay, okay. Da haben wir aber noch eine Frage, Herr Entwicklungsminister Gerd Müller!
Warum sind Sie dann bei dem, was Sie alles so Interessantes wissen, und dann noch als kluger Bundesentwicklungsminister eigentlich Mitglied einer Partei, die bis zum heutigen Tage alles, aber auch wirklich alles Menschenmögliche dafür unternimmt, dass sich an den von Ihnen immer wieder so toll und so ernsthaft beschrieenen furchtbaren, schlimmen, horrenden, menschen-, tier- und pflanzenverachtenden Verhältnissen nichts, aber auch wirklich gar nichts ändern wird? Warum, werter Herr Gerd Müller, warum?
Soll ich‘s Ihnen einfach mal sagen? Ja, ich sag‘s Ihnen einfach mal, Herr Müller! WEIL ES IHNEN AM ARSCH VORBEIGEHT. Schlicht und ergreifend. Am Arsch vorbei.
Und jetzt machen se, dass se Land gewinnen! Is ja nich zum Aushalten.
29.7.21
Der synodale Weg -Holzweg oder Sackgasse oder sogar beides?
(Für‘s Archiv)
(Kurze Vorbemerkung:
Im folgenden Eintrag geht‘s um nix. Wenn se woll‘n, könn‘n se ruhig weiterzapp‘n. Bei dem Ausdruck „Synodaler Weg“ werden die meisten von Ihnen eh schon abgewunken haben. Der Rest wird‘s tun spätestens beim Wort ‚Kirche‘. Ich finde jedoch ein solches Verhalten, wenn man doch wie wir alle das Wohl und Wehe der ganzen Welt tagtäglich im Sinne haben, NICHT korrekt. Ja, mehr noch, eher beschämend. Aber wat willze machen?! Und ich selber? Ich hab den Beitrag ja auch nur drin gelassen, weil mir nix anderes eingefallen war. Ach übrigens, ‘nen Witz suchen se hier auch vergeblich.
Bidde schön!
„Holzweg oder Sackgasse “)
Der Chefkorrespondent des ‚Kölner Kirchenbl…“, pardon, des Kölner Stadtanzeiger“ Joachim Frank, ehem. Priester und einer der letzten Unverbesserlichen, die die Hoffnung nicht aufgeben, dass sich ihr Verein doch noch … blablabla, führte gestern in seinem Anti-Woelki-Propagandaorgan ein erfrischendes Interview mit Norbert Lüdecke, Professor für Kirchenrecht an der Uni Bonn, einem Kirchenkritiker, den das Opus Dei mit Fug und Recht und Sicherheit als das Sprachrohr des Leibhaftigen bezeichnen würde. Der Mann hält übrigens auch nichts von dem Reformpalaver des sog. „Synodalen Wegs“. Deswegen auch der Titel seines aktuellen Buches „Die Täuschung“. Gegen Ende des Interviews fragt der ehemalige Gottesdiener Joachim Frank, treudoof und sichtlich angefressen ob solch trüber Aussichten auf Friede-Freude-Eierkuchen und „auf jeden Fall notwendige Reformen“:
„Wenn die Kirchenverfassung das entscheidende Hindernis ist, wie ist dann Veränderung überhaupt noch möglich?“
Darauf sprach der Professor die weisen Worte:
„Nach den amtlichen Vorgaben in den Kernfragen gar nicht.“
Joachim, jetzt vollends verzweifelt am Stammeln:
„Aber es revolutionieren oder sprengen?“
Nu‘ wieder der Herr Professor:
„Ich wüsste nicht, wie das gehen sollte. Revolutionen führen zur Übernahme oder Umgründung. Das funktioniert katholisch nicht. Die Kirche exkommuniziert die Revoluzzer, spaltet sie ab und lebt – in sicherlich kleinerer Zahl – weiter.“
So, Leute, fertig für heute! Schluss, Aus, Nikolaus!
Aber warum das ganze hilflose Gelaber hier im Tagebuch? Nun, das war der „etwas andere Buchtipp des Monats“!
Ich hab‘s zwar noch nicht gelesen – kommt ja auch erst heute raus, aber langweilig kann es gar nicht sein. Kann gar nicht!
„Die Täuschung
Haben Katholiken die Kirche, die sie verdienen?"
von Norbert Lüdecke
Im folgenden Eintrag geht‘s um nix. Wenn se woll‘n, könn‘n se ruhig weiterzapp‘n. Bei dem Ausdruck „Synodaler Weg“ werden die meisten von Ihnen eh schon abgewunken haben. Der Rest wird‘s tun spätestens beim Wort ‚Kirche‘. Ich finde jedoch ein solches Verhalten, wenn man doch wie wir alle das Wohl und Wehe der ganzen Welt tagtäglich im Sinne haben, NICHT korrekt. Ja, mehr noch, eher beschämend. Aber wat willze machen?! Und ich selber? Ich hab den Beitrag ja auch nur drin gelassen, weil mir nix anderes eingefallen war. Ach übrigens, ‘nen Witz suchen se hier auch vergeblich.
Bidde schön!
„Holzweg oder Sackgasse “)
Der Chefkorrespondent des ‚Kölner Kirchenbl…“, pardon, des Kölner Stadtanzeiger“ Joachim Frank, ehem. Priester und einer der letzten Unverbesserlichen, die die Hoffnung nicht aufgeben, dass sich ihr Verein doch noch … blablabla, führte gestern in seinem Anti-Woelki-Propagandaorgan ein erfrischendes Interview mit Norbert Lüdecke, Professor für Kirchenrecht an der Uni Bonn, einem Kirchenkritiker, den das Opus Dei mit Fug und Recht und Sicherheit als das Sprachrohr des Leibhaftigen bezeichnen würde. Der Mann hält übrigens auch nichts von dem Reformpalaver des sog. „Synodalen Wegs“. Deswegen auch der Titel seines aktuellen Buches „Die Täuschung“. Gegen Ende des Interviews fragt der ehemalige Gottesdiener Joachim Frank, treudoof und sichtlich angefressen ob solch trüber Aussichten auf Friede-Freude-Eierkuchen und „auf jeden Fall notwendige Reformen“:
„Wenn die Kirchenverfassung das entscheidende Hindernis ist, wie ist dann Veränderung überhaupt noch möglich?“
Darauf sprach der Professor die weisen Worte:
„Nach den amtlichen Vorgaben in den Kernfragen gar nicht.“
Joachim, jetzt vollends verzweifelt am Stammeln:
„Aber es revolutionieren oder sprengen?“
Nu‘ wieder der Herr Professor:
„Ich wüsste nicht, wie das gehen sollte. Revolutionen führen zur Übernahme oder Umgründung. Das funktioniert katholisch nicht. Die Kirche exkommuniziert die Revoluzzer, spaltet sie ab und lebt – in sicherlich kleinerer Zahl – weiter.“
So, Leute, fertig für heute! Schluss, Aus, Nikolaus!
Aber warum das ganze hilflose Gelaber hier im Tagebuch? Nun, das war der „etwas andere Buchtipp des Monats“!
Ich hab‘s zwar noch nicht gelesen – kommt ja auch erst heute raus, aber langweilig kann es gar nicht sein. Kann gar nicht!
„Die Täuschung
Haben Katholiken die Kirche, die sie verdienen?"
von Norbert Lüdecke
28.7.21
Na, ich weiß es ja auch nicht
Der Grüne Volker Beck hat gegen den deutsch-türkischen Gemüse-Goebbels und veganischen Brutzelbuch-Bestseller Attila Hildmann, einen der größten und gewichtigsten Quarkdenker Deutschlands, eine einstweilige Verfügung erwirkt:
„Wenn ich Reichskanzler wäre, dann würde ich die Todesstrafe für Volker Beck wieder einführen, indem man ihm die Eier zertretet auf einem öffentlichen Platz.“ (Tippfehler im Original)
Als „Kinderficker, Untermensch, Judenschwuchtel und Beauftragter eines jüdischen Kulturmarxismus“ hätte Beck das Ziel, „die Verschwuchtelung und Transgenderisierung der Gesellschaft voranzutreiben, um den deutschen Volkskörper zu schwächen und die Männer zu kastrieren.“
Die einstweilige Verfügung verfügt nun: Falls unser Attila diese bemerkenswerten Ansichten ein weiteres Mal vertreten sollte, sind unverzüglich 250.000 Euro fällig oder 6 Monate Ordnungshaft. (Warum eigentlich nicht jetzt schon? Und warum 'oder' und nicht 'und'?)
So sehr ich dem Volker Beck es gönne, gewonnen zu haben, so unklug halte ich diese ewige Verbieterei. Denn weder wird ein solch rechtsradikales Rumpelstielzchen hier irgendwann Reichskanzler, noch sind Morddrohungen und mögliche Mordanschläge durch ähnliche Hirntote mit dieser Wörterverbieterei zu verhindern. Wichtiger ist vielmehr zu wissen, wieviele Idioten solchen Attilas in ihrer Eigenschaft als besorgte Bürger hinterherlaufen. Und als sch..weigende Masse im Untergrund kann man se auch nicht so gut zählen. That's all.
Nur damit Sie mich nich' missversteh‘n: Mit diesem Montagsgesindel zu reden, ist noch größerer Quatsch.
„Wenn ich Reichskanzler wäre, dann würde ich die Todesstrafe für Volker Beck wieder einführen, indem man ihm die Eier zertretet auf einem öffentlichen Platz.“ (Tippfehler im Original)
Als „Kinderficker, Untermensch, Judenschwuchtel und Beauftragter eines jüdischen Kulturmarxismus“ hätte Beck das Ziel, „die Verschwuchtelung und Transgenderisierung der Gesellschaft voranzutreiben, um den deutschen Volkskörper zu schwächen und die Männer zu kastrieren.“
Die einstweilige Verfügung verfügt nun: Falls unser Attila diese bemerkenswerten Ansichten ein weiteres Mal vertreten sollte, sind unverzüglich 250.000 Euro fällig oder 6 Monate Ordnungshaft. (Warum eigentlich nicht jetzt schon? Und warum 'oder' und nicht 'und'?)
So sehr ich dem Volker Beck es gönne, gewonnen zu haben, so unklug halte ich diese ewige Verbieterei. Denn weder wird ein solch rechtsradikales Rumpelstielzchen hier irgendwann Reichskanzler, noch sind Morddrohungen und mögliche Mordanschläge durch ähnliche Hirntote mit dieser Wörterverbieterei zu verhindern. Wichtiger ist vielmehr zu wissen, wieviele Idioten solchen Attilas in ihrer Eigenschaft als besorgte Bürger hinterherlaufen. Und als sch..weigende Masse im Untergrund kann man se auch nicht so gut zählen. That's all.
Nur damit Sie mich nich' missversteh‘n: Mit diesem Montagsgesindel zu reden, ist noch größerer Quatsch.
27.7.21
Im Prinzip eigentlich nicht der Rede wert
Der Spiegel schreibt:
„Erstmals muss sich ein Kardinal vor Gericht im Vatikan wegen eines verlustreichen Immobiliendeals verantworten: der Geistliche Angelo Becciu. Mit Becciu sitzen ab diesem Dienstag mehrere Männer und eine Frau auf der Anklagebank.
Die Justiz des Vatikans will ermitteln, welche Rolle die Beschuldigten bei dem Finanzskandal um eine Luxusimmobilie in London gespielt hatten. Mehrere Hundert Millionen Euro sollen damals für die Anschaffung, Provisionen und Deals geflossen sein. Den Personen aus Kirchen- und Laienämtern sowie der Finanzwelt werden unter anderem Amtsmissbrauch, Geldwäsche, Betrug, Unterschlagung und Korruption zur Last gelegt.“
Egal, was dabei rum-, raus- oder reinkommt, die Gretchenfrage lautet auch bei diesem Text: Welches Wort setzt hier die Maßstäbe? Welches spielt hier überhaupt eine Rolle? Um welches dreht sich all die Welt? Na, liebe Kinder, wer weiß es denn? Welches Wörtchen mag‘s wohl sein?
Richtig: Es ist das Wörtchen „verlustreich“.
Ansonsten hätt‘ sich auch wohl kaum ein Schwein aus dem Verein zu Wort gemeldet.
„Erstmals muss sich ein Kardinal vor Gericht im Vatikan wegen eines verlustreichen Immobiliendeals verantworten: der Geistliche Angelo Becciu. Mit Becciu sitzen ab diesem Dienstag mehrere Männer und eine Frau auf der Anklagebank.
Die Justiz des Vatikans will ermitteln, welche Rolle die Beschuldigten bei dem Finanzskandal um eine Luxusimmobilie in London gespielt hatten. Mehrere Hundert Millionen Euro sollen damals für die Anschaffung, Provisionen und Deals geflossen sein. Den Personen aus Kirchen- und Laienämtern sowie der Finanzwelt werden unter anderem Amtsmissbrauch, Geldwäsche, Betrug, Unterschlagung und Korruption zur Last gelegt.“
Egal, was dabei rum-, raus- oder reinkommt, die Gretchenfrage lautet auch bei diesem Text: Welches Wort setzt hier die Maßstäbe? Welches spielt hier überhaupt eine Rolle? Um welches dreht sich all die Welt? Na, liebe Kinder, wer weiß es denn? Welches Wörtchen mag‘s wohl sein?
Richtig: Es ist das Wörtchen „verlustreich“.
Ansonsten hätt‘ sich auch wohl kaum ein Schwein aus dem Verein zu Wort gemeldet.