Gestern kam zu dieser Pest noch die obligatorische Cholera dazu:
„Ein Bestatter, der sich von der Politik im Stich gelassen fühlt. Ein LKW-Fahrer, der unterwegs nicht mehr duschen und auf ein normales WC gehen kann. Ein elfjähriger Junge, der sich um die lungenkranke Mutter kümmert. Eine Frau mit Waschzwang, die die verstärkten Hygienemaßnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus entspannen.“
uswuswuswusw.
Mit andern Worten: Domian ist wieder da! WDR-Horror at its best! Wenn wir schon keine kranke "Lindenstraße" mehr versenden, werden sich die weisen Irren von der TV-Anstalt wohl gedacht haben, dann können wir doch tüdelüdelüdelüdelüdelü ersatzweise diesen Domian wieder ausbuddeln. Mit der Methode sind zumindest ne halbe Million potentielle Amokläufer von der Straße weg. Is ja auch nicht schlecht, oder?
Das Tagebuch
3.4.20
Nun zu einem ganz anderen Thema
Was macht eigentlich … der März?
Der wer? Der … äh, ach, der März! Nun ja, der März is äh … vorbei. Nix mehr von gehört, in der letzten Zeit.
Der wer? Der … äh, ach, der März! Nun ja, der März is äh … vorbei. Nix mehr von gehört, in der letzten Zeit.
2.4.20
Allmählich wird‘s aber lustig
Nachdem uns unsre feine Regierung dazu verdonnert hat, bis nach der Auferstehung des Schöpfers prinzipiell zuhause rumzuhocken, wird jetzt auch noch für jeden unumgänglichen Kurzausflug an die „frische“ Luft eine Mundschutz-Pflicht ins Auge gefasst (wobei dabei der Nasenschutz selbstverständlich inkludiert zu sein hat – siehe Laschet).
Na, von mir aus. Nu also obendrein noch der Mundschutz. Nur wenn Mundschutz, dann bittschön aber ‘n Mundschutz nicht nur mit integriertem Nasenschutz, sondern auch 'em integrierten Laberschutz. Wenn schon, denn schon.
Und falls ein Laberschutz zur Zeit aus technischen oder finanziellen oder auch aus religiösen Gründen noch nicht realisierbar erscheint, dann eben wenigstens ein Mundschutz mit rigorosem Hörschutz. Ich bin da ganz offen. Man sollte dem Fortschritt grade in diesen Zeiten ja nicht überall im Weg rumstehen.
P.s.:
Und wenn das Teil sich dann auch noch gut anfühlen und lecker nach Haribo oderso schmecken würde, hätten wa ja alle 6 Sinne wieder beisammen.
Na, von mir aus. Nu also obendrein noch der Mundschutz. Nur wenn Mundschutz, dann bittschön aber ‘n Mundschutz nicht nur mit integriertem Nasenschutz, sondern auch 'em integrierten Laberschutz. Wenn schon, denn schon.
Und falls ein Laberschutz zur Zeit aus technischen oder finanziellen oder auch aus religiösen Gründen noch nicht realisierbar erscheint, dann eben wenigstens ein Mundschutz mit rigorosem Hörschutz. Ich bin da ganz offen. Man sollte dem Fortschritt grade in diesen Zeiten ja nicht überall im Weg rumstehen.
P.s.:
Und wenn das Teil sich dann auch noch gut anfühlen und lecker nach Haribo oderso schmecken würde, hätten wa ja alle 6 Sinne wieder beisammen.
1.4.20
Heute bleibt der Eintrag zuhause
Nee, nee, nee! Heute kann ich nach Durchsicht aller aktuellen Meldungen beim bestem Willen nicht erkennen, was Scherz, Fake oder Wirklichkeit ist. Oder gar alles Dreie zusammen.
30.3.20
Armin Laschet, Zwerg Nase der ZukunftAuch bekannt als Armin, der Nasenbär
Armin Laschet, witzloser Landespapi von NRW und ziemlich bescheidener Möchtegernkanzler, wollte sich bei einem Besuch der Uniklinik Aachen selbst ein Bild machen von der Lage vor Ort. Gemeinsam mit anderen beobachtete er, wie uns ‚FOCUS online‘ liebenswerterweise mitteilt, „über einen Bildschirm eine Behandlung in einem der Uniklinik angeschlossenen Krankenhaus. Hierfür trug er wie alle Anwesenden aus Sicherheitsgründen einen Mundschutz – diesen allerdings falsch.“ Nämlich „nur übern Mund, nicht aber auch über der Nase.“
Was sagt uns das? Nun, das sagt uns erstens – und da gibt es überhaupt kein Zweifel: „Merkel wär‘ das nicht passiert!“ Und zweitens: „Armin Laschet, lass et!“
Was sagt uns das? Nun, das sagt uns erstens – und da gibt es überhaupt kein Zweifel: „Merkel wär‘ das nicht passiert!“ Und zweitens: „Armin Laschet, lass et!“
29.3.20
Was ist bloß los mit der guten, alten „Strafe Gottes“?
Man kann sich heutzutage aber auch auf nichts mehr verlassen. Früher, als sich die Flüsse noch bei Bedarf blutrot verfärbten, es massenhaft Frösche regnete, Stechmücken, Heuschrecken und Hundsfliegen über die Menschen herfielen, um mit unschöner Regelmässigkeit Pest, Pocken, Blattern und Milzbrand zu verbreiten, und schlussendlich fußballfeldgroße Hagelkörner der Krone der Schöpfung drei Tage lang den Himmel verfinsterten, da war alles klar, da wusste man noch, wo's lang ging. Okay, zwischenzeitlich hatten sich seit dem urchristlichen Apokalypse-Hannes die Plagen auf 7 reduziert, und dennoch, jahrhundertelang stand die Weisheit wie in Fels gemeißelt: die Strafe Gottes ist die Strafe Gottes ist die Strafe Gottes und alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei.
Und heute? Dass sich mit dem Quark kein Pfaffe mehr weiter als nötig aus dem Fenster lehnt, wird ja nicht daran liegen, dass das einfach kein Mensch mehr hören kann - weil se ihre Kapellen ja alle bis auf Weiteres dicht gemacht haben. Und die kranke Hamsterei von den 3 heiligen Nudeln, Mehl und Scheißhauspapier wird ja wohl niemand ernsthaft als Ersatzhandlung verkaufen wollen. Oder? Ich weiß es nicht, ich weiß es nicht.
Die einzige, die sich allerdings noch traut, dieses letzte heiße Eisen anzupacken, scheint mir demnach uns' Margot zu sein, ihres Zeichens die einsamste Ruferin in der Wüste mit dem prophetischen Beinamen Käßmann. Und so fragt sie in ihrem aktuellen „BamS“Lamento:
„Ist Corona eine Strafe Gottes?“
Und so antwortet man, ohne auch nur eine einzige Zeile gelesen haben zu müssen:
„Nein. Aber Frau Käßmann.“
Und heute? Dass sich mit dem Quark kein Pfaffe mehr weiter als nötig aus dem Fenster lehnt, wird ja nicht daran liegen, dass das einfach kein Mensch mehr hören kann - weil se ihre Kapellen ja alle bis auf Weiteres dicht gemacht haben. Und die kranke Hamsterei von den 3 heiligen Nudeln, Mehl und Scheißhauspapier wird ja wohl niemand ernsthaft als Ersatzhandlung verkaufen wollen. Oder? Ich weiß es nicht, ich weiß es nicht.
Die einzige, die sich allerdings noch traut, dieses letzte heiße Eisen anzupacken, scheint mir demnach uns' Margot zu sein, ihres Zeichens die einsamste Ruferin in der Wüste mit dem prophetischen Beinamen Käßmann. Und so fragt sie in ihrem aktuellen „BamS“Lamento:
„Ist Corona eine Strafe Gottes?“
Und so antwortet man, ohne auch nur eine einzige Zeile gelesen haben zu müssen:
„Nein. Aber Frau Käßmann.“
28.3.20
„Tüdelüdelüdelüdelüdelüdelüüü“
(Kurze Vorbemerkung: ‚web.de‘ - ‚web.de‘ muss man nicht kennen, gibt‘s aber trotzdem. ‚web.de‘ ist so was wie ‚BILD‘ in digital, m.a.W. Boulevardscheisse am Stil aus dem All und für ‚google-news‘ die Welt schlechthin, könnte auch heißen „Ohne geht gar nicht“ oder „Das wird man ja wohl noch sagen dürfen“, ex-orbitales Zentralorgan der deutschen Mehrheitsfraktion, Nase-Auge-Ohr&Sprachrohr der größten indigenen Parallelgesellschaft des und im Namen des Volkes.
Egal. ‚web.de‘ schreibt:
„Tüdelüdelüdelüdelüdelüdelüüü
Jetzt ist also wirklich Schluss. Wir können uns das noch gar nicht richtig vorstellen. Nach 34 Jahren "Lindenstraße" kein "Tüdelüdelüdelüdelüdelüdelüüü"-Cliffhanger am Sonntagabend? Unmöglich! Ob wir die Serie seit dem 8. Dezember 1985 verfolgen, oder ob wir sie seit fünf, zehn oder fünfzehn Jahren nicht mehr gesehen haben, spielt keine Rolle. Man wünscht ja auch der betagten Großtante nicht den Tod, nur weil man sie schon lange nicht mehr besucht hat.“ usw.
Nee, das tut man auch nicht. Abgesehen von dem sinnlosen Gequatsche des letzten Satzes (Einer Person „den Tod wünschen, nur weil man sie schon lange nicht mehr besucht hat“.)
Nee, nee, bei mir ist das mit dem „Ende der Lindenstraße“ noch mal ganz anders:
Mir ist es e g a l.
Egal. ‚web.de‘ schreibt:
„Tüdelüdelüdelüdelüdelüdelüüü
Jetzt ist also wirklich Schluss. Wir können uns das noch gar nicht richtig vorstellen. Nach 34 Jahren "Lindenstraße" kein "Tüdelüdelüdelüdelüdelüdelüüü"-Cliffhanger am Sonntagabend? Unmöglich! Ob wir die Serie seit dem 8. Dezember 1985 verfolgen, oder ob wir sie seit fünf, zehn oder fünfzehn Jahren nicht mehr gesehen haben, spielt keine Rolle. Man wünscht ja auch der betagten Großtante nicht den Tod, nur weil man sie schon lange nicht mehr besucht hat.“ usw.
Nee, das tut man auch nicht. Abgesehen von dem sinnlosen Gequatsche des letzten Satzes (Einer Person „den Tod wünschen, nur weil man sie schon lange nicht mehr besucht hat“.)
Nee, nee, bei mir ist das mit dem „Ende der Lindenstraße“ noch mal ganz anders:
Mir ist es e g a l.
26.3.20
Und noch ‘n Tipp
Jeden Morgen bei ‚Netto‘ nebenan dasselbe Schauspiel:
Jeder, aber auch jede hat eine Großpackung Scheißhausrollen im Hamsterkörbchen deponiert. Anfangs sagte ich noch beim Schlendern durch die Gänge etwas scheu und irritiert: „Mein Gott, haben Sie aber ne dolle Verdauung!“ Jetzt lass ich im Vorbeigehen nur noch nebenbei fallen:
„Guten Schiss und servus! Ihr seid doch nich ganz dicht!“
Für nen Buchtipp sind die meisten in so einer Situation dann nicht so sehr empfänglich; deshalb sei er an dieser Stelle nachgereicht:
„Dunkle Materie – Die Geschichte der Scheisse“ von Florian Werner.
Man liest es quasi in einem Rutsch durch. Dauert aber. Kein Fall für die ganz flotte Klolektüre.
Jeder, aber auch jede hat eine Großpackung Scheißhausrollen im Hamsterkörbchen deponiert. Anfangs sagte ich noch beim Schlendern durch die Gänge etwas scheu und irritiert: „Mein Gott, haben Sie aber ne dolle Verdauung!“ Jetzt lass ich im Vorbeigehen nur noch nebenbei fallen:
„Guten Schiss und servus! Ihr seid doch nich ganz dicht!“
Für nen Buchtipp sind die meisten in so einer Situation dann nicht so sehr empfänglich; deshalb sei er an dieser Stelle nachgereicht:
„Dunkle Materie – Die Geschichte der Scheisse“ von Florian Werner.
Man liest es quasi in einem Rutsch durch. Dauert aber. Kein Fall für die ganz flotte Klolektüre.
25.3.20
Vielleicht ist es etwas verfrüht ...
Aber ich verrate ja nichts. Das Ende ist ja bekannt. Und wer es vergessen haben sollte, wer es womöglich sogar vergessen wollte, selbst denen, die es aus welchen Gründen auch immer tatsächlich nicht wussten, mach ich ja nicht die Spannung kaputt:
…
„Während Rieux den Freudenschreien lauschte, die aus der Stadt aufstiegen, erinnerte er sich nämlich daran, dass diese Freude immer bedroht war. Denn er wusste, was dieser Menge im Freudentaumel unbekannt war, und was man in Büchern lesen kann, dass nämlich der Pestbazillus nie stirbt und nie verschwindet, dass er jahrzehntelang in den Möbeln und in der Wäsche schlummern kann, dass er in Zimmern, Kellern, Koffern, Taschentüchern und Papieren geduldig wartet und dass vielleicht der Tag kommen würde, an dem die Pest zum Unglück und zur Belehrung der Menschen ihre Ratten wecken und zum Sterben in eine glückliche Stadt schicken würde.“
So gehen jedenfalls die letzten Sätze aus dem Roman von Albert Camus „Die Pest“.
…
„Während Rieux den Freudenschreien lauschte, die aus der Stadt aufstiegen, erinnerte er sich nämlich daran, dass diese Freude immer bedroht war. Denn er wusste, was dieser Menge im Freudentaumel unbekannt war, und was man in Büchern lesen kann, dass nämlich der Pestbazillus nie stirbt und nie verschwindet, dass er jahrzehntelang in den Möbeln und in der Wäsche schlummern kann, dass er in Zimmern, Kellern, Koffern, Taschentüchern und Papieren geduldig wartet und dass vielleicht der Tag kommen würde, an dem die Pest zum Unglück und zur Belehrung der Menschen ihre Ratten wecken und zum Sterben in eine glückliche Stadt schicken würde.“
So gehen jedenfalls die letzten Sätze aus dem Roman von Albert Camus „Die Pest“.