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1.5.19
„Heraus zum 1. Mai!“
Wie sagte noch in jener Zeit der hellsichtige Fritz Teufel aus gegebenem Anlass:
„Mir is auch jedes andere Datum Recht.“
Bin wieder bis zum 5. 5. ausser Landes. Tschöh.

Nee, halt , stop!
Die folgende dringliche Kurzmitteiling des 'stern' war mir denn doch noch äußerst mitteilungswert:
+++ „Papst ermahnt Friseure zu weniger Klatsch und Tratsch +++
Der Papst hat ungewöhnlichen Besuch im Vatikan empfangen: Er hieß Friseure, Haarstylisten und Kosmetikerinnen im Vatikan will
kommen und ermahnte sie, sich nicht dem Klatsch und Tratsch bei der Arbeit hinzugeben. "Üben Sie Ihren Beruf in christlicher Manier aus", forderte er von seinen Gästen aus der Schönheitsbranche.  Der Pontifex erinnerte bei der Audienz daran, Kunden immer freundlich und höflich zu behandeln und nicht geschwätzig zu sein. Seine Gäste sollten sich leiten lassen von ihrem Heiligen, dem Peruaner Martin von Porres. Der Babier erregte im 16. Jahrhundert als Friseur und Chirurg Aufsehen, weil er sich sich sowohl um Haarschnitte als auch um Amputationen und Aderlässe kümmerte.“
5.5.19
Europa? Ja klar! Aba imma!
Teil I
Alle, die nicht bis 2 zu zählen gelernt haben und in deren leerem Ballon zur Zeit grundgesetzlich nichts zu finden ist als der Top-Satz „Das wird man hier ja wohl noch sagen dürfen!“; alle, die ihr Heil in der feinen Idee suchen, aus dem Veedel (resp. Kiez, Knast u. Kuh­kaff), in dem sie seit Jahren ihr gesamtes Leben verveedeln, einen eigenen Staat zu basteln; alle, für die die Zuschrei­bung „Homo sa­piens“, vorsichtig ausgedrückt, irgendwie eher unpassend erscheint; alle, die man in früheren, erträg­licheren Zeiten noch als „typische Deutsche“ lieber links liegen gelassen hat, als „die Menschen, die keine Lüge aussprechen können, ohne sie selbst noch zu glauben“; all diese Krauts, gegen die kein Kraut gewachsen ist, können und sollten wegen mir am 26. Mai ruhig ihr braunes Pack wählen, mit dem sie sich zu Recht identisch fühlen. Da weiß man dann wenig­stens, wie viel das sind. Mehr kann man eh nicht machen.
So, jetzt aber zu den anderen? Wie sieht's denn bei denen aus? Wofür sind die denn ... äh, gut?
(Fortsetzung morgen)
6.5.19
Europa? Ja klar! Aba imma!
Teil II
Die anderen!
Wer sind die und was wollen die?
Nun, so unterschiedlich sie auch sind oder sich verkaufen – die einen trinken lieber Bier, die andern lieber Wein. Oder Wasser oder Säfte oder Whiskey oder Milch, Rum Sekt oder Selters oder auch mal gar nix - so einig sind sie sich in Sachen Europa. Und bevor Sie jetzt, meine sehr verehrten unbekannten Damen und Herren Leser und Leserinnen, rum­ramentern „Mein lieber Mann! Nu' scheren Sie ja mal wieder alle schön über einen Kamm!“, da muss ich sagen: „Nee, nee! Das is nich' von mir! Das fordern die ja alle selber! Von sich und allen andern!“
Nun, wie bei jeder andern Vereinsgründung oder kriminogenen Hin­terzimmersitzung steht auch im Falle Europas automatisch die eine, oberste heilige Forderung im Raume, quasi par ordre du Mufti:
Alle sollen sich – und da sind sich auch alle einig, da muss man keinen zwingen, "doh simmer dobei" - in einem Punkte wenigstens einig sein: in dem gemeinsamen Ziel nach ewiger Vereinigung und Einigkeit in Permanenz. Viel mehr braucht ein Verein auch nicht, um über die Runden zu kommen und dabei mit sich identisch zu sein. Sondern nur noch dieses Eine: Weil jeder Verein wie jede Medaille eo ipso zwei Seiten hat, das Drinnen und das Draußen, lauten dann auch die beiden ersten Fragen immer: Wer darf mitmachen und wen schmeißen wir als ersten raus?
Aber wo is sich jetzt große Sinn in Europa-Schwank?
Nun, bei „Europa“ - so sieht es nicht nur aus, so ist es auch und auch gedacht - geht es gar nicht um Europa, sondern gegen alles, was nicht im Sinne Europas Europa ist, was nicht nach der mittel-euro­päischen Baller­mann-Leitkultur-Pfeife tanzt, schmeckt, riecht, sich anhört oder aussieht, also gegen alles, was einem Mitte-Euro­päer völlig fremd ist: fremde Nasen, fremde Gerüche und fremde Gebräuche, fremde Töne, fremde Far­ben, fremde Sitten, fremde Sprachen (siehe auch Fremdsprachen), fremde Frisuren, fremde Figuren, fremde ohgott­ohgott "Kulturen", fremde Götter & Gesetze, fremde Marotten, fremde Aberglauben und … wat hammer sonst noch im Ange­bot?
Ach ja, vor allem die Überträger alles Fremden, die Fremden selber.
Und da haben Sie ja jetzt die Wahl:
(Fortsetzung morgen)
7.5.19
Europa? Ja klar! Aba imma!
Teil III
Das Aufgebot des vereinten europäischen Humanismus für's letzte Gefecht:
Die Hauptfrage lautet also: Wie halten wir uns den "erbarmungs­würdigen" Rest der Welt hier vom Hals? Nun:
- Die CSU mag per se keine Fremden und will dafür ne christliche Obergrenze.
- Die CDU mag auch per se keine Fremden und würde zur Not auch die realen ehemaligen Grenzen wieder dicht machen.
- Die AfD mag per se keine Fremden und will zur Not auch an den alten Grenzen wieder schießen lassen.
- Die EffffeDededepee mag per se die Fremden nur in homöopathi­schen Dosen und dann auch nur als schon ausgebildete Experten und Fach­arbeiter, die nebenbei auch obendrein bewiesen haben, dass sie gut schwimmen können.
- Die Grünen mögen per se die Fremden auch … kritisch sehen, möchten sie gleichwohl nur in einer gewissen Stückzahl, bei einer flexibel praktizierten Obergrenze, in ihrer Heimat haben, ansonsten mögen sie eher alles andere, was kreucht & fleucht, und im Ernst­fall bei Bedarf lieber Kröten schlucken.
- Und die Linken, tja, die sind sich da noch nicht so richtig einig, wo der Zug abgefahren ist.
So, that's it!
Lange Rede - und zugegebenermaßen - kurzer Sinn:
Wenn Sie also dem Rest der Welt – dem Neger, dem Bimbo und dem Schlitzauge, dem Kameltreiber, dem Ziegenficker und all seinen Familienangehörigen demokratisch, definitiv und nachhaltig in die Eier treten wollen, dann gehen Sie am 26. Mai zur Europawahl.
Da haben Sie ja die Wahl. Und noch 'n kleiner Beruhigungstipp:
In diesem System kann man sich gar nicht verwählen.
8.5.19
8. Mai 8. Mai 8. Mai 8. Mai 8. Mai 8. Mai ...
8. Mai, was war denn da noch mal?
Moment, Moment, ich hab's gleich … Ah ja. Jetzt hab ich's wieder. Da hatte dieser eine komische Typ da aus Österreich oder wo seinen germanischen Vogelschiss mit 55 Millionen im Feld Gefallenen erfolgreich für beendet erklärt. Oder so .Oder so ähnlich.
Und wann war das?
Och, das is noch gar nich so lange her . Warte mal … warte mal.
9.5.19
+ Ulrike Marie Meinhof +
Gestorben 1976 in einer Zelle in Stuttgart-Stammheim.
10.5.19
Jetzt geht das schon wieder los!
Der für aber auch alles, selbst für das an den eigenen nassen Schamhaaren Herbeigezogene allzeit offene NDR.de schreibt:
„Mysteriöse Klumpen stranden auch auf Baltrum“
Weiter heißt es beim NDR.de:
„Schwarz-braune Klumpen sind in Norderney angespült worden. Sie sind schwarz-braun, hart und sollen streng riechen: Die Klumpen, die seit Sonntag auf der Nordseeinsel Norderney angeschwemmt wurden, haben nun auch die Nachbarinsel Baltrum erreicht.“
Usw.
Wir hatten noch nicht mal den meteorologischen Anfang des Sommers, und schon tut sich ein Loch auf, Kinners …
11.5.19
Uuuuund ….: Äkkschen!
Die 'FAZ', die 'Frankfurter Allgemeine Zeitung' ist nicht unbedingt be­kannt für Witze, Scherze, Heiterkeit, und um Spurenelemente von Ironie-Molekülen zu finden, muss man bei denen schon mal in den Keller. Und so lesen wir auch heute in diesem Blatt - ohne einen winzigen Wink oder Hauch von Ironie:
„27 Tage lang : Teenager aus Dänemark tritt fürs Klima in den Hungerstreik“
Und weiter ohne jede Ironie:
„Im Kampf für eine entschlossenere Klimapolitik seines Landes ist ein 19 Jahre alter Däne in den Hungerstreik getreten. Bis zur däni­schen Parlamentswahl am 5. Juni wolle er keine feste Nahrung zu sich nehmen, sagte Mikkel Brix der Deutschen Presse-Agentur. Seine letzte warme Mahlzeit hat Brix vergangenen Montagabend zu sich genommen.
'Ich will, dass die Politiker in Dänemark aufwachen und endlich etwas für das Klima tun', sagt der junge Mann aus Frederikshavn im hohen Norden Dänemarks. Viel zu lange sei die Klimakrise politisch igno­riert worden, nun werde zumindest darüber geredet. 'Was wir aber brauchen, ist ein wirkliches Handeln.'“
Wirkliches Handeln! Zum Beispiel Hungerstreik. Ja, is klar.
Auf dem Foto sieht man zwar nur Mikkel Brix seine leicht angedickte Bumsbirne, aber man braucht nicht viel Phantasie, um sich auszu­malen, wie der adipöse Rest … und dass der ganz gut ein paar Fastentage vertragen könnte. Nein, mein lieber Umwelt- und Polit-Mikkel, ich wollte nur mal leise anfragen: Wen willst du denn mit dem Hungern unter Druck setzen? Ich mein', ich kenn das Problem. Ich hab auch 'n paar Pfunde zu viel. Aber postpubertärer Babyspeck kann doch nun wirklich nix für die Fehler der „Politiker“!
Nichtsdestotrotz werde auch ich in deinem Sinne wohl oder übel zur Tat schreiten: Und zwar werde ich irgendwann aus Protest und für eine bessere Welt usw. irgendeine Stelle in der BRD mit Gummi­bärchen bewerfen! Willste mitmachen? Wir könnten dann auch vorher noch die FAZ anrufen … usw. usf.
12.5.19
Andererseits …
Andererseits gilt auch immer noch der Satz von Ernst Bloch (Soll er jedenfalls mal gesagt haben):
„Wer sich keine unnützen Gedanken macht, wirft auch kein Sand ins Getriebe.“
Nur ... es muss ja nun nicht unbedingt 1A-Sand vom Sandmännchen sein.
13.5.19
… und die Pforten der Hölle werden sie nicht …
Kap. ~
Da haben die von den herrschenden Kalkeimern der katholischen Aberglaubensgemeinde durch die Jahrhunderte kleingedengelten, nun absolut ab­gefuckten, völlig fertigen und dennoch engagierten Frauenzimmer diese Woche mit ihrem „Kirchenstreik“ ein winziges Bonsaibäumchen, ein zartes Pflänzchen der Hoffnung zu pflanzen vermocht, da eiert auch schon der nächste Hammer umme Ecke in Gestalt des Augsburger Altbischof und Kleine-Kinder-Vermöbler Walter Mixa. (Ich wusste gar nicht, dass der überhaupt noch unter uns weilt. Ich dachte, der wär schon längst zum T . ... Him­mel ge­fahren ...).
Oh, nein, denn siehe da, der alte Walter Wixa (Sorry, aber diesen abge­lutschten Kalauer konnt & wollt ich mir einfach nicht verkneifen) wollte doch tatsächlich, wie dpa meldet, auf einer Wahlveranstaltung der Arschlöcher für Deutschland einen Anti-Islam-Vortrag halten und ist nun von seinem Bischöflichen Nachfolger ordentlich zurück ge­pfiffen worden. Als Entschuldigung gab er an, „es sei ihm nicht klar gewesen, dass es sich um eine AfD-Veranstaltung gehandelt hätte. 'Ich dachte, es sei eine CSU-Tagung!'“
So sprach der alte Mixa.
Tja, CSU und Arschlöcher für Deutschland - da kann man sich aber auch schon mal vertun.