Das Tagebuch
11.2.26
Munkel munkel um das Staatsoberhaupt
Man munkelt zurzeit in der Hauptstadt, dass Merkel Bundespräsidentin werden will. Oder soll. Aber Merkel hat sofort abgemunkelt. Alles nur das übliche Gemunkel. Müsste man nix drum geben.
Aber wenn doch, jaaah, wenn aber doch ...,
dann wär ich da ja für jemand… also ich wär da ja für diesen … Dobrindt. Der passt gut in die aktuelle Landschaft von so einigen sog. sicheren Drittstaaten. Ausweisen geht ja nicht mit dem Ausweis, aber quer durchs tödliche Mittelmeer jagen, und zwar exakt in die andere Richtung, und dann irgendwo über der Wüste zusammen mit nem Fallschirm abwerfen. Wie du mir, so ich dir. Auge um Auge. Dobrindt um Dobrindt. Um Gerechtigkeit, Dobrindt, komma eben in diesem Leben nich mehr drum rum. Auch wenn's lange dauert.
Aber wenn doch, jaaah, wenn aber doch ...,
dann wär ich da ja für jemand… also ich wär da ja für diesen … Dobrindt. Der passt gut in die aktuelle Landschaft von so einigen sog. sicheren Drittstaaten. Ausweisen geht ja nicht mit dem Ausweis, aber quer durchs tödliche Mittelmeer jagen, und zwar exakt in die andere Richtung, und dann irgendwo über der Wüste zusammen mit nem Fallschirm abwerfen. Wie du mir, so ich dir. Auge um Auge. Dobrindt um Dobrindt. Um Gerechtigkeit, Dobrindt, komma eben in diesem Leben nich mehr drum rum. Auch wenn's lange dauert.
10.2.26
Hauen und Stechen im Reich der Retourkutschen
Der ‚Spiegel‘ waltet seines Amtes und schreibt:
„Merz bleibt auch nichts erspart“ „Überraschung! Nach Jahren der Distanz will Angela Merkel zum CDU-Parteitag kommen. Für Friedrich Merz keine einfache Situation.“
Die Frau wird mir immer sympathischer.
„Merz bleibt auch nichts erspart“ „Überraschung! Nach Jahren der Distanz will Angela Merkel zum CDU-Parteitag kommen. Für Friedrich Merz keine einfache Situation.“
Die Frau wird mir immer sympathischer.
9.2.26
Das geht jetzt alles holterdipolter, und alles hört auf das Komando
Schritt für Schritt
Sachsen-Anhalt hat jetzt auch nen neuen, ganz frischen Ministerpräsidenten. Sven Schulze heißt der gute,legt auch schon sofort los. Der ‚Tagesspiegel‘ fasst den Typen so zusammen:
„Ministerpräsident Sven Schulze will Bürgergeldempfänger Schnee schippen lassen. Schnee schippen und Laub fegen: Aus Sicht von Sachsen-Anhalts Ministerpräsident sollen Bürgergeldempfänger Gegenleistungen erbringen. Verweise auf rechtliche Hürden hält er für unangemessen. Das sei Teil der sozialen Gerechtigkeit.“
Der bitte was?!
P.s.:
„Schnee schippen und Laub fegen“ … Sven Schulze – ein sogar für Ostzonenverhältnisse selten unangenehmer Typ. Selbst in Sachsen-Anhalt kennt den keine Sau. Zumal auch sein Spruch „Schnee schippen und Laub fegen“ etwas geschichtsklitternd daherkommt. Das Original ging nämlich so:
„Lieber Schamlippen küssen als Schlamm schippen müssen“.
Aber damit kommt man in Sachsen-Anhalt wahrscheinlich auch nicht viel weiter.
„Ministerpräsident Sven Schulze will Bürgergeldempfänger Schnee schippen lassen. Schnee schippen und Laub fegen: Aus Sicht von Sachsen-Anhalts Ministerpräsident sollen Bürgergeldempfänger Gegenleistungen erbringen. Verweise auf rechtliche Hürden hält er für unangemessen. Das sei Teil der sozialen Gerechtigkeit.“
Der bitte was?!
P.s.:
„Schnee schippen und Laub fegen“ … Sven Schulze – ein sogar für Ostzonenverhältnisse selten unangenehmer Typ. Selbst in Sachsen-Anhalt kennt den keine Sau. Zumal auch sein Spruch „Schnee schippen und Laub fegen“ etwas geschichtsklitternd daherkommt. Das Original ging nämlich so:
„Lieber Schamlippen küssen als Schlamm schippen müssen“.
Aber damit kommt man in Sachsen-Anhalt wahrscheinlich auch nicht viel weiter.
8.2.26
Es ist doch eh völlig wurschti
Zur Sache:
Der CDU-Ministerpräsident von Thüringen, Mario Voigt, kein Verbrecher, hat bei der Doktorarbeit gemogelt. „Herr Lehrer, Herr Lehrer, ich weiß was! Der Mario hat geschummelt!“
Bis gestern nun war’s nur die handelsübliche jahrelange (seit 2015) öffentliche Rumzankerei um Bedeutungslosigkeiten. Aber jetzt isser raus, der Dreck am Stecken, Mario, und der Doktor is erstma weg...
So weit, so normal. Aber eine Frage bleibt:
Wenn man auf den Schlachtfeldern im deutschen nahen Osten nen Blumenpott gewinnen will, wenn man im parlamentarischen Rennhamsterrad Heiopei Höcke permanent anner Hacke hängen hat, wenn die Hälfte dieses Volkes aus Pack besteht, wenn selbst einige von Marios Stammwählern damit drohen, zu den Arschlöchern überzulaufen, wenn alle andern sich vor Höcke in die Hosen machen und vor allem wenn man weiß, wie knapp die Misstrauensvoterei ausfallen und reichsweit ziemlich üble Auswirkungen zeitigen könnte ...
Wenn man das alles weiss...
wie kann man denn dann so dermaßen dämlich sein, und nicht einmal wenigstens ein Mal in aller ehrlichen Bescheidenheit Pardon zu sagen, wegen weil bei der Doktorarbeit die Anführungszeichen dummerweise vergessen zu haben?
Aber so sind se wohl alle, unsere Thüringer Würstchen, zusammen mit ihrem Ministerpräsidenten Mario Mogli.
Der CDU-Ministerpräsident von Thüringen, Mario Voigt, kein Verbrecher, hat bei der Doktorarbeit gemogelt. „Herr Lehrer, Herr Lehrer, ich weiß was! Der Mario hat geschummelt!“
Bis gestern nun war’s nur die handelsübliche jahrelange (seit 2015) öffentliche Rumzankerei um Bedeutungslosigkeiten. Aber jetzt isser raus, der Dreck am Stecken, Mario, und der Doktor is erstma weg...
So weit, so normal. Aber eine Frage bleibt:
Wenn man auf den Schlachtfeldern im deutschen nahen Osten nen Blumenpott gewinnen will, wenn man im parlamentarischen Rennhamsterrad Heiopei Höcke permanent anner Hacke hängen hat, wenn die Hälfte dieses Volkes aus Pack besteht, wenn selbst einige von Marios Stammwählern damit drohen, zu den Arschlöchern überzulaufen, wenn alle andern sich vor Höcke in die Hosen machen und vor allem wenn man weiß, wie knapp die Misstrauensvoterei ausfallen und reichsweit ziemlich üble Auswirkungen zeitigen könnte ...
Wenn man das alles weiss...
wie kann man denn dann so dermaßen dämlich sein, und nicht einmal wenigstens ein Mal in aller ehrlichen Bescheidenheit Pardon zu sagen, wegen weil bei der Doktorarbeit die Anführungszeichen dummerweise vergessen zu haben?
Aber so sind se wohl alle, unsere Thüringer Würstchen, zusammen mit ihrem Ministerpräsidenten Mario Mogli.
7.2.26
Ach, ja, und dann hat der Merz
dem Prinzen Salman noch...
ähm
gesagt:
„Wir sind nicht unkritisch. Aber wir stellen die Golfstaaten auch nicht unter Generalverdacht.“
Jawoll, Herr Generalfeldmarschall von Sowieso und Webel geb.von und zu Zitzewitz! Wir haben verstanden!
Jawoll, Herr Generalfeldmarschall von Sowieso und Webel geb.von und zu Zitzewitz! Wir haben verstanden!
6.2.26
Aus der Offenbarung des Johannes
Der weitere Lauf der Dinge - und so läuft er weiter:
Johannes Winkel, Chef der Jungen Union und Rentenrebell, Anwalt für die junge Generation und den Schlanken Staat, weltberühmter Rechenkünstler, führender Zahlenzauberer und gläubiger Christ (Meine Fresse, was der schon alles ist!“) und Liebling der herrschenden Klassen - ja, nee, is klar - hat für die Zukunft noch paar so interessante Sachen auf Lager:
„Ich sehe deutliches Einsparpotenzial im Sozialetat...."(Kann das sein, dass ich das schon mal gehört habe, du Endlosschleifer, du) "... dort lassen sich bei den Sozialleistungen Dutzende Milliarden im Jahr einsparen.“
Hm, mag ja sein, einsparen kann man alles und jeden und überall, aber wie kommt der Mann ausgerechnet auf ‚Dutzende‘ Milliarden? Dutzende ...
Wahrscheinlich ... ja, wahrscheinlich ... hat der die aus dem Film „Das dreckige Dutzend“. Oder direkt von Donald Trump. Oder dem Dobrindt.
Johannes Winkel, Chef der Jungen Union und Rentenrebell, Anwalt für die junge Generation und den Schlanken Staat, weltberühmter Rechenkünstler, führender Zahlenzauberer und gläubiger Christ (Meine Fresse, was der schon alles ist!“) und Liebling der herrschenden Klassen - ja, nee, is klar - hat für die Zukunft noch paar so interessante Sachen auf Lager:
„Ich sehe deutliches Einsparpotenzial im Sozialetat...."(Kann das sein, dass ich das schon mal gehört habe, du Endlosschleifer, du) "... dort lassen sich bei den Sozialleistungen Dutzende Milliarden im Jahr einsparen.“
Hm, mag ja sein, einsparen kann man alles und jeden und überall, aber wie kommt der Mann ausgerechnet auf ‚Dutzende‘ Milliarden? Dutzende ...
Wahrscheinlich ... ja, wahrscheinlich ... hat der die aus dem Film „Das dreckige Dutzend“. Oder direkt von Donald Trump. Oder dem Dobrindt.
5.2.26
Man kommt aus dem Staunen nicht mehr raus!
Die globale inhumane und naturfeindliche Weltwirtschaftsordnung war vor Trump schon jahrhundertelang inhuman und naturfeindlich. Jetzt ist se halt ganz im Arsch.
Doch die neue ist bereits im Werden. Es brodelt überall im Untergrund, allerdings ohne jegliche Perspektive. Nur Deutschland will wie immer bisschen helfen in Richtung „Umsturz aller Lebensverhältnisse, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist.“ *)
Aktuell geben sich so der deutsche Kanzler und diverse Bundesminister zum Beispiel in Riad/Saudi-Arabien die Klinke in die Hand, und rennen dem Prinzen Mohammed bin Salman bin Abdulaziz Al Saud der Dritte, Vierte oder Fünfte, wie ‚ntv‘ und alle andern stolz berüchtigen, die Bude ein. Aber auch im Innern Saudi-Arabiens hat sich schon so Einiges getan:
ACHTUNG, FERTIG, LOS!
Die Regierung hat die Todesstrafe abgeschafft.
Frauen und Männer sind gleichberechtigt,
nichts wird weggeworfen, alles wird recycelt.
Die Frauen können ab sofort rumlaufen, wie se wollen
und in den meisten Betrieben gibt’s scharfe Frauenquoten.
Männer können straflos mit andern Männern tun und lassen,
wie und was ihnen beliebt.
Keiner hängt mehr am nächsten Morgen
im Namen des Volkes an einem Baukran,
Rassismus ist strafbar. So wie Sexismus.
Und Glauben Privatsache.
Alle esoterischen Nebenausprägungen,
so es sie noch gibt, spielen keine Rolle mehr.
Die Gefängnisse sind leer,
es gibt keine Waffen und keine Kriege mehr.
Gebetet wird zu Allah, und das Grundgesetz besteht
– man glaubt es kaum - im Wesentlichen aus den
10 unbekannten christlichen Geboten,
die Gewaltenteilung funktioniert halbwegs,
Korruption und Vetternwirtschaft sind abgeschafft,
(Ich bin gleich fertig) den Ausländern geht’s gut
und in etwaigen Konfliktfällen, in simplen wie in komplexen, sollten sie doch mal auftreten, wird als Problemlöser Nummer Eins gerne Sex genommen, ja, ohoh,
wie bei Familie Bonobo.
So ungefähr
(mit Ausnahme der Sexgeschichte) hab ich mir früher das Paradies vorgestellt. Aber das ist zumindest schon mal ein Anfang.
****
Die ultrabrutale Niederschlagung des letzten Aufstands im Iran, Herrschaften,
an dem Hunderttausende teilgenommen hatten und der am Ende mit 6 bis 30000 erschossenen Demonstranten bezahlt werden mußte, ist schon wieder fast vergessen. Weil man sich auf Trump nicht mehr verlassen könnte, (und der Massenmord an den iranischen Demonstranten ist noch keinen halben Monat her) da stürmen christliche deutsche Politiker (allen voran die christlich-sozialen) die Büros der saudi-arabischen Weltwirtschaftweisen und deren religiöse Oberlakaien, vergessen aber auch nicht ihre Freude darüber zum Ausdruck zu bringen, wie toll und beispielhaft sie die aktuelle Entwicklung auf der arabischen Halbinsel sehen, von der sie am Rande ihrer Wirtschaftsberatungen gehört hatten.
****
Liebe Leser,
wenn wir spaßeshalber diesen Text mal durch sämtliche künstlichen und hochintelligenten Faktenchecker des immer-kritischen Westdeutschen Rundfunks brettern lassen würden, was meinen Sie, welcher Satz am Ende noch irgendwie Bestand hat, wenn alle offensichtlichen Fakes aus dem Artikel weggesäubert sind, bitte sehr:
„Es besteht kein politisches Interesse mehr, gefährdeten Saudi-Arabern Schutz zu gewähren.“
Und wer hat ihn von sich gegeben?
(Kleiner Tipp von mir: Fängt mit Do an.
Do Re Mi Fa So La Ti Do.)
Und so geht’s der Zukunft entgegen.
Gute Nacht, Europa.
-------
*)
Karl May oder Karl Marx, je nach dem, wie se so drauf sind.
Doch die neue ist bereits im Werden. Es brodelt überall im Untergrund, allerdings ohne jegliche Perspektive. Nur Deutschland will wie immer bisschen helfen in Richtung „Umsturz aller Lebensverhältnisse, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist.“ *)
Aktuell geben sich so der deutsche Kanzler und diverse Bundesminister zum Beispiel in Riad/Saudi-Arabien die Klinke in die Hand, und rennen dem Prinzen Mohammed bin Salman bin Abdulaziz Al Saud der Dritte, Vierte oder Fünfte, wie ‚ntv‘ und alle andern stolz berüchtigen, die Bude ein. Aber auch im Innern Saudi-Arabiens hat sich schon so Einiges getan:
ACHTUNG, FERTIG, LOS!
Die Regierung hat die Todesstrafe abgeschafft.
Frauen und Männer sind gleichberechtigt,
nichts wird weggeworfen, alles wird recycelt.
Die Frauen können ab sofort rumlaufen, wie se wollen
und in den meisten Betrieben gibt’s scharfe Frauenquoten.
Männer können straflos mit andern Männern tun und lassen,
wie und was ihnen beliebt.
Keiner hängt mehr am nächsten Morgen
im Namen des Volkes an einem Baukran,
Rassismus ist strafbar. So wie Sexismus.
Und Glauben Privatsache.
Alle esoterischen Nebenausprägungen,
so es sie noch gibt, spielen keine Rolle mehr.
Die Gefängnisse sind leer,
es gibt keine Waffen und keine Kriege mehr.
Gebetet wird zu Allah, und das Grundgesetz besteht
– man glaubt es kaum - im Wesentlichen aus den
10 unbekannten christlichen Geboten,
die Gewaltenteilung funktioniert halbwegs,
Korruption und Vetternwirtschaft sind abgeschafft,
(Ich bin gleich fertig) den Ausländern geht’s gut
und in etwaigen Konfliktfällen, in simplen wie in komplexen, sollten sie doch mal auftreten, wird als Problemlöser Nummer Eins gerne Sex genommen, ja, ohoh,
wie bei Familie Bonobo.
So ungefähr
(mit Ausnahme der Sexgeschichte) hab ich mir früher das Paradies vorgestellt. Aber das ist zumindest schon mal ein Anfang.
****
Die ultrabrutale Niederschlagung des letzten Aufstands im Iran, Herrschaften,
an dem Hunderttausende teilgenommen hatten und der am Ende mit 6 bis 30000 erschossenen Demonstranten bezahlt werden mußte, ist schon wieder fast vergessen. Weil man sich auf Trump nicht mehr verlassen könnte, (und der Massenmord an den iranischen Demonstranten ist noch keinen halben Monat her) da stürmen christliche deutsche Politiker (allen voran die christlich-sozialen) die Büros der saudi-arabischen Weltwirtschaftweisen und deren religiöse Oberlakaien, vergessen aber auch nicht ihre Freude darüber zum Ausdruck zu bringen, wie toll und beispielhaft sie die aktuelle Entwicklung auf der arabischen Halbinsel sehen, von der sie am Rande ihrer Wirtschaftsberatungen gehört hatten.
****
Liebe Leser,
wenn wir spaßeshalber diesen Text mal durch sämtliche künstlichen und hochintelligenten Faktenchecker des immer-kritischen Westdeutschen Rundfunks brettern lassen würden, was meinen Sie, welcher Satz am Ende noch irgendwie Bestand hat, wenn alle offensichtlichen Fakes aus dem Artikel weggesäubert sind, bitte sehr:
„Es besteht kein politisches Interesse mehr, gefährdeten Saudi-Arabern Schutz zu gewähren.“
Und wer hat ihn von sich gegeben?
(Kleiner Tipp von mir: Fängt mit Do an.
Do Re Mi Fa So La Ti Do.)
Und so geht’s der Zukunft entgegen.
Gute Nacht, Europa.
-------
*)
Karl May oder Karl Marx, je nach dem, wie se so drauf sind.