Danach muss man immer erst die Scherben zusammen kärchern.
‚Die Zeit‘, auch in erster Linie immer besorgt, dass zu hause alles schön, gemütlich und in Ordnung ist und ihr geliebter Staat wegen der nicht enden wollenden Entgleisungen seiner höchsten Vertreter am Ende nich doch noch implodiert oder explodiert, schreibt schon mal muttimäßig vor- und nachsichtshalber:
„Dem Kanzler ist wieder was rausgerutscht. Je öfter das passiert, desto größer das Dilemma: Kritik an ihm ist wichtig! Notwendig ist aber, dass das Land nicht kollabiert.“
(Und ein paar Nachhilfestunden in Deutsch - für beide - wären da vielleicht auch ganz dienlich.)
Tja, so sieht’s aus. Dem Kanzler ist wieder was rausgerutscht! Na so was aber auch!
Aber auch das ist falsch. Rassismus kann nur einem ‚rausrutschen’, der weiß, was Rassismus ist. Und zu hoffen, dass Merz es eines Tages mal kapiert, ist vergeblich Liebesmüh. Denn in den Startlöchern Richtung Zukunft stehen bereits die nächsten Rassekundler parat und scharren mit ihren Klumpfüßen: Dobrindt, Söder, Spahn und das Junge Gemüse ihrer Gemeinde.
Is mir schlecht ...
(Die Pointe wird auf Wunsch gern nachgereicht.)
Alle Tagebucheinträge im Archiv
21.11.25
Merz-Nachlese (quasi 3. Teil)
22.11.25
Merz-Spätlese (quasi 4. und voraussichtlich letzter Teil)
Heute wird gefeiert und zwar auf Teufel-komm-heraus,
im Kreise der Familie, ansonsten auch allein zu Haus,
denn heute ist der internationale "Tag der Hausmusik“,
Hausmusik, nich Housemusik. Hausmusik!
In Deutschland fällt dieser Fest- und Feiertag somit auf den sog. „Cäcilientag, benannt nach der hl. Cäcilia, der Schutzpatrone der“, na? Genau, der „Kirchenmusik“. Aha. Also alles in allem Grund genug, sich für einen Tag hier mal vom Acker zu machen.
Heilige Cäcilia, Kranken-, Haus- und Kapellenmusik mit Flöten, Tröten, Dudelsäcken; Geigen, Bratschen, Klingelglöckchen;, Zimbeln, Orgeln und Trompeten; Tingel-Tangel-Blasgeräten; Back- und Nasenpfeifen aller Art und süßen Melodeien wie „Niemals geht man so ganz“ oder „Im Märzen der Bauer“ usw. und natürlich nachhalltig, nachhalltig mit 2 ll auf jeden Fall.
Die Schnellmerker, Großassoziierer und KI-Veteranen unter Ihnen, meine Damen und Herren, werden es gleich geschnallt haben: März! Im Märzen der Bauer ... Das war der springende casus knacktus! Oder Merz. Merz mit e. Merzmerzmerz! Man wird in diesen rasenden Merz-Zeiten den Merz einfach nicht mehr los. Aber wegen dem den lieben langen Tag in den vergessenen Schädelstätten der Vergangenheit herum wühlen?
Ach, es ist eigentlich ganz simpel. Das erste Foto mit Merz drauf, an das ich mich erinnere bzw. das sich bei mir sofort als Kollateralschaden ins Resthirn fräßte, gab mir eine sachte Vorstellung vom menschengemachten globalen Elend, das durch einen Kanzler Merz auf den letzten Metern noch mal ordentlich zulegen würde.
Auf dem Foto, das in weihnachtlicher Hochstimmung im Wohnzimmer wohl entstand, stehen im andächtigen Halbkreise Vater Merz, Mutter Merz und die 3 Merz-Kinder wie die wehrlosen Orgelpfeifen vor dem mit schwerem Weihnachtskitsch und -tand beladenen Tannenbaum und blasen bei Gottzumgruß und vom Geist, der wohl durchs Zimmer schwobte, erleuchtet in ihre unbarmherzigen Blasinstrumente.
Leitkultur à la Merz: Wir warten aufs Christkind. Wollen wir so leben?
(Is jetzt nich der absolute Adventsknaller, und vielleicht auch bisschen weit hergeholt. Aber was soll’s?!)
im Kreise der Familie, ansonsten auch allein zu Haus,
denn heute ist der internationale "Tag der Hausmusik“,
Hausmusik, nich Housemusik. Hausmusik!
In Deutschland fällt dieser Fest- und Feiertag somit auf den sog. „Cäcilientag, benannt nach der hl. Cäcilia, der Schutzpatrone der“, na? Genau, der „Kirchenmusik“. Aha. Also alles in allem Grund genug, sich für einen Tag hier mal vom Acker zu machen.
Heilige Cäcilia, Kranken-, Haus- und Kapellenmusik mit Flöten, Tröten, Dudelsäcken; Geigen, Bratschen, Klingelglöckchen;, Zimbeln, Orgeln und Trompeten; Tingel-Tangel-Blasgeräten; Back- und Nasenpfeifen aller Art und süßen Melodeien wie „Niemals geht man so ganz“ oder „Im Märzen der Bauer“ usw. und natürlich nachhalltig, nachhalltig mit 2 ll auf jeden Fall.
Die Schnellmerker, Großassoziierer und KI-Veteranen unter Ihnen, meine Damen und Herren, werden es gleich geschnallt haben: März! Im Märzen der Bauer ... Das war der springende casus knacktus! Oder Merz. Merz mit e. Merzmerzmerz! Man wird in diesen rasenden Merz-Zeiten den Merz einfach nicht mehr los. Aber wegen dem den lieben langen Tag in den vergessenen Schädelstätten der Vergangenheit herum wühlen?
Ach, es ist eigentlich ganz simpel. Das erste Foto mit Merz drauf, an das ich mich erinnere bzw. das sich bei mir sofort als Kollateralschaden ins Resthirn fräßte, gab mir eine sachte Vorstellung vom menschengemachten globalen Elend, das durch einen Kanzler Merz auf den letzten Metern noch mal ordentlich zulegen würde.
Auf dem Foto, das in weihnachtlicher Hochstimmung im Wohnzimmer wohl entstand, stehen im andächtigen Halbkreise Vater Merz, Mutter Merz und die 3 Merz-Kinder wie die wehrlosen Orgelpfeifen vor dem mit schwerem Weihnachtskitsch und -tand beladenen Tannenbaum und blasen bei Gottzumgruß und vom Geist, der wohl durchs Zimmer schwobte, erleuchtet in ihre unbarmherzigen Blasinstrumente.
Leitkultur à la Merz: Wir warten aufs Christkind. Wollen wir so leben?
(Is jetzt nich der absolute Adventsknaller, und vielleicht auch bisschen weit hergeholt. Aber was soll’s?!)
23.11.25
Das Monster in der Mitte
Das ‚Handelsblatt‘ meldet:
„Wirtschaftsverbände in Deutschland überdenken teilweise ihren Umgang mit der AfD. So gibt der ‚Verband Die Familienunternehmer‘ als erster seine bisherige Brandmauer-Strategie auf.“
Erst schreien se alle „Die Familie ist die Keimzelle des Staates“. Und fängt se dann an zu wuchern, ist das auch wieder falsch?
„Wirtschaftsverbände in Deutschland überdenken teilweise ihren Umgang mit der AfD. So gibt der ‚Verband Die Familienunternehmer‘ als erster seine bisherige Brandmauer-Strategie auf.“
Erst schreien se alle „Die Familie ist die Keimzelle des Staates“. Und fängt se dann an zu wuchern, ist das auch wieder falsch?
24.11.25
„Ist Trump ein Faschist?“
Zohran Mamdani, der demokratische Bürgermeister von New York, hält US-Präsident Trump jedenfalls für einen.
25.11.25
Der stetige Fall der Brandmauer
Laut ‚Spiegel‘ sind ab jetzt auch die Bäcker und Bauern mit dabei. Man kann ihnen vieles vorwerfen. Nur nicht, dass sie nicht wüssten, was sie tun.
26.11.25
Die ‚Merzgefallenen‘ der Arschlöcher für Deutschland
Als hätte man einen solchen Fall noch nie erlebt. *)
Ich gebe gerne zu, der Vergleich hinkt ein wenig. Aber ich konnte einfach nicht auf diesen billigen Wortwitz verzichten. Man kann davon ausgehen - wie alle, die es gewohnt sind, etwas über ihre Hutkrempe hinaus zu denken, - dass bei der nächsten Bundestagswahl die AfD einen Erdrutschsieg hinlegt, der vom alten System nur noch Trümmer übrigläßt.
Ob Merz, der Große Friedrich, mit seiner ehemaligen Volkspartei CDU dann überhaupt noch eine Rolle spielt ...
---------------------------------------
*)
„Nach der Regierungsübernahme durch Adolf Hitler am 30. Januar 1933 und besonders nach den Reichstagswahlen am 5. März 1933 erlebte die NSDAP eine Beitrittswelle. Zu den rund 850.000 Mitgliedern, die bereits vor der ‘Machtübernahme’ der NSDAP zugehörten, kamen in den Monaten bis zur Mitgliedersperre am 1. Mai 1933 fast zwei Millionen neue Mitglieder hinzu.“ (Leibnitz-Institut für Deutsche Sprache)
Ich gebe gerne zu, der Vergleich hinkt ein wenig. Aber ich konnte einfach nicht auf diesen billigen Wortwitz verzichten. Man kann davon ausgehen - wie alle, die es gewohnt sind, etwas über ihre Hutkrempe hinaus zu denken, - dass bei der nächsten Bundestagswahl die AfD einen Erdrutschsieg hinlegt, der vom alten System nur noch Trümmer übrigläßt.
Ob Merz, der Große Friedrich, mit seiner ehemaligen Volkspartei CDU dann überhaupt noch eine Rolle spielt ...
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*)
„Nach der Regierungsübernahme durch Adolf Hitler am 30. Januar 1933 und besonders nach den Reichstagswahlen am 5. März 1933 erlebte die NSDAP eine Beitrittswelle. Zu den rund 850.000 Mitgliedern, die bereits vor der ‘Machtübernahme’ der NSDAP zugehörten, kamen in den Monaten bis zur Mitgliedersperre am 1. Mai 1933 fast zwei Millionen neue Mitglieder hinzu.“ (Leibnitz-Institut für Deutsche Sprache)
27.11.25
Leo XIV. zu Besuch bei Erdogan I.
Seine 1. Auslandsreise führte unsern überraschungsarmen Löwen von Rom zum türkischen Möchtegernsultan Erdogan. Was er ausgerechnet von dem wollte … wer will’s wissen? Die Städte, wo er Halt machte, brauchen aber auch keine apokryphen Erklärungen von offizieller Seite; als Großmeister der Symbolik bevorzugt das Christentum sowieso andere schlagende Argumente.
Zum Beispiel Iznik, ein Städtchen in der Westtürkei mit ca. 44.000 Einwohnern, paar Kilometer südlich von Istanbul, bekannt geworden unter dem Namen Nicää durch den heiligen Bestsellerautor Paulus, dem von Saulus zum Paulus konvertierten Briefeschreiber und kreuz und quer durch die damalige Weltgeschichte bretternde Erfinder des antisemitischen Christentums.
In diesem kleinasiatischen Kaff fand um 320 n.u.Z. dann auch das
1. "Ökumenische Konzil" statt, in dem durch Kaiser Konstantin das Christentum zur Staatsreligion befördert und das gesamte oströmische Reich mittels einer Schenkung, der sog. "Konstantinischen Schenkung", einer faustdicken Fälschung, dem weströmischen untergejubelt wurde.*)
Ich bin ja nun mehr oder weniger der letzte, der der Hausreligion von Erdogan irgendwas Positives nachsagen kann oder Gutes will. Doch eine weitere Schenkung inkl. Fälschung in Richtung des glorreichen Westen gehört nach meinem bescheidenen Dafürhalten zur Zeit nicht auf die Tagesordnung der Weltgemeinschaft.
----------------------
*)
Bei möglichen geschichtlichen Ungenauigkeiten bitte die Verantwortlichen zu konsultieren.
Zum Beispiel Iznik, ein Städtchen in der Westtürkei mit ca. 44.000 Einwohnern, paar Kilometer südlich von Istanbul, bekannt geworden unter dem Namen Nicää durch den heiligen Bestsellerautor Paulus, dem von Saulus zum Paulus konvertierten Briefeschreiber und kreuz und quer durch die damalige Weltgeschichte bretternde Erfinder des antisemitischen Christentums.
In diesem kleinasiatischen Kaff fand um 320 n.u.Z. dann auch das
1. "Ökumenische Konzil" statt, in dem durch Kaiser Konstantin das Christentum zur Staatsreligion befördert und das gesamte oströmische Reich mittels einer Schenkung, der sog. "Konstantinischen Schenkung", einer faustdicken Fälschung, dem weströmischen untergejubelt wurde.*)
Ich bin ja nun mehr oder weniger der letzte, der der Hausreligion von Erdogan irgendwas Positives nachsagen kann oder Gutes will. Doch eine weitere Schenkung inkl. Fälschung in Richtung des glorreichen Westen gehört nach meinem bescheidenen Dafürhalten zur Zeit nicht auf die Tagesordnung der Weltgemeinschaft.
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*)
Bei möglichen geschichtlichen Ungenauigkeiten bitte die Verantwortlichen zu konsultieren.
28.11.25
Der alltägliche Trumpknaller
So wie ein blindes Huhn auch mal ein Korn findet, so kann Trump auch nix dafür, mal richtig zu liegen. Zum Beispiel was Israel betrifft. Im alltäglichen Normalbetrieb bleibt er aber das, wofür er jahrzehntelang hart gearbeitet hat: aktuell der größte anerkannte Vollidiot auf Erden zu werden. Das schafft nicht jede dahergelaufene Arschgeige.
„Ich werde sicherstellen“, so Trump gestern nach einem halb-misslungenem Attentat auf seine Nationalgarde, „dass alle Ausländer aus allen Ländern abgeschoben werden, die unserem Land keinen Nutzen bringen.“
Eines fällt an diesem typischen Trumpknaller allerdings bei genauerem Hinsehen auf: Einen grundlegenden Unterschied zu europäischem Denken kann ich hier nicht erkennen oder sehen. Oder muss ich zum Augenarzt?
„Ich werde sicherstellen“, so Trump gestern nach einem halb-misslungenem Attentat auf seine Nationalgarde, „dass alle Ausländer aus allen Ländern abgeschoben werden, die unserem Land keinen Nutzen bringen.“
Eines fällt an diesem typischen Trumpknaller allerdings bei genauerem Hinsehen auf: Einen grundlegenden Unterschied zu europäischem Denken kann ich hier nicht erkennen oder sehen. Oder muss ich zum Augenarzt?
29.11.25
Kurz & krass
Die on-line-Ausgabe der überflüssigen Zeitschrift ‚capital.de‘ schreibt über den Führer der Vereinigten Staaten von Amerika:
„Donald Trump – Er zeigt sich kaum noch vor 12 Uhr mittags“
Is ja interessant. Das soll uns wohl an den Western „High Noon“ -
„12 Uhr Mittags“ denken lassen. Aber mich erinnert das irgendwie eher an den Beginn des 2. Weltkriegs. Denn ab September ’39 kam der deutsche Führer auch immer später zum Frühstück.
„Donald Trump – Er zeigt sich kaum noch vor 12 Uhr mittags“
Is ja interessant. Das soll uns wohl an den Western „High Noon“ -
„12 Uhr Mittags“ denken lassen. Aber mich erinnert das irgendwie eher an den Beginn des 2. Weltkriegs. Denn ab September ’39 kam der deutsche Führer auch immer später zum Frühstück.
30.11.25
Die neue Parteijugend der AfD
Am Wochenende konstituierte sich die „neue“ Parteijugend der AfD unter dem geistig doch recht bescheidenen Kennzeichen „Generation Deutschland“.
Zur Gründung der Jugendorganisation trafen sich im hessischen Gießen an die 500 Rechtsextremismusexperten der AfD, doch von „neu“ konnte man eigentlich kaum sprechen. Im Wesentlichen waren es dieselben Figuren, dieselben Fahnen und dieselben Frisuren, kurz dieselben Fressen und Dumpfbacken, die man schon in der Vorgängertruppe gesehen hatte.
Draußen vor der Tür protestierten um die 25.000 friedliche Gegendemonstranten gegen die Veranstaltung, die von 5000 Polizisten mit Schlagstöcken, Pfefferspray und Wasserwerfern vor der Demokratie geschützt werden musste, damit der Versammlungsort nicht gestürmt wurde. Bundeskanzler Friedrich Merz und sein Innenminister Alexander Dobrindt kritisierten die Proteste, Dobrindt sprach von „Chaoten“.
Fazit:
Mit diesem Nachwuchs unserer Rechtsextremismusexperten wird Deutschland noch viel Spaß kriegen.
Zur Gründung der Jugendorganisation trafen sich im hessischen Gießen an die 500 Rechtsextremismusexperten der AfD, doch von „neu“ konnte man eigentlich kaum sprechen. Im Wesentlichen waren es dieselben Figuren, dieselben Fahnen und dieselben Frisuren, kurz dieselben Fressen und Dumpfbacken, die man schon in der Vorgängertruppe gesehen hatte.
Draußen vor der Tür protestierten um die 25.000 friedliche Gegendemonstranten gegen die Veranstaltung, die von 5000 Polizisten mit Schlagstöcken, Pfefferspray und Wasserwerfern vor der Demokratie geschützt werden musste, damit der Versammlungsort nicht gestürmt wurde. Bundeskanzler Friedrich Merz und sein Innenminister Alexander Dobrindt kritisierten die Proteste, Dobrindt sprach von „Chaoten“.
Fazit:
Mit diesem Nachwuchs unserer Rechtsextremismusexperten wird Deutschland noch viel Spaß kriegen.